2026, Folge 19⁠–⁠36

  • Folge 19 (52 Min.)
    Bild: Arte
    (1) Grönland: Stolz darauf, Inuit zu sein Donald Trumps Wunsch, Grönland für die USA zu annektieren, empört die 57.000 Einwohner noch immer. Andererseits rückten Trumps Gelüste aber auch den Wunsch der Grönländer ins Licht der Öffentlichkeit, sich endlich von Dänemark zu emanzipieren, dessen selbstverwalteter politischer Bestandteil sie bis heute sind. Diese Bewegung wird in erster Linie von Frauen getragen. Sie wollen die Werte und die Traditionen der Inuit wiederbeleben, die die dänische Kolonialmacht einst auslöschen wollte: ihre Sprache, ihre Philosophie, ihre Beziehung zur Natur und ihre Kunst. Sie leben all das wieder und sie zeigen es stolz im Alltag, in den sozialen Netzwerken und am Körper. Drei Inuit-Frauen erzählen davon, wie sie als postkoloniale Generation davon träumen, ein weltoffenes Land aufzubauen, aber eines, das ihnen gleicht. Ihr Ziel ist die Unabhängigkeit Grönlands von Dänemark. (2) Kambodscha: Blut klebt an ihren Ziegeln Die Ziegelindustrie in Phnom Penh stellt vor allem Bauern ein, die ihr Land verlassen mussten; weil der Klimawandel ihre Felder austrocknete. Diese Bauern sind eine leichte Beute für die Ziegeleibesitzer und ihr System der Schuldknechtschaft. Sie erhalten von ihren Arbeitgebern Vorschüsse oder Kredite, auch um alte Schulden zu begleichen, die sie dann abarbeiten sollen. In aller Regel gelingt ihnen das nicht, denn die Löhne sind winzig und die Lebenshaltungskosten hoch. Ganze Familien schuften als Sklaven eines Systems, das sie Tag für Tag fester an die Ziegeleien bindet. Die Arbeiter leben in den Fabriken in Baracken, ihre Kinder schuften heimlich mit, Arbeitsunfälle werden verschwiegen und vertuscht. Die Arbeitgeber sitzen auch dank des Wirtschaftsbooms am längeren Hebel und werden so gut wie nie zur Rechenschaft gezogen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 15.05.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 16.05.2026 arte
  • Folge 20 (55 Min.)
    (1) Kirgisistan: Autoritär statt Demokratie Das kleine Land der Nomaden und Berge in Zentralasien entwickelte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 eine starke Zivilgesellschaft mit freien Wahlen und einer unabhängigen Presse. Kirgisistan war die einzige parlamentarische Demokratie in dieser Region mit lauter autoritär geführten Nachbarstaaten. Allerdings destabilisierten Konflikte zwischen den Regionen und den Volksgruppen im Land und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten immer wieder das ganze Land. Seit 2021 verspricht eine neue Regierung unter der Führung des Nationalisten Sadyr Japarov, die Wirtschaft anzukurbeln und der politischen Instabilität ein Ende zu setzen. Dabei geht die Regierung sehr autoritär vor, sie erlässt von Russland inspirierte Gesetze, die erlauben, oppositionelle Schriftsteller und Journalisten zu inhaftieren und die Redefreiheit der Gesellschaft zu beschneiden. Die neue kirgisische Regierung steht Russland unter Putin nahe. Kirgisistan ist als eines der ärmsten Länder der Welt abhängig von Russland, 20 Prozent seiner Erwerbstätigen fanden in Russland Arbeit. Die aktuellen Machthaber verteidigen ihre Strategie, für sie heiligt der wirtschaftliche Erfolg die Mittel. (2) Kolumbien: Kinder als Auftragsmörder Der Mord an Miguel Uribe Turbay durch einen Teenager erschütterte 2025 Kolumbien. Er erinnerte viele an die Zeit, als Pablo Escobar Straßenkinder für seine Verbrechen rekrutieren ließ. 2024 standen in Kolumbien mehr als 200 Minderjährige wegen Mordes vor Gericht. Und das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs, denn die meisten jungen Auftragsmörder entkommen. Die Jugendlichen der Oasis-Bande leben in Moravia, einem der ärmsten Barrios, errichtet auf einer ehemaligen Müllhalde der Vororte von Medellín. Sie verkaufen die synthetische Droge 2CB, stehlen Taschen, rauben Autos aus und kämpfen mit bloßen Händen, Macheten oder Messern. Angelica ist 19 Jahre alt. Sie verbrachte drei Jahre wegen Beihilfe zum Mord in einer Jugendstrafanstalt. Kurz nach ihrer Entlassung ersticht sie den Mörder ihres Bruders. Die zunehmende Gewaltbereitschaft der kolumbianischen Jugend steht in direktem Zusammenhang mit dem Kokainhandel. Seit mehreren Jahren explodiert die Produktion. Drei Minderjährige werden laut einem von der Regierung in Auftrag gegebenen Bericht täglich von Drogenbanden rekrutiert. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 22.05.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 23.05.2026 arte
  • Folge 21 (55 Min.)
    (1) Ukraine: Zivilisten in der Drohnenhölle Vor dem Krieg lebten 300.000 in Cherson, inzwischen nur noch 60.000. Sie suchen Schutz unter der Erde und unter Drohnenabwehrnetzen vor den russischen Granaten und Bomben, die unaufhörlich fallen. Es wird versucht weiterzuleben: Das Stadttheater im Untergrund bietet Aufführungen und Konzerte an. Gleichzeitig bleibt die Gefahr durch russische Drohnen zu sterben allgegenwärtig. Edward Kaprov filmte die Menschen in der Stadt an der Front, ihren Alltag im Krieg, ihr Leben mit der Ungewissheit, ob man am nächsten Tag noch da sein wird. (2) Kasachstan: Schöne Grüße aus Baikonur Russland hat den Weltraumbahnhof Baikonur noch bis 2050 von Kasachstan gepachtet, danach sollen alle Flüge ins Weltall von Wostotschny in Sibirien aus starten. Kasachstan aber will Baikonur auch nach dem Rückzug des Pächters Russland weiterleben lassen. Die erste von kasachischen Ingenieuren entwickelte Rakete absolvierte erfolgreich einen Testflug. Da der Markt für Satellitenstarts weltweit boomt, könnte das „Tor zu den Sternen“, wie Baikonur einst genannt wurde, wieder florieren. Neue Partner aus China, Indien und auch aus Europa zeigen ihr Interesse. Kasachstan will die Legende von Baikonur, der Wiege der sowjetischen Raumfahrt, weiter fortschreiben. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 29.05.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 30.05.2026 arte
  • Folge 22 (52 Min.)
    Ali, vier Jahre alt, verlor bei einem israelischen Bombenangriff im Jahr 2024 eine Hand. Vierzig Jahre zuvor lag der heutige Reporter Wissam Charaf als kleiner Junge drei Monate lang im Krankenhaus, nachdem er eine israelische Streubombe aufgehoben hatte. Heute filmt er Ali mit dem bitteren Gefühl im Bauch, dass die Kriege gegen Israel immer wieder neu ausbrechen: 1982, 2006, 2024 – und er erzählt, wie seine Mutter eine NGO gründete, die sich bis heute täglich bemüht, Nahrungsmittel an die Opfer zu verteilen. Wissam fragt sich, wie viele Generationen von Kindern noch in den Kriegen zwischen Israel und dem Libanon aufwachsen müssen? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 05.06.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 06.06.2026 arte
  • Folge 23 (52 Min.)
    (1) Mexikos Kartelle: Ende der Straffreiheit? In den letzten Jahren wuchs eine neue Generation von Leadern der Kartelle heran, deren kriminelle Verbindungen häufig bis in die USA reichen und deren neue Methoden den Drogenhandel tiefgreifend veränderten. Mexikos Behörden versuchen, unter Druck gesetzt von den USA, sie zu verfolgen und zu bestrafen. Doch der Krieg gegen den Drogenhandel hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Die Kartelle beeinflussen die Wirtschaft durch Geldwäsche und „legale“ Investitionen. Sie etablieren ein System, das sich immer weiter ausbreitet und tief in die Gesellschaften hineinfrisst, über illegale Wege aus Michoacán bis in die Netzwerke in den USA. Reporter erzählen aus dem Inneren der Kartelle. (2) Libyen: Die Falle für Migranten In den Zentren von Bir Ghanem oder Tajourah sind die Migranten am Ende ihrer Kräfte. Einige wurden erst zwei Tage zuvor auf See aufgegriffen, andere sitzen seit einem Jahr dort fest. Viele klagen, dass sie für die Ausreise bezahlen müssen und auf unbestimmte Zeit in großen, stinkenden Hallen eingesperrt sind. Viele berichten von der Korruption, dem Rassismus der Libyer und der Folter ihrer Schlepper. In der Wüste begleiteten Reporter auch die Brigade 444. Ihre Patrouillen haben die alten Routen der Schlepper „verbrannt“. Die finden und nutzen aber nun andere Wege, um die Migranten zu den Abfahrtsstränden in Richtung Europa zu bringen. Dort sammeln sie täglich die Leichen der Ertrunkenen ein. Diejenigen, die das „Glück“ haben, lebend auf See aufgegriffen zu werden, landen dann wieder in den Abschiebe-Gefängnissen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 12.06.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 13.06.2026 arte
  • Folge 24 (52 Min.)
    (1): Westjordanland: Sie schießen auf Kinder Im Schatten des Krieges in Gaza verschärfte sich auch die Lage im Westjordanland: Jedes Jahr sterben dort dutzende Kinder durch die Kugeln israelischer Soldaten und Polizisten. 2025 zählten Menschenrechtsorganisationen im Westjordanland 58 getötete Minderjährige, mehr als ein Kind pro Woche, ein trauriger historischer Rekord. Philippe Levasseur und Claire Duhamel sammelten und prüften Zeugenaussagen und Videos, die es ermöglichen, einige dieser Tragödien zu rekonstruieren. Weder Israels Armee noch Israels Polizei wollte zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Der rechtsextreme Knessetabgeordnete Yitzhak Kreuzer aber legitimiert die Erschießungen, indem er sagt: „In Jenin gibt es keine unschuldigen Kinder.“ (2): Libanon: Wieder fliehen vor den Bomben Nahida Choobi, ihr Mann Ahmad und ihre Kinder Mohamed und Mariam mussten nun schon wieder fliehen: Ihr Dorf Naqoura wurde erneut evakuiert, es liegt nur zwei Kilometer von Israels Grenze entfernt. Dieses Jahr fanden sie Zuflucht in Jnah, südlich von Beirut. Neben ihrem Haus liegt ein Slum, in dem die Armut wohl viele Kinder wieder in die Arme der Hisbollah treiben wird. Dieser neue Krieg, der am 2. März 2026 begann, erstreckt sich weit hinaus über die von der Hisbollah, der „Partei Gottes“ kontrollierten Gebiete. Die israelische Luftwaffe attackierte mehrere Gebäude im Herzen von Beirut und in christlichen Vierteln. 45 Minuten von Beirut entfernt, beherbergt die kleine christliche Stadt Deir el Qamar 1200 Vertriebene. Ama Tabet organisiert ihre Aufnahme in einer Schule, aber im Rathaus macht man sich Sorgen über die politischen Spannungen und Sicherheitsrisiken. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 19.06.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 20.06.2026 arte
  • Folge 25 (52 Min.)
    (1) Côte d’Ivoire: Gesundheitswesen unter Druck durch Trump Das Ende von USAID und dann das Erdbeben Anfang 2025 waren zwei schwere Schläge für die Côte d’Ivoire. Allerdings starteten die USA seitdem ihre neue Gesundheitsstrategie „America First“: Die noch unter USAID bedingungslos gewährte Hilfe wird nun durch Partnerschaften ersetzt, die auch den amerikanischen Interessen dienen sollen. Trumps neue Doktrin verwandelt die Entwicklungshilfe in ein Handelsinstrument: „Trade not Aid“, „Geschäft statt Hilfe“, lautet das neue Credo. Doch diese Abkommen, die inzwischen von Washington und rund dreißig Ländern unterzeichnet wurden, brauchen noch einige Zeit, um umgesetzt zu werden. In der Côte d’Ivoire leiden die NGOs noch immer unter Budgets, die teilweise um die Hälfte gekürzt wurden. Sie mussten Hunderte von Mitarbeitern entlassen und zahlreiche Hilfsprogramme einstellen. (2) Libanon: Fixer an der Front Am 8. April 2026 flog die israelische Armee in nur zehn Minuten einhundert Luftangriffe auf den Libanon. Innerhalb dieser wenigen Minuten fallen ganze Serien von Bomben auf die Häuser der libanesischen Hauptstadt Beirut. Vor Ort filmte der Reporter Charbel Chérif die Folgen dieser Angriffe mit seiner Kamera. Seine Bilder zeigen die grausame Realität des Krieges für die Zivilbevölkerung und gleichzeitig die Schwierigkeiten des Reporters, das alles zu dokumentieren. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 26.06.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 27.06.2026 arte
  • Folge 26 (52 Min.)
    (1) Afghanistan: Sie schikanieren Ärztinnen In Kabul fährt jeden Morgen ein Bus mit Frauen los. An Bord sind Ärztinnen, Hebammen, Krankenschwestern. Sie bewegen sich als Gruppe, begleitet von einem vom Regime vorgeschriebenen Fahrer. Allein dürfen sie das nicht. Fünf Jahre nach der Rückkehr der Taliban an die Macht sind diese medizinischen Fachkräfte die letzte Verbindung zwischen den afghanischen Frauen und der Außenwelt. Seit 2021 verloren 80 Prozent der berufstätigen Frauen ihren Arbeitsplatz. Der Zugang zu Bildung ist ihnen verwehrt. Im öffentlichen Raum darf ihre Stimme nicht mehr gehört werden. Doch in diesem Land, in dem Kultur und Religion vorschreiben, dass eine Frau nur von einer Frau behandelt werden darf, stehen die Taliban vor einem Problem: Sie brauchen diese Frauen. Also dürfen sie unter strengen Auflagen und ständiger Überwachung weiterarbeiten – bis zum nächsten Erlass. Mélanie Nunes traf die letzten Pflegekräfte, die in Kabul noch ihren Beruf ausüben dürfen. Sie erzählen von Selbstmorden, von der Müttersterblichkeit, von der Verheiratung von Minderjährigen unter Zwang und von Depressionen. Sie versuchen zu helfen, obwohl es keine Hoffnung mehr gibt … (2) Libanon: Noch Zivilisten nahe der Front Eine exklusive Reportage in Zusammenarbeit mit der Zeitung „L’Orient Le Jour“. Die Reporterinnen Lucile Wassermann und Lyana Alameddine fuhren durch die von aller Welt abgeschnittene Region. Die Bomben der israelischen Armee verwandelten das Land hier in ein riesiges Trümmerfeld. Nach Dutzenden Kilometern Fahrt erreichten sie die kleine Gemeinde Aïn Ebel, eines der wenigen noch bewohnten christlichen Dörfer im Südlibanon, eingeklemmt zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah. Fast tausend Einwohner entschieden sich, trotz alledem in Aïn Ebel zu bleiben. Das Dorf hängt von humanitärer Hilfe ab, die Menschen hier überleben nur dank seltener Versorgungskonvois, die erst nach schier endlosen militärischen Genehmigungsverfahren passieren dürfen. Dann trat das ein, was das Dorf am meisten befürchtet hatte: Die Verschärfung der Kämpfe schneidet alle Zufahrtsstraßen ab, totale Blockade. Selbst Kranke in kritischem Zustand können nicht mehr evakuiert werden. Eine Reportage über den Krieg und das Leben: Die Geschichte von Menschen, die versuchen, dem Schlimmsten die Stirn zu bieten. Die versuchen müssen mit der Gefahr zu leben, über ihre unlösbaren moralischen Konflikte, über die tiefe Verbundenheit mit einem Land im Chaos des Krieges und über ihre Not, die Kinder so aufwachsen zu sehen. Was heißt das, zu bleiben, obwohl alles zur Flucht drängt? (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 21.08.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 22.08.2026 arte
  • Folge 27 (52 Min.)
    (1) Peru: Sterilisiert unter Zwang In den 1990er Jahren wurden in Peru Hunderttausende Frauen – häufig arm, indigener Herkunft, Analphabetinnen – im Rahmen einer unter der Regierung von Alberto Fujimori durchgeführten Geburtenkontrollpolitik gegen ihren Willen sterilisiert. In zahlreichen Fällen handelt es sich um schwere Menschenrechtsverletzungen: Die Operationen wurden ohne angemessene medizinische Absicherung durchgeführt, teilweise ohne Betäubung, ohne postoperative Versorgung. In einigen Fällen starben die Frauen nach dem Eingriff. Bis heute ist dieser staatliche Skandal nicht aufgeklärt, viele Akteure von damals sind bis heute nicht zur Verantwortung gezogen worden. (2) 250 Jahre USA: Die Feier der Uneinigkeit Die Geschichte der Vereinigten Staaten begann in Philadelphia, der ersten Hauptstadt des Landes. Dort verkündeten sie am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung. Im Juli 2026 feierten die USA ihr 250-jähriges Bestehen, allerdings in einer weniger fröhlichen Atmosphäre als noch beim 200-jährigen Jubiläum im Jahr 1976. Donald Trump ist an der Macht, das Land ist gespalten, und er will die Feierlichkeiten auf die Hauptstadt Washington konzentrieren – vielleicht auch deshalb, weil Philadelphia von den Demokraten geprägt ist. Viele Einwohner fragen sich, wie lange die Demokratie in den USA in den Zeiten von Donald Trump noch standhält und wie kann man in diesen schwierigen Zeiten Widerstand leisten? (3) Indien: Die schwierige Rettung der Tiger Indien rettete die Tiger vor dem Aussterben. Von Wilderern einst wegen ihrer Felle und Knochen gejagt, lebten 1970 in Indien nur noch 1.800 wilde Tiger, heute sind es mehr als 3.600, fast 75 Prozent der wildlebenden Tigerpopulation weltweit. Für den Schutz der Tiger erweiterten die Behörden die Naturschutzgebiete. Dafür siedelten sie ganze Dörfer um – und sie schufen Zonen, in denen Tiger und Menschen nebeneinander leben. Dies führte zu schwierigen Situationen, teils mit tödlichen Konsequenzen. In den Sundarbans, den größten Mangrovenwäldern der Welt, dem Lebensraum des Bengalischen Tigers, starben mehr als 500 Menschen durch Tigerattacken. Indiens Regierung steht vor einem Dilemma: Sie wollen die Tiger als nationale Wahrzeichen schützen, aber auch die Menschen, die mit ihnen leben. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 28.08.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 arte
  • Folge 28 (52 Min.)
    (1) Taiwan: Pekings Influencer werben um Gen Z Datenerfassung, Desinformationskampagnen, virale Videos aus Festlandchina – Chinas „Soft Power“ schlägt immer stärker zu, und Peking spinnt sein Netz mitten in der Generation Z Taiwans. Umfragen zeigen eine Spaltung der jungen Leute. Eine Mehrheit befürwortet zwar nach wie vor die Unabhängigkeit Taiwans, doch die Zahl der abweichenden Stimmen nimmt zu. Immer mehr junge Menschen fühlen sich zudem sowohl als „Taiwaner“ als auch als „Chinesen“. Eine beispiellose Abkehr in einer Gesellschaft, in der die Identitätsfindung bisher Generation für Generation in Richtung Taiwan zeigte. (2) Norwegen: Spitzbergens russische Kolonie Ein Stück Russland liegt im Nato-Land Norwegen, auf der Insel Spitzbergen. Dort stehen seit einem guten Jahrhundert zwei russische Dörfer, zwei Kolonien, sagt der Kreml: für Bergbau und Forschung und als russische Einflusszone auf eisigem Boden am Ende der Welt. Seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine bereitet diese russische Präsenz den Norwegern und der EU Sorgen. Die Beziehungen haben sich verschlechtert. Die russischen Kolonien stehen unter dem Druck der europäischen Wirtschaftssanktionen und organisieren sich, um damit klarzukommen. Nur wenige Kilometer entfernt, in der nahe gelegenen norwegischen Stadt Longyearbyen, beobachten die Einwohner die Schritte ihres potenziellen Feindes. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 04.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 05.09.2026 arte
  • Folge 29 (52 Min.)
    (1) Russland: Die Armee der Schatten Über ein Jahr lang sammelt ein russischer Journalist Berichte über die verzweifelte Suche der Angehörigen von vermissten Soldaten. Sie wissen nicht, ob ihr Vater, Ehemann oder Sohn noch lebt. Die Reportage zeigt, welche Folgen Putins Krieg in der Ukraine für die russische Bevölkerung hat. Sie erzählt von den ungeheuren Verlusten, die die Regierung zu verbergen versucht und auch davon, wie schwierig es ist, darüber zu berichten. Jede Kritik an der „militärischen Sonderoperation“ kann gefährlich werden – für diejenigen, die bereit sind auszusagen, ebenso wie für die Journalisten, die die Aussagen aufzeichnen. (2) Kenia: Femizide – Mord nach dem Marathon In Kenia wurden innerhalb weniger Jahre drei Weltklasseathletinnen ermordet, darunter Agnes Tirop, die Weltrekordhalterin über zehn Kilometer. Die Fälle folgen oft einem ähnlichen Muster: Ehemänner oder Freunde fungieren als Agenten oder Trainer und eignen sich mitunter Geld und Besitz der Läuferinnen an. Wenn die Frauen sich dagegen wehren, sind sie oft massiver Gewalt ausgesetzt – in einigen Fällen mit tödlichen Folgen. Die Läuferin Joan Chelimo, die selbst Opfer von Missbrauch wurde, hat eine NGO gegründet, und hilft anderen Sportlerinnen dabei, die Kontrolle über ihr Leben und ihr Geld zu behalten. ARTE-Reporter trafen diese Frauen in Iten im Nordosten Kenias. Die kleine Stadt auf 2.500 Metern Höhe über dem Rift Valley gilt als die Welthauptstadt des Laufsports. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 11.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 12.09.2026 arte
  • Folge 30 (52 Min.)
    Die „Toyoko Kids“ sind die Ausgestoßenen Japans. Viele von ihnen haben mit ihren Familien gebrochen, leben in den toten Winkeln einer der reichsten und sichersten Metropolen der Welt. Sie gelten als gefährlich, als kriminell oder werden als unmoralisch angesehen. Um zu überleben, verkaufen manche ihren Körper, andere dealen, viele irren nachts umher auf der Suche nach einem Schlafplatz. Eines ist ihnen allen gemeinsam: die Verzweiflung über das Scheitern und das Gefühl gesellschaftlicher Ausgrenzung. Einige treibt die Einsamkeit in den Selbstmord, andere finden Trost, Mut, Freiheit und Lebensfreude in der fragilen Gemeinschaft der „Toyoko Kids“. Die Behörden wirken hilflos, viel mehr als wegsperren fällt ihnen nicht ein. Auch die Eltern wissen in aller Regel nicht, wie sie reagieren sollen. Manche versuchen Kontakt zu halten, andere geben auf. Über Wochen begleiteten Arthur Rayssiguier und Pierre Chabert die „Toyoko Kids“ mit der Kamera. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 18.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 19.09.2026 arte
  • Folge 31 (52 Min.)
    In Israel verstärken Reservisten die Reihen einer Armee, in der ab dem 18. Lebensjahr Wehrpflicht besteht. Von der internationalen Öffentlichkeit an den Pranger gestellt und von UN-Ermittlern der Kriegsverbrechen beschuldigt, soll die Armee laut einem hochrangigen israelischen Vertreter mehr als 70.000 Palästinenser im Gazastreifen getötet haben. Was passiert mit diesen jungen Wehrpflichtigen, wenn sie ihre Uniform wieder ausziehen dürfen? Nach Angaben des Verteidigungsministeriums leiden offiziell etwa 10.000 von ihnen unter posttraumatischem Stress. Um ihre seelischen Wunden zu heilen und Abstand vom Krieg zu gewinnen, reisen viele Reservisten auf der sogenannten „Hummus-Route“ durch Indien. Mit Hilfe von Alkohol, Drogen, Yoga und Meditation versuchen sie, ihre Kriegsdämonen zu vertreiben. Fast ein Jahr lang brauchte Antoine Védeilhé, um diese Soldaten, die ins zivile Leben zurückgekehrt sind, davon zu überzeugen, vor seiner Kamera über ihre Geschichten und ihren Schmerz zu reden. In Begleitung des Fotojournalisten Yonathan Weitzman (World Press Photo Award 2008) sammelte er die raren Erfahrungsberichte junger Männer, die monatelang im Gazastreifen kämpften. Ein Fallschirmjäger berichtet sowie ein religiöser Zionist, dem ein Hamas-Scharfschütze die Schulter zerschoss, und ein Elitesoldat … An den Stränden Südindiens und in den Vororten Jerusalems erzählen sie, wie der Krieg sie innerlich zerstörte – Reue aber zeigen sie nicht. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 25.09.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 26.09.2026 arte
  • Folge 32 (52 Min.)
    (1) Brasilien: Mein Onkel wählt Bolsonaro Miyuki Droz Aramaki erzählt die Geschichte ihrer Familie, von der Ankunft ihrer Vorfahren als japanische Einwanderer in Brasilien vor fast einem Jahrhundert bis zum Engagement ihrer Mutter gegen die Militärdiktatur in den 70er-Jahren. Die Idee für die Reportage kam ihr aufgrund der WhatsApp-Familiengruppe, in der ihr Onkel seit Jahren Videos zugunsten von Bolsonaro teilt. Sie erhielt den Eindruck, dass ihre Angehörigen mit populistischen Videos und Aufrufen zur Stimmabgabe für die extreme Rechte überschwemmt werden. Die Reportage drehte sie mit Bolsonaristen der jüngeren Generation und besuchte politische Influencer. Sie traf Familien in bescheidenen Verhältnissen, die gegen die Regierung Lula und für die extreme Rechte stimmen wollen, und einen jungen Aktivisten, der dem Bolsonarismus den Rücken kehrt. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Luiz Inácio Lula da Silva, dem Anführer der brasilianischen Linken, und dem rechtsextremen Flavio Bolsonaro, voraus. (2) USA: Trump und die Liebe der Latinos Trumps Beliebtheit bei den Hispanics hat stark abgenommen. Gründe dafür sind unter anderem die Wirtschaft, denn das „golden Age“, das er versprochen hatte, ist nicht eingetroffen. Hinzu kommen die ICE-Razzien, die in den Latino-Vierteln Angst säen. US-Bürger, die festgenommen werden, weil sie „mexikanisch aussehen“ und Arbeitnehmer, die sich nicht mehr auf die Straße trauen … Einige seiner ehemaligen Wähler werfen Trump vor, mit ICE zu weit gegangen zu sein. Werden die Latinos deshalb zu den Demokraten zurückkehren? Nicht unbedingt. Viele, die von beiden politischen Parteien enttäuscht sind, neigen dazu, sich ihrer Stimme zu enthalten. Fast 15 Prozent der amerikanischen Wähler sind Latinos: eine entscheidende Wählerschaft für den Ausgang der Zwischenwahlen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 02.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 03.10.2026 arte
  • Folge 33 (52 Min.)
    (1) Moldau: Reise nach Gagausien Gagausien bekam in den Jahren des russischen Kriegs gegen die Ukraine eine neue Bedeutung für Ost und West. Moskau praktiziert dort seinen hybriden Krieg gegen die pro-europäische Republik Moldau unter der Präsidentin Maia Sandu. Das ARTE Reportage Team sprach mit lokalen russischen Propagandisten und recherchierte das Ausmaß der russischen Strategien zur Unterwanderung und Manipulation. Das Team traf auch diejenigen, die der Kreml-Propaganda widerstehen: Dima lebt in einem Dorf an der Grenze zur Ukraine. Er richtet als Einziger im Dorf den Blick nach Europa, während der Rest der Bewohner die russischen Medien konsumiert. Das Online-Medium „Nokta“ ist das einzige pro-europäischen Medium in Gagausien. Ein paar Studenten zweifeln ebenfalls an der moralischen und wirtschaftlichen Überlegenheit Russlands. Für Präsidentin Maia Sandu steht angesichts der russischen Propaganda-Angriffe fest, dass der einzige Weg langfristig als Demokratie weiterzubestehen für die Republik Moldau der Beitritt zur Europäischen Union sei. (2) Gaza: Gedichte gegen das Vergessen Die Suche nach Brot, Wasser, Strom oder einer Internetverbindung füllt ganze Tage in Gaza. Die Schulen funktionieren kaum noch, die Gedanken an die Zukunft beschränken sich auf das Überleben bis zum nächsten Morgen. Yazan ist 16 Jahre alt, es ist sein vierter Krieg. Nachts zieht er sich mit seinem Notizbuch auf dem Dach des Familienhauses zurück und dichtet. Zusammen mit anderen jungen Dichtern aus Gaza hat er einen Plan: einen Gedichtband über ihre Stadt zu schreiben und ihn in Gaza zu veröffentlichen. Das ARTE Reportage Team begleitet Yazan in seinem Alltag und beim Lernen fürs Abitur. Er erzählte ihnen von der Hoffnung auf eine Ausreise. Die Reportage zeigt eine Jugend, die versucht, Worte und Erinnerungen inmitten dessen zu bewahren, was sich kaum fassen lässt. Das Schreiben eines Buches an einem Ort, an dem so vieles zerstört wurde, als Weg in die Zukunft zu blicken. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 09.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 10.10.2026 arte
  • Folge 34 (52 Min.)
    Die Reportage ist ein intimer Einblick in das Leben in den USA unter Donald Trump während dessen zweiter Amtszeit: Wer sind die Stars der Maga-Galaxie? Und wie erleben Menschen in einem Latino-Stadtviertel in Washington Trumps Politik? Es geht um die neue Gewalt im Leben und in der Sprache und um die Strategien, den Blick der Amerikaner auf ihre Realität zu manipulieren. Marine Pradel ist eine freie Korrespondentin, die im Weißen Haus akkreditiert ist. Mit ihrer Familie lebt sie schon seit mehreren Jahren im selben Viertel Washingtons. Seit Donald Trumps Rückkehr an die Macht spürt sie, dass sich etwas im Wesen der amerikanischen Demokratie grundlegend verändert. Sie beschließt, ihr Viertel zu filmen, während ihre Nachbarn – Demokraten und lateinamerikanische Einwanderer – zur Zielscheibe von Trumps Politik werden. Sie begleitet darüber hinaus Maga-Anhänger und Dissidenten der Bewegung über eine lange Zeit. Ob Trump-Fan oder -Gegner – das Leben aller Amerikaner wird durch die aggressive Machtpolitik des US-Präsidenten auf den Kopf gestellt, von seinem unstillbaren Durst nach Rache an denen, die er als seine „Feinde im Inneren“ bezeichnet. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 16.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 17.10.2026 arte
  • Folge 35 (52 Min.)
    (1) Israel: Jung, links und gegen Netanjahu Die Young Democrats von HaDemokratim ermutigen ihre älteren Parteigenossinnen und -genossen, in diesen Tagen über das Tabu in Israel offen zu reden, nämlich über einen Frieden mit den Palästinensern und eine Zwei-Staaten-Lösung. Sie folgen damit der heute fast vergessenen Politik unter dem Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin und den Oslo-Verträgen mit den Palästinensern in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Diese jungen Linken gehen in den Tagen vor der Wahl in Israel von Tür zu Tür, um für ihre Ideen von einem friedlichen und demokratischen Israel zu werben, sie demonstrieren vor Netanjahus Privathaus, und sie wagen sich in die Hochburgen der extremen Konservativen in Jerusalem, um mit den Andersdenkenden wenigstens ins Gespräch zu kommen. Sie hoffen auf zehn bis 15 Sitze im israelischen Parlament und darauf, in eine Koalition mit gemäßigt rechten Parteien eintreten zu können. Vor allem wollen sie Netanjahus rechtsextreme, religiöse und antidemokratische Koalition ablösen. (2) Israel: Leise Revolte orthodoxer Frauen Orthodoxe israelische Frauen überschreiten die Grenzen ihrer Gemeinschaft. Auch diese Welt verändert sich, und zwar von innen heraus, dank der Frauen. Hightech, Politik, Mode, Theater – sie erobern die moderne Welt nach ihren eigenen Regeln. Ihre leise Revolte erstreckt sich auch auf Sexualdelikte, die in der Vergangenheit mit Schweigen vertuscht wurden. Die ARTE-Reporter filmten intime Einblicke in die orthodoxe Gemeinschaft. Sie zeigen mutige Frauen, die für ihre Emanzipation Vieles riskieren müssen. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 23.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 24.10.2026 arte
  • Folge 36 (52 Min.)
    (1) USA/​Midterms: Die Wut der Schwarzen Die afroamerikanische Gemeinschaft mobilisiert sich gegen die von den Republikanern verordnete Veränderung der Wahlkreise, das Gerrymandering. Tennessee gehört zu den Bundesstaaten, in denen die Wahlkreise neu zugeschnitten wurden. Die Demokraten reagierten darauf: Sie veränderten die Wahlkreise in Kalifornien und Utah. Doch die Republikaner haben gewonnen, und rechnen mit gut zehn zusätzlichen Sitzen im Kongress. In Memphis ist die afroamerikanische Wählerschaft mit der ultra-konservativen weißen gemischt. Doch die Afroamerikaner kämpfen dagegen: angetrieben von Empörung und dem jungen demokratischen Kandidaten Justin J. Pearson. Er ist einer der Progressiven im linken Flügel der Demokratischen Partei und prangert die Ungleichheiten in den USA an. Pearson liegt in seinem Wahlkreis Kopf an Kopf mit seinem republikanischen Rivalen. (2) Israel: Nellys Jahrhundert Nelly, 100, lebt seit 1948 in Israel, in Dorot, nur 10 Kilometer vom Gazastreifen. Als Überlebende des Holocaust verkörpert sie den Geist der ersten Jahre des Staates Israel: ein Zufluchtsort, an dem Juden in Frieden leben.Als letzte Überlebende der vor dem Krieg gut 100-köpfigen Gemeinde war Nelly auf Pavel Tychtils Initiative nach Pacov zurückgekehrt. Der EU-Beamte will Böhmens nach dem Krieg vergessenes jüdisches Erbe bewahren. Ein ARTE-Reporter besucht Nelly und ihre Familie, die dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 entkommen waren. Anfang 2026, als Nelly ihren 100. Geburtstag feiert, ist Israel an mindestens vier Fronten im Krieg: in Gaza, Westjordanland, Libanon und Iran. (Text: arte)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 30.10.2026 arte.tvDeutsche TV-Premiere Sa. 31.10.2026 arte

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