Folge 373

  • 1975 – Viele Wege führen nach Rom

    Folge 373
    Römische Skizzen. Römische Skizzen. 1975 hatte Rom noch keine Gastarbeiter aus dem Ausland. Die Schmutzarbeit erledigten Italiener, die nach Rom gekommen waren, um dort ein besseres Auskommen zu finden. Aber auch Menschen, die es wirtschaftlich nicht notwendig hätten, ziehen nach Rom. Warum? Weil sie gemäß diesem Films gerne Römer bzw. Römerin sein wollen. – Bild: BR
    Römische Skizzen. Römische Skizzen. 1975 hatte Rom noch keine Gastarbeiter aus dem Ausland. Die Schmutzarbeit erledigten Italiener, die nach Rom gekommen waren, um dort ein besseres Auskommen zu finden. Aber auch Menschen, die es wirtschaftlich nicht notwendig hätten, ziehen nach Rom. Warum? Weil sie gemäß diesem Films gerne Römer bzw. Römerin sein wollen.
    Der Film beginnt mit dem Frühstück der Römer und Römerinnen in einer Bar. Denn in Rom frühstückt man nicht zuhause. Und so zeigt der Film gleich zu Beginn, worum es ihm geht: um das Alltagsleben der Bewohner von Rom. Wer aber ist überhaupt ein Römer, eine Römerin? In den frühen 70er-Jahren hatte Rom laut dieses Filmberichts dreieinhalb Millionen Einwohner. Davon war nur ungefähr ein Drittel in Rom geboren. Der Rest waren Zugezogene. Und binnen weniger Jahre soll Rom auf fünf Millionen Einwohner anschwellen. Und dennoch: Rom hatte damals noch keine Gastarbeiter aus dem Ausland, die Schmutzarbeit erledigten Italiener, die vom Land nach Rom gekommen waren, um dort ein besseres Auskommen zu finden. Gemäß diesem Film ist das auch meistens so – so lange alles gut geht wie z. B. bei dem Mann aus Vitterbo, der nun in Rom tagtäglich die leeren Kartons der Geschäfte entsorgt und nicht schlecht davon lebt, weil er zuverlässiger ist als die städtische Müllabfuhr. Aber auch Menschen, die es wirtschaftlich nicht notwendig hätten, ziehen nach Rom. Warum? Weil sie gerne Römer
    bzw. Römerin sein wollen. Und so sieht man einen damals berühmten Fotografen bei der Arbeit im Studio mit jungen Models und dann eine etwas ältere Gräfin in ihren Gemächern, die erklärt, was es bedeutet, in Rom ein altes und einst prachtvolles Gebäude zu besitzen. Das sei nämlich sehr schwierig. Und es kommen die jungen Menschen nach Rom, um hier irgendwie Karriere zu machen. Dass das aber nicht so einfach ist, erzählt uns der Film anhand eines jungen Fotomodells, das auch als Schauspielerin arbeitet – allerdings in eher zwielichtigen Filmen, in denen es vornehmlich um viel nackte Haut geht. Aber man sieht auch eine Theatertruppe, die ein Stück von Dacia Maraini aufführt, einer damals sehr bekannten Schriftstellerin, die sich zu einem kämpferischen Feminismus bekennt. Der Film endet am Abend bei einer ausgelassenen Party des Fotografen in dessen Wohnung: Man tanzt und lässt es sich gutgehen. Und zu den Problemen der Stadt haben sie das alte römische Sprichwort parat, das prägnant ihren Gleichmut ausdrückt: „Wie komme ich dazu, mich darum zu kümmern!“ (Text: ARD alpha)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 11.05.2019 ARD-alpha

Cast & Crew

Sendetermine

Mo. 25.05.2026
16:05–16:50
16:05–
Sa. 23.05.2026
23:20–00:05
23:20–
Fr. 22.05.2026
21:50–22:35
21:50–
So. 12.05.2019
02:40–03:25
02:40–
Sa. 11.05.2019
21:05–21:50
21:05–
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