Folge 80

    • 1979 – Die Macht des Ayatollah

      Folge 80
      Ein triumphaler Einzug: Sechs Millionen Menschen säumen am 1. Februar 1979 die Straßen Teherans. Ayatollah Khomeini – der Erlöser aus dem Exil – wird frenetisch empfangen. Noch ahnt keiner das Leid, das der Geistliche über den Iran bringen wird. Er proklamiert die „Islamische Republik“, verspricht die Abschaffung von Armut und sozialer Ungerechtigkeit. Die Gesellschaft wird „islamisiert“: Alkohol, Popmusik und West-Filme verboten, Frauen zum Schleiertragen verpflichtet, Minderheiten verfolgt.
      In den ersten drei Jahren von Ayatollahs Regentschaft fallen 12.000 Menschen den
      „Säuberungen“ zum Opfer. 1980 stürzt er sein Volk in einen achtjährigen Krieg mit dem Irak. Vier Millionen Perser fliehen aus Angst vor Verfolgung ins Ausland. 1989 spricht der Ayatollah das Todesurteil gegen Schriftsteller Salman Rushdie aus – die „Satanischen Verse“ verletzten die religiösen Gefühle der Moslems. Drei Millionen US-Dollar setzt er auf den Kopf des Autors aus. Wenig später – am 3. Juni – erliegt Ayatollah Khomeini einem Krebsleiden. Erst 1998 distanziert sich die iranische Regierung offiziell von dem Todesurteil – das als religiöser Richterspruch aber nicht aufgehoben werden kann. (Text: Phoenix)

    Sendetermine

    Sa 15.07.2006
    14:45–15:00
    14:45–
    Sa 15.07.2006
    00:45–01:00
    00:45–
    Fr 14.07.2006
    19:00–19:15
    19:00–
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