Wege übers Land

    Wege übers Land

    DDR 1968
    Deutsche Erstausstrahlung: 22.09.1968 DFF

    Der fünfteilige Fernsehfilm beschreibt das bewegte Schicksal der jungen Magd Gertrud Habersaat während der Kriegs- und Nachkriegswirren in Deutschland.

    Ihr Schicksal führt sie nach der Heirat mit Emil Kalluweit nach Polen, wo sie das Grauen der Deportation und des Mordens erleben. Dort adoptieren sie ein jüdisches Mädchen und einen polnischen Jungen. Kurz darauf meldet sich ihr Mann freiwillig an die Front. Nach dem Krieg, ihr Mann ist nicht mehr zurückgekehrt, geht sie mit den Kindern zurück in ihr Heimatdorf und findet zunächst auf ihrem alten Hof Arbeit. Aus eigener Kraft gelingt es ihr, in kürzester Zeit den zweitgrößten Bauernhof des Dorfes aufzubauen. Doch als die Kollektivierung beginnt ist Gertrud empört. Sie will ihren Hof nicht hergeben.

    Die Kinder sind inzwischen groß und gehen ihre eigenen Wege. Gertrud verliebt sich in den neuen Bürgermeister Willi Heyer, ein deutscher Kommunist, dem die Flucht aus dem Konzentrationslager gelang. Doch er soll auf einen anderen Posten in die Stadt abberufen werden. Nachdem er aber erfährt, dass Gertrud ihren verschollenen Ehemann Kalluweit für tot erklären lassen will, möchte er sie heiraten. Doch dann taucht plötzlich Emil Kalluweit wieder auf. Aus Westdeutschland. Er will sie überreden mit ihm zu gehen … (Text: ARD)

    Wege übers Land – Kauftipps

    Wege übers Land – Community

    W. Döbbert (geb. 1978) am 06.11.2015 09:38: Ich liebe diese Serie! Könnte mir vielleicht mal jemand die Frage beantworten, ob die Aufnahmen des Hofes, auf dem Gertrud Magd ist, in Zinow bei Neustrelitz entstanden sind?
    Mark Niebuhr (geb. 1962) am 17.04.2010: Ich sah diese Serie mehrmals. Sie gehört zu den besten Produktionen der DDR Filmgeschichte. Allerdings geht es nicht ohne entsprechende Propaganda. Zum Beispiel ist das Zusammentreffen einer Flüchtlingsfrau mit den Soldaten der Roten Armee ist alles andere als realistisch dargestellt. Jeder kann sich vorstellen, was da wirklich passierte. Under dem Gesichtspunkt dürften viele Zeitzeugen die Serie etwas kritischer betrachtet haben.
    Axel Bayerl (geb. 1957) am 14.04.2010: Ich habe damals den Film als 11 / 12 -jähriger Bengel gesehen und war tief beeindruckt von der ganzen Geschichte, denn im Gegensatz zu vielem Anderen war dieser Film doch sehr realistisch. Er zeigte deutlich die Verführbarkeiten im dritten Reich und in der DDR. Und er "verhohnepiepelte" an vielen Stellen den Sozialismus, wie er in der DDR von manchen dumpfigen Funktionären praktiziert wurde. Um einen noch besseren Eindruck von unserer Deutschen Demokratischen DDR zu bekommen, sollte man im Anshcluss gleich noch den Film Daniel Druskat zeigen, der die Geschichte auf seine Weise weitererzählt...
    Axel Bayerl (geb. 1957) am 14.04.2010: Am MOrd und Totschlag kanns nicht liegen: Der kommt in dieser beeindruckenden Geschichtsverfilmung reichlich vor. Vielleicht liegt es nur an den Verklemmungen, die manche immer noch bei guten DDR-Filmen haben...
    Manfred Grätz (geb. 1962) am 31.10.2009: Wenn man >Fernsehsehrien-auf-dvd.de< trauen kann, ist diese Serie für die Veröffentlichung im Quartal 1/2 2010 vorgesehen. Wollen wir hoffen, das es stimmt.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    5 tlg. DDR-Historiendrama von Martin Eckermann nach der Vorlage von Helmut Sakowski.

    Das mecklenburgische Dorf Rakowen im Jahr 1939: Die Magd Gertrud Habersaat (Ursula Karusseit) sucht Glück und menschliche Wärme. Sie wird beim Versuch, endlich eigenen Grund zu besitzen, Geliebte des reichen Leßtorff-Bauern (Armin Müller-Stahl), der sich aber nicht auf Dauer an sie binden will. Mit Hilfe der Gräfin Palvner (Angelica Domröse) macht er Karriere bei den Nationalsozialisten. Gertrud heiratet den landlosen Bauern Kalluweit (Erik S. Klein) und wird im besetzten Polen Bäuerin auf einem geraubten Hof. Beide machen sich zunächst mitschuldig an den Verbrechen am Nachbarvolk, aber dann rettet Gertrud polnische Partisanen und ein jüdisches Kind, Kalluweit flüchtet an die Front. Leßtorff, der zum Stab des Reichsgouverneurs Ranck gehört, hilft ihr, das Kind zu adoptieren. 1945 kehrt sie in ihr deutsches Heimatdorf zurück und unterstützt den kommunistischen Arbeiter Heyer (Manfred Krug), den sie schon aus dem Partisanenkreis in Polen kennt. Er will sie heiraten, doch da taucht der verschollene Kalluweit wieder auf, der sie überreden will, mit ihm nach Westdeutschland zu gehen.

    Die Folgen hatten Spielfilmlänge. Erst im Herbst 2005 brachte Sakowski eine Romanfassung des erfolgreichen Fernsehfilms heraus.

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