Mensch Marx: der Schauspieler August Diehl: Gleich seine erste Kinohauptrolle in dem Hacker-Drama „23 – Nichts ist so wie es scheint“ brachte ihm 1999 den Deutschen Filmpreis ein. Mittlerweile hat August Diehl für seine Theater- und Filmarbeit zahlreiche Preise gewonnen und in großen Hollywood-Produktionen wie „Inglourious Basterds“ und „Salt“ mitgespielt. Jetzt ist er „der junge Karl Marx“ in der gleichnamigen Filmbiografie von Raoul Peck. Das Historiendrama hatte auf der Berlinale Premiere und kommt am 2. März in die Kinos.
Bei Westart live erzählt August Diehl, warum ihn Weltverbesserer faszinieren, was ihn am Menschen Karl Marx beeindruckt und wieso Marx gerade heute hoch aktuell ist. Grenzgänger: der Musiker und Schauspieler Stefan Jürgens: Wenn Stefan Jürgens singt, erzählt er Geschichten aus dem Leben. „Grenzenlos Mensch“ heißt sein neues Album, das im März erscheint. „Der Titel ist bewusst doppeldeutig“, sagt er. „Es geht um die Situation an Europas Grenzen, aber auch um den einzelnen Menschen, der Grenzen überschreitet.“ Berühmt wurde der gebürtige Westfale in den 90er-Jahren mit der RTL-Comedy „Samstag Nacht“.
Dabei kann Stefan Jürgens nicht nur komisch. Seine Karriere begann er am Theater. Außerdem spielte er in vielen Kino- und TV-Produktionen mit (unter anderem „Tatort“ und „Soko Wien“). 2002 erschien seine erste CD. Seither ist er zweigleisig als Musiker und Schauspieler unterwegs. Zu Beginn seiner neuen Tour macht er bei Westart live Station. Die Lust am Möglichen: die Sopranistin Anna Lucia Richter: Sie ist eine echte Kölnerin – und so ist es kein Wunder, dass die Sopranistin Anna Lucia Richter als erste Gage ein Fläschchen mit „Echt Kölnisch Wasser“ erhielt.
Da war sie fünf und kippte sich gleich den ganzen Inhalt über den Kopf. Schon damals wusste sie, dass sie Sängerin werden wollte. Sie lernte bei ihrer Mutter, einer Gesangslehrerin, sang im Mädchenchor des Doms, studierte in Basel und Köln und gewann mehrere Wettbewerbe. Heute ist sie eine international gefragte Sopranistin, die sich besonders für Liedvertonungen und Improvisationen begeistert.
„Ich liebe den Möglichkeitssinn“, sagt sie, „alles könnte auch anders sein.“ Am 22. Februar tritt sie gemeinsam mit dem Pianisten Michael Gees in der Kölner Philharmonie mit einem Liederprogramm von Schumann, Britten und Brahms auf. Umzugschaos in Haus Lange: die Ausstellung „Die Zugezogenen“: Museum Haus Lange in Krefeld war einst das Wohnhaus der Fabrikantenfamilie Lange. Und so wird es das skandinavische Künstlerduo Elmgreen & Dragset auch wieder nutzen. Die beiden inszenieren den Einzug
einer fiktiven deutschen Familie, die wegen des Brexits aus Großbritannien flüchtet und nach Deutschland zurückkehrt.
Es ist ein Moment des Übergangs: Ausgepackte Kisten und Möbelstücke stehen neben vollen Kartons – Umzugschaos mit Symbolkraft. Mit subversivem Humor machen Michael Elmgreen und Ingar Dragset die kollektive Verunsicherung spürbar. Die Ausstellung „Die Zugezogenen“ ist vom 19. Februar bis zum 27. August zu sehen. Westart live-Reporterin Anja Backhaus hat sich schon mal in Haus Lange umgeschaut.
Rätselhafte Wirklichkeit: Doku über den Maler Neo Rauch: Neo Rauch ist ein Star der internationalen Kunstszene. Seine Werke hängen in den renommiertesten Museen und erzielen auf dem Kunstmarkt Höchstpreise. 1960 in Leipzig geboren, ist er bis heute heimatverbunden. Seine Bilder kreisen um die eigene Lebensgeschichte und um die Frage nach dem Woher und Wohin. Mit Anklängen an Pop Art und Surrealismus beschwören sie Stimmungen und Erinnerungen, bewegen sich im schillernd-irritierenden Raum zwischen Traum und Wirklichkeit.
Die Filmemacherin Nicola Graef hat den Künstler begleitet, mit ihm und seiner Frau, der Malerin Rosa Loy, mit Sammlern, Galeristen und Mitarbeitern gesprochen. Das Porträt „Neo Rauch – Gefährten und Begleiter“ startet am 2. März in den Kinos. Schönheit und Schrecken: Gero von Randow über Revolutionen: Aufstand, Rebellion, Revolution: Wenn sich das Volk gegen die Mächtigen erhebt, werden ungeheure Energien frei. Das wissen wir aus der Geschichte, zum Beispiel aus der Französischen oder der Oktoberrevolution.
Wir erleben es aber auch in der Gegenwart: auf dem Tahrir-Platz in Kairo, dem Maidan in Kiew oder im „Arabischen Frühling“. Der Journalist Gero von Randow hat ein Buch über Revolutionen geschrieben. Warum faszinieren sie uns, obwohl sie nur selten ihr Ziel erreichen? Was treibt sie an? Wo führen sie hin? Im Westart live-Studio erläutert er, warum die Zeit der Revolutionen nicht vorbei ist. Kunst in 60 Minuten: Stefan Zöllner: Fundstücke aus unserem Alltag anders gesehen: Der in Köln lebende Künstler Stefan Zöllner schafft aus gewöhnlichen Gegenständen außergewöhnliche Installationen, transformiert sie, setzt sie in Bewegung, baut Apparate und Maschinen.
So entstehen neue Bedeutungsräume – magisch, kurios, verstörend. Bei Westart live stellt er „Transnature“ vor, eine Installation, für die er Fundstücke aus dem Rhein mit minimalistischen Eingriffen verändert. Plastikmüll und Lebewesen, Artefakt und Natur prallen aufeinander und verbinden sich zu etwas Neuem. Außerdem: Der Scheck ist da! Hymne oder Verriss? Diesmal stellt unser Literaturkritiker Denis Scheck „Der große rote Sohn“ von David Foster Wallace und „Der König der Tiere“ von Jürgen von der Lippe vor. (Text: WDR)
Deutsche TV-PremiereMo. 20.02.2017WDR
Sendetermine
Mo. 20.02.2017
22:40–00:00
22:40– NEU
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