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    • Folge 36

      „Im Zweifel für den Zweifel“. Ausstellung über Verschwörungstheorien im NRW-Forum:

      War 9/11 eine US-amerikanische Inszenierung? Regieren Reptiloiden die Welt? Ist die Bundesrepublik kein Staat, sondern bloß eine Firma? In Zeiten von Fake News haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Selbst die krudesten Ideen finden ihre Anhänger – vorausgesetzt sie haben genügend Resonanz auf Facebook, Twitter und Co. Konspirative Erzählungen setzen auf die Macht des Zweifels: „Nichts ist, wie es scheint“. Dabei ist gerade der Zweifel ihr stärkstes Gegengift. Im NRW Forum bringt eine Gruppe internationaler Künstler Licht ins Halbdunkel der Verschwörungstheorien. Was können wir glauben? Wem können wir trauen? Die Ausstellung „Im Zweifel für den Zweifel“ ist bis zum 18. November in Düsseldorf zu sehen.

      Die andere Seite von #MeToo: Der Film „Alles ist gut“:

      „Alles ist gut“ – diesen Eindruck würde Janne (Aenne Schwarz) gern vermitteln. Doch nichts ist gut seit jener Nacht, als Martin (Hans Löw) gegen ihren Willen Sex mit ihr hatte. Janne will auf keinen Fall Opfer sein. Deshalb geht sie über die Vergewaltigung hinweg, als sei nichts geschehen – nicht aus Scham, sondern weil sie nicht in die Rolle der traumatisierten Frau schlüpfen will. Doch der Widerspruch zwischen äußerer Gelassenheit und innerem Aufruhr droht sie zu zerreißen. Von den Folgen ihres Schweigens erzählt Eva Trobischs mehrfach ausgezeichneter Debütfilm „Alles ist gut“ – ein außergewöhnlicher Beitrag zur #MeToo-Debatte. Am 27. September kommt der Film in die Kinos.

      Hochspannung am Hellweg: Festival für Krimifans: Grauen, Gruseln, Gänsehaut:

      Der Hellweg wird Schauplatz fiktiver Verbrechen! Zum neunten Mal lädt Europas größtes Krimifestival in die Region zwischen Gelsenkirchen und Oelde, Lüdenscheid und Lünen. Bis zum 10. November gibt es an außergewöhnlichen Orten rund 200 Veranstaltungen mit 180 deutschen und internationalen Thrillerautoren, darunter etlichen Stars der Szene. Damit auch der Nachwuchs nicht zu kurz kommt, wird in diesem Jahr erstmals ein Förderpreis vergeben. Westart hat Melanie Raabe, Shootingstar unter den Krimiautoren, zur Lesung ihres dritten Romans begleitet.

      Faszination des Abgrunds: die Krimiautorin Melanie Raabe zu Gast im Studio:

      Vier abgelehnte Romane und dann ein Megaerfolg: Mit ihrem Psychothriller „Die Falle“ hat Melanie Raabe 2015 geschafft, wovon viele junge Autoren träumen. Für die Wahlkölnerin mit westafrikanischen Wurzeln, 1981 in Jena geboren und nach der Wende in NRW aufgewachsen, war es ein Karrieresprung von null auf hundert. Nach „Die Wahrheit“ (2016) ist in diesem Sommer ihr dritter Roman „Der Schatten“ erschienen. Auch diesmal erzeugt sie schon auf den ersten Seiten einen derartigen Sog, dass das Buch zum Pageturner wird. Inzwischen erscheinen ihre Romane in über 20 Ländern, und auch Hollywood hat ihre Stoffe entdeckt. Bei Westart erzählt Melanie Raabe, warum sie sich gegen rechts engagiert.

      Maßarbeit. Wie Designer Tiere sehen:

      Kuscheltier oder Jagdtrophäe? Bester Freund oder Festtagsbraten? Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist komplex und voller Widersprüche. Tiere werden gezüchtet und gestylt, bei Experimenten missbraucht und zu Rohstofflieferanten umfunktioniert. Was dabei herauskommen kann, wenn der Mensch Schöpfung spielt, das zeigt die Ausstellung „Kreaturen nach Maß“ im Museum Marta in Herford. Internationale Designer und Künstler werfen einen Blick in die Zukunft. Ihre Entwürfe sind kurios und komisch, manchmal aber auch erschreckend ernst. Zu sehen bis zum 6. Januar 2019.

      Jung, wild und (laut-)stark: der Schlagzeuger Alexej Gerassimez:

      Für Alexej Gerassimez ist jeder Gegenstand ein Instrument – vorausgesetzt er klingt gut. Dann reicht auch mal ein Tisch oder Topf, um darauf furiose Rhythmen zu zaubern. 1987 in Essen geboren, wuchs Alexej Gerassimez in einer Musikerfamilie auf. Schon als Kind war er fasziniert von den Klängen und Rhythmen des Alltags. Er studierte u.a. bei dem international gefeierten Percussionisten Peter Sadlo und gewann zahlreiche Wettbewerbe. Bereits 2012 veröffentlichte er ein ganzes Album mit Eigenkompositionen. Neues zu entdecken, Grenzen zu überschreiten und das Publikum zu überraschen – dafür brennt er. Und so kommen in seinen Konzerten neben Trommel, Pauke und Becken auch Bremsscheiben, Fässer, und Schiffsschrauben zum Einsatz. Live zu erleben ist der Schlagzeugvirtuose am 27. und 28. September in der Essener Philharmonie.

      Simultanaktion: „Die Parallelwelt“ in Dortmund und Berlin:

      So nah sind sich Dortmund und Berlin schon lange nicht mehr gekommen. Möglich gemacht hat das Regisseur Kay Voges mit der weltweit ersten Simultanpremiere. Seine Inszenierung „Die Parallelwelt“ verzahnt das Schauspiel Dortmund mit dem Berliner Ensemble per Video und Live-Übertragung. Das Stück begleitet die Hauptfigur Fred von der Wiege bis zur Bahre. Während Fred in Berlin auf der Bühne gerade geboren wird, haucht er in Dortmund sein Leben aus. Bis sich beide Freds in der Mitte, bei der Hochzeit, direkt begegnen. „Parallelwelt“ spielt mit der Idee, dass es uns mehr als einmal gibt. Westart über ein Experiment, das unsere Gewissheiten über Raum und Zeit ins Schwanken bringt. Weitere Aufführungen: 28. und 31. Oktober, 16. November und 7. Dezember. (Text: WDR)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 24.09.2018 WDR

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      30.09.201807:50–08:30WDR
      07:50–08:30
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      24.09.201822:40–23:20WDR NEU
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