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    - Frankreich: Brennpunkt Schulen „Ich bin Schülerin in Sevran – natürlich ist ein Riesenloch in der Decke meines Klassenzimmers“ – das Video, in dem sich Schüler und Lehrer über den Zustand ihrer Schule lustig machen, hat hunderttausende Likes in den sozialen Medien. Aber lustig ist der Alltag in vielen Schulen Frankreichs nicht gerade: Es fehlt an vielem. Seit Tagen blockieren Jugendliche daher ihre Gymnasien – begleitet von Gewalt seitens der Schüler und der Polizei. Der „Weltspiegel“ besucht die Schule in Sevran und begleitet wütende Schüler, solidarische Lehrer und besorgte Eltern nach Paris zu einer großen Demonstration: Sie fordern mehr Lehrpersonal, bessere Ausstattung der Schulen und die Abschaffung des umstrittenen Zulassungsverfahrens für die Universitäten. (Sabine Bohland, ARD Paris) – Jemen: Salz fürs Überleben im Krieg Der Krieg im Jemen spitzt sich wieder zu: Die Huthi bedrohen weiterhin die wichtige Schifffahrtsroute durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab. Doch an der Küste geht es für die Menschen um unmittelbare Fragen des Überlebens: Jumaa steht knietief im Wasser und schöpft mit einer Schaufel salzhaltigen Schlamm aus flachen Becken am Golf von Aden. Sie lässt das Wasser verdunsten, sammelt die Salzkristalle und trägt sie in Säcken ans Ufer. „Diese Arbeit ist hart, aber sie ernährt meine Familie“, sagt sie. Für Jumaa und rund 500 andere jemenitische Frauen ist das Salzgeschäft die Lebensgrundlage. Auch Fischer Mubarak lebt vom Meer. Jeden Morgen fährt er hinaus, obwohl die Lage rund um die Meerenge Bab al-Mandab immer gefährlicher wird: „Die Seewege gehören allen, sie müssen frei sein“, sagt er. Er fürchtet, dass die Huthi weiter vorrücken und auch seine Heimatstadt Mukalla erreichen. (Ramin Sina, ARD Kairo) – Großbritannien: Kicken gegen die Kilos Schuhe aus, rauf auf die Waage: Jeden Dienstag beginnt so der Abend für Dutzende Männer beim Fußballtreff im Londoner Osten. Ihr Fitnesstrainer Bob notiert das Gewicht, dann geht es raus auf den Platz. Und so geht es im ganzen Land zu. In der „Man v. Fat“ Fußball-Liga herrschen besondere Regeln: Es zählt nicht nur, wer die meisten Tore schießt, sondern auch, welche Mannschaft am meisten abnimmt. Mitspielen darf jeder mit einem BMI über 27. Alle wollen „the biggest looser“ werden und den Abnahmerekord schaffen. Es geht aber nicht nur um Gewicht, sondern auch um Gemeinschaft, darum, die Männer zum Reden zu bringen, sagt Bob. (Mareike Aden, ARD London) – China: Datingkurs zwischen Liebe und Heiratsdruck In China gibt es 30 Millionen mehr Männer als Frauen. Die Chancen, eine Partnerin oder Ehefrau zu finden, stehen für viele Chinesen nicht allzu gut. Datingkurse für Männer sind daher extrem beliebt. Da geht es dann darum, an den eigenen Skills zu feilen: Aussehen, Auftreten, Konversationsfähigkeiten. Lieber selbst die Liebe suchen, als dieses Feld den Eltern zu überlassen. Die üben oft Druck aus und halten sogar auf Heiratsmärkten Ausschau nach Ehepartnern für ihre Kinder. Die Heiratsrate in China ist historisch niedrig. (Marie von Mallinckrodt, ARD Peking) – Mexiko: Truckerinnen unterwegs zwischen Freiheit und Gefahr 1500 Kilometer allein am Steuer eines Lastwagens, von Puebla nach Cancún. Für Cecilia Rosales ist das Alltag. Seit zehn Jahren fährt sie Lkw auf Mexikos Fernstraßen – in einer Männerdomäne und auf Routen, auf denen Überfälle zum Risiko gehören. Welche Regeln die Truckerin unterwegs beachtet, wie sie sich nachts schützt, und warum Cecilia diesen Beruf trotzdem liebt. Denn der Lkw bedeutet für sie nicht nur Gefahr und Verzicht, sondern auch ein eigenes Einkommen und die Unabhängigkeit, für die sie lange kämpfen musste. Noch immer sind weltweit nur wenige Lkw-Fahrer Frauen, doch angesichts des Fahrermangels versucht die Branche zunehmend, mehr von ihnen ans Steuer zu holen. (Marie-Kristin Boese, ARD Mexiko-Stadt) (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere So. 11.10.2026 Das Erste
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    Deutsche TV-Premiere So. 18.10.2026 Das Erste
  • 45 Min.
    Deutsche TV-Premiere So. 25.10.2026 Das Erste
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    Kann Benjamin Netanjahu noch einmal an der Macht bleiben? Seit fast 18 Jahren prägt er Israel wie kein anderer Politiker. Doch nach dem Sicherheitsversagen vom 7. Oktober 2023, Korruptionsvorwürfen und einem internationalen Haftbefehl wächst der Druck. Gleichzeitig hält seine Anhängerschaft fest zu ihm – und eine weitere Amtszeit scheint möglich. Wer kann Netanjahu gefährlich werden? Das ARD-Studio Tel Aviv begleitet Menschen, die einen politischen Wechsel wollen: Friedensaktivisten, arabische Israelis und Herausforderer aus dem Mitte-Rechts-Lager. Sie kämpfen um Stimmen, um Vertrauen – und um die Frage, ob Israel nach Jahren der Polarisierung einen anderen Weg einschlagen kann. „Alle gegen Netanjahu?“ zeigt einen Wahlkampf unter Hochspannung: Wie stark ist der Langzeit-Premier wirklich? Können seine Gegner die zersplitterte Opposition bündeln? Und gibt es noch Hoffnung auf einen neuen politischen Anlauf – auch im Verhältnis zu den Palästinensern? (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 26.10.2026 Das Erste
  • 45 Min.
    Deutsche TV-Premiere So. 01.11.2026 Das Erste
  • Folge 3028 (45 Min.)
    Gedenkstätte für Renee Good, die am 07. Januar von ICE-Beamten getötet wurde.
    Amerika unter Trump 2 – bald ist Halbzeit. Die Midterms stehen an. Von außen gesehen scheinen die USA sich rasant zu verändern. Die Angriffe auf die Demokratie, die Korruption, der Krieg gegen den Iran, die steigenden Preise. Und was tut sich im Land selbst? Donald Trumps Beliebtheitswerte sind schlecht – viele sehen in den Midterms auch die Möglichkeit, ihre Unzufriedenheit mit der Regierung Trump zum Ausdruck zu bringen. Wieviel Unterstützung gibt es für Trumps Veränderungen und wo gibt es Widerstand? ARD-Korrespondentin Gudrun Engel macht sich auf den Weg, tausende Flugkilometer durch das riesige Land mit der Frage: Bröckelt Trumps Macht? Es ist nicht einfach herauszufinden, was genau sich an das Basis verändert – abgesehen natürlich von den gestiegenen Preisen. Erste Station: Minneapolis, wo ICE-Beamte Trumps rigide Einwanderungspolitik mit aller Härte durchgesetzt haben, wo zwei Menschen erschossen wurden. Hier sind die Veränderungen deutlich spürbar: Gudrun Engel trifft auf traumatisierte Menschen, die kämpferisch sagen: Nicht mit uns! Krankenschwester Melina, Mutter von zwei Kindern und amerikanische Staatsbürgerin, wurde auf dem Weg nach Hause von ICE-Beamten angehalten und verhaftet, nur weil sie aussieht wie eine Latina. Es sei schwer, dem eigenen Land noch zu vertrauen, wenn man genau wisse, dass es noch einmal passieren könne, erzählt Melina. Sie habe zwar einerseits viel Rückhalt bekommen, aber von Trump-Unterstützern auch Ablehnung erfahren, sogar von den eigenen Nachbarn. „Meine größte Sorge ist, dass zu viele Menschen den Lügen und der Desinformation glauben“, sagt Carrie Humphries aus Minneapolis. Sie nimmt regelmäßig an Treffen teil, bei denen besorgte Bürger sich auf einen möglichen Angriff auf die Demokratie am Wahltag vorbereiten. Was kann man konkret tun, wenn man den Eindruck bekommt, dass Wähler daran gehindert werden, ihre Stimme abzugeben? – Solche Fragen spielen sie durch. Shay Myers bewirtschaftet in dritter Generation eine große Farm in Idaho und hat bei den Präsidentschaftswahlen Trump gewählt. Jetzt zweifelt er an ihm, verzweifelt an Trumps Migrationspolitik: „Wenn wir alle Arbeiter aus Lateinamerika einfach rauswerfen, werden wir verhungern.“ Myers ist mit Einwandererkindern aufgewachsen, ist mit vielen von ihnen befreundet. „Wir kennen ihre Kultur, sprechen ihre Sprache, wie kann man dann darüber nachdenken, sie alle nach Hause zu schicken?“ Aber in seiner eigenen Familie wird über diese Frage heftig gestritten, wie an vielen anderen Orten der USA. Von heute auf morgen kein Einwanderungsland mehr zu sein, ist eben nicht so einfach. Und dann hat Shay auch noch mit den gestiegenen Preisen zu kämpfen. Trump hat den Iran angegriffen, der die Straße von Hormus blockiert, Benzin, Diesel und Dünger deutlich teurer geworden. Hinzu kommt die Debatte um Zölle, die für den Farmer eine ständige Unsicherheit bringt. Trump nennt seine Amtszeit „die goldenen Zeiten von Amerika“. Immer wieder zählt er seine angeblichen wirtschaftlichen Erfolge auf. Feiert sich bei einem extra einberufenen Parteitag. Aber es geht auch um eine kulturelle Wende, weg von einem vermeintlich woken Amerika. Dafür feiern ihn seine Anhänger aus dem MAGA-Lager. Bei Turning Point USA, einer MAGA-Nachwuchsschmiede, sehen sie das Land auf einem guten Kurs. Endlich, so sagt auch Luis Vasquez, könne man sich von einer linken Elite an der Macht und in den Universitäten befreien. Regelmäßig treffen sie sich an seiner Uni in Florida, um über ihre Gesellschaftsvorstellungen zu diskutieren und weitere Mitstreiter zu gewinnen. Der Präsident, der bei den Midterms gar nicht zur Wahl steht, zieht auf der politischen Bühne alle Register, um bei den Wahlen Verluste für seine Partei, die Republikaner, zu verhindern. Trump will Neuzuschnitte von Wahlkreisen, Wahlgesetze verändern, redet jetzt schon von möglichem Wahlbetrug. Ob das am Ende funktioniert? „Immer mehr Menschen, die es früher nicht wichtig fanden, zur Wahl zu gehen, wachen nun auf“, so Musiker Butchy Austin. Man habe eben immer die Wahl, man müsse nur das Richtige tun. (Text: ARD)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 02.11.2026 Das Erste

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