• Folge 1 (53 Min.)
    Was geschieht im Inneren unserer Zellen? Wie entstehen Gesundheit und Krankheit? Und welche Möglichkeiten eröffnet die Forschung, wenn sie die kleinsten Bausteine des Lebens immer genauer versteht? Den Ausgangspunkt bildet die Geschichte von Henrietta Lacks. Sie stirbt 1951 in Baltimore an Gebärmutterhalskrebs. Doch ihre Zellen leben weiter. Die sogenannten HeLa-Zellen werden bis heute in Laboren auf der ganzen Welt vermehrt und haben die moderne Medizin entscheidend geprägt. Ihre Geschichte eröffnet den Blick auf eine Welt, die lange verborgen blieb: das komplexe Innenleben unserer Zellen. Dank neuer Mikroskopie-Verfahren können Forschende heute beobachten, was dort geschieht. Im Zellinneren arbeiten Proteine, molekulare Motoren und Mitochondrien auf engstem Raum zusammen. Sie erzeugen Energie, transportieren lebenswichtige Stoffe und koordinieren die Abläufe des Lebens. Was unsichtbar erscheint, bestimmt jeden Moment unseres Daseins. Wie eng diese Prozesse mit persönlichen Schicksalen verbunden sind, zeigt der ehemalige Profifußballer Sergi Samper. Trotz Typ-1-Diabetes spielt er jahrelang auf höchstem Niveau. Seine Geschichte verdeutlicht, welche Folgen es hat, wenn das Hormon Insulin fehlt und die Energieversorgung der Zellen aus dem Gleichgewicht gerät. Eine weitere Geschichte führt nach Boston. Dort schwebt die kleine Georgia nach ihrer Geburt in Lebensgefahr, weil ihr Herz schwer geschädigt ist. Als kaum noch Hoffnung besteht, entscheiden sich die Ärzte für einen außergewöhnlichen Eingriff: Sie übertragen gesunde Mitochondrien aus ihren eigenen Zellen in das geschädigte Herzgewebe. Zwischen bahnbrechender Forschung und persönlichen Schicksalen entsteht das Bild einer Wissenschaft im Aufbruch. Je besser Forschende die Vorgänge in unseren Zellen verstehen, desto gezielter können sie Krankheiten behandeln. Wie weit wollen wir in die Prozesse des Lebens eingreifen? (Text: arte)
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  • Folge 2 (54 Min.)
    Warum altern wir? Lässt sich das biologische Altern verlangsamen? Können genetisch veränderte Tierorgane Leben retten oder ausgestorbene Arten zurückgebracht werden? Die Zellforschung sucht heute Antworten auf Fragen, die lange wie Science-Fiction klangen. Im Mittelpunkt stehen die grundlegenden Prozesse des Lebens: Zellteilung, Energiegewinnung und die Mechanismen des Alterns. Forschende entdecken, dass alternde Zellen nicht nur selbst ihre Funktion verlieren, sondern auch gesundes Gewebe beeinflussen können. Neue Wirkstoffe sollen diese Prozesse gezielt verändern und damit die Zeitspanne verlängern, in der Menschen gesund bleiben. Wie eng wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Schicksale miteinander verbunden sind, zeigt die Geschichte von Towana Looney. Nach Jahren an der Dialyse erhält sie als eine der ersten lebenden Patientinnen eine genetisch veränderte Schweineniere. Der Eingriff steht beispielhaft für die Hoffnungen und Risiken einer Medizin, die zunehmend an den Grundlagen des Lebens ansetzt. In Kenia kämpfen Forschende und Wildhüter um das Überleben des Nördlichen Breitmaulnashorns. Sie versuchen, eine nahezu ausgestorbene Tierart zu retten. Dazu wollen sie aus Hautzellen neue Keimzellen gewinnen. Was zunächst wie Science-Fiction klingt, wird inzwischen auch mit Blick auf mögliche Anwendungen beim Menschen erforscht. Doch mit jeder neuen Erkenntnis stellt sich auch eine gesellschaftliche Frage: Wie weit wollen wir eingreifen? Und welche Grenzen sollten wir uns dabei setzen? (Text: arte)
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