Vatti machte Mädchen durch geistige Reinigung zu Engeln.
Bild: SRF/Fabian Kimoto
Paul Baumann, bekannt als «Vatti», kontrollierte über Jahrzehnte das Leben seiner Mitglieder bis ins Intimste. Mädchen wurden früh von ihren Familien getrennt und im Glauben erzogen, sie könnten sich geistig so weit entwickeln, dass sie noch zu Lebzeiten zu Engeln würden – ein Versprechen, das Baumann nutzte, um sie systematisch zu manipulieren und zu missbrauchen. Doch mit den Jahren regte sich Widerstand. Die heranwachsenden Mädchen begannen zu rebellieren – wurden zu mutigen jungen Frauen, die trotz Angst und Isolation ihre Stimme erhoben und «Vatti» schliesslich zu Fall brachten. Anhand von Aussagen ehemaliger Mitglieder, Zeitzeuginnen und Expertinnen, bislang unveröffentlichtem Archivmaterial sowie fiktionalisierten Szenen rekonstruiert
die Serie Aufstieg, Fall und Fortbestand eines abgeschotteten Systems aus Glauben, Angst und Abhängigkeit. «Der Engelmacher» enthüllt erstmals, dass der Missbrauch durch Paul Baumann weit länger andauerte, als bislang öffentlich bekannt war.
Episode 2: Engelskinder
Die Methernitha rekrutiert Minderjährige – auch aus Frankreich. Mädchen, die als besonders rein gelten, werden isoliert und im Glauben erzogen, durch Vattis sogenannte «geistige Reinigung» zu Engeln zu werden – ein Versprechen, das systematischen Missbrauch verschleiert. Als Sonja, ein neues Mitglied, die Übergriffe erkennt und die Mädchen aufklärt, verunfallt sie schwer und entgeht knapp einem Mordversuch.
Erstausstrahlung: 27.08.2026 (Text: SRF)