Rettung der Naturparadiese Folge 2: Gequältes Paradies – Das Naturreservat Bosawas in Nicaragua
Folge 2
2. Gequältes Paradies – Das Naturreservat Bosawas in Nicaragua
Folge 2 (43 Min.)
Indiana Fuentes gilt im wilden Norden Nicaraguas als gefährlicher Eindringling. Wenn die 32-jährige Staatsanwältin für Umweltschutz durch die Dorfstraßen läuft, folgen ihr lauernde, feindselige Blicke. Wenn sie auf Ermittlung tief in den Wald reitet, schützen sie Kalaschnikovs. Vor kurzem raunte ihr ein Mann zu: „Bald wirst du mit dem Rücken nach oben in unserem Fluss treiben.“ Indiana Fuentes erhält Todesdrohungen, weil sie den größten verbliebenen Regenwald Mittelamerikas schützt: Bosawas – das sind 7.400 Quadratkilometer teils bergiges Land, das hunderte Flussläufe und Bäche durchziehen, ein Refugium für tausende Tier- und Pflanzenarten.
Der Wasserreichtum des Gebiets sorgt für eine üppige Vegetation, die in Teilen noch völlig unerforscht ist. 1997 wurde es durch die UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Das an der Grenze zu Honduras gelegene Bosawas ist schwer kontrollierbar, ein durch Siedler, Holzfäller und Goldsucher gefährdetes Paradies. Jaguare, Tapire, Tucan-Papageien und Brüllaffen ziehen sich immer tiefer in den Wald zurück, Rotzeder- und Mahagonibäume ragen immer seltener empor.
Im Kanu, mit dem Maulesel oder dem Motorrad schlägt sich Staatsanwältin Fuentes zu ihren Ermittlungszielen durch und stößt dabei auf ablehnende Siedler, korrupte Beamte und
schwer bewaffnete Holzfäller. Sie ist eine einsame Kämpferin – eine, die sich nicht nur für den Regenwald, sondern auch für die ursprünglichen Bewohner des Regenwaldes einsetzt: die Mayangna-Indianer. Diese wurden von den Kolonisatoren einst versklavt und von anderen Indianer-Stämmen bekriegt.
Noch vor zwei Jahrzehnten waren sie Jäger und Sammler. Erst in jüngster Zeit wandelten sie sich zu Bauern und verloren dabei ihre Kultur. In ihren Dörfern gibt es weder elektrischen Strom noch fließendes Wasser, kaum ärztliche Versorgung, meist auch keinen Lehrer – wie etwa in Kudahwas, dem Dorf von Rigoberto Palacio. Zumindest für die jüngsten seiner fünf Kinder hofft der 38-jährige Indianer, dass sie dem Teufelskreis von Armut und Analphabetismus entfliehen und eine Schule besuchen werden.
Deshalb begibt er sich auf eine Reise bis zur Goldstadt Bonanza am anderen Ende des Reservats. Er will für sich und die 28 Familien Kudahwas einen Weg in die Zukunft finden: Wohlstand, Identität und Verbündete wie Indiana Fuentes, die gegen Landräuber und Holzfäller auf Mayangna-Land vorgeht. Die Dokumentation begleitet die Staatsanwältin auf ihren gefährlichen Fahndungs-Expeditionen in den Regenwald und den Mayangna-Indianer Rigoberto Palacio auf seiner Reise der Hoffnung durch das gequälte Paradies Bosawas. (Text: arte)
Deutsche TV-PremiereDi. 29.06.2004arte
Sendetermine
Di. 14.06.2005
18:15–19:00
18:15–
Di. 07.06.2005
19:00–19:45
19:00–
Di. 06.07.2004
14:00–14:45
14:00–
Di. 29.06.2004
19:00–19:45
19:00– NEU
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