Rettung der Naturparadiese Folge 1: Die Gorillas der Vulkanberge – Der Kahuzi-Biéga-Nationalpark im Kongo
Folge 1
1. Die Gorillas der Vulkanberge – Der Kahuzi-Biéga-Nationalpark im Kongo
Folge 1 (43 Min.)
Wenn Carlos Schuler seine Schützlinge sehen will, dann muss er kilometerlange Wege durch das Dickicht des Dschungels auf sich nehmen. Und jedes Mal treibt ihn die Angst, es könnte wieder einer fehlen, spurlos verschwunden, dessen Skelett er dann Monate später finden wird – ein Opfer marodierender Soldaten oder hungriger Wilderer. Im 6.000 Quadratkilometer großen Kahuzi-Biega-Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo leben die letzten Flachlandgorillas. Hier begann Dian Fossey ihre Forschungen zu ihrem Spielfilm „Gorillas im Nebel“.
Die Spezies ist bedroht durch die ständigen Kriege in der Region, aber auch durch die ebenfalls dort lebenden Pygmäen, die die Gorillas jagen, um ihr Fleisch zu essen oder zu verkaufen. Wie viele Gorillas die Massaker überlebt haben, kann keiner sagen – sicher ist nur, dass es immer weniger wurden und die fünf Familien, die an Menschen gewöhnt waren, sich immer weiter in das unzugängliche Hochland des Nationalparks zurückzogen. Carlos Schuler, ein ehemaliger Ski- und Tauchlehrer, kam vor 20 Jahren in den Kongo und machte den Schutz der Gorillas zu seiner Lebensaufgabe.
1996 übernahm er die Leitung des GTZ-Projektes in dem Nationalpark, der von dem Belgier Adrien Deschyrver 1970 gegründet worden war und der heute zum Weltnaturerbe der UNESCO zählt. Täglich
gehen Schuler und die Parkwächter – viele von ihnen ehemalige Wilderer – auf die Suche nach den Gorillas und nehmen dabei von Zeit zu Zeit Besucher mit. Durch den Tourismus zu den Gorillas, so hofft Schuler, wird der Park sich eines Tages selbst tragen können.
Die Begegnung mit Silberrücken wie dem 15-jährigen Chimanuka oder Mugaruka, der eine Hand in der Falle eines Wilderers verlor, ist für Besucher faszinierend. Mishebere, mit 1,80 Meter Größe und 180 Kilogramm Gewicht der imposanteste Silberrückengorilla, wurde noch von Deschryver an Menschen gewöhnt, doch nun ist er verschwunden – und seine 38-köpfige Familie ist ohne das Leittier in großer Gefahr. Carlos Schuler begibt sich zwischen die Kriegsfronten und handelt aus, dass weiter nach ihm gesucht werden darf.
Er setzt dafür sein Leben aufs Spiel – wie Deschryver, der 1989 ähnlich wie Dian Fossey unter ungeklärten Umständen ums Leben kam. Nach Monaten kann die Suche wiederaufgenommen werden – doch sie wird ein trauriges Ende finden. Eingebettet in die Suche nach Mishebere dokumentiert der Film die Begegnung mit den Gorillas und die Bemühungen des Parks um ihre Rettung. Großes Glück hatte das Kamerateam, als es noch vor den Parkwächtern das erste Neugeborene in der Gruppe Chimanukas entdeckte – ein Zeichen der Hoffung für den Weiterbestand des Parks. (Text: arte)
Deutsche TV-PremiereMo. 28.06.2004arte
Sendetermine
Mo. 13.06.2005
18:10–19:00
18:10–
Mo. 06.06.2005
19:00–19:45
19:00–
Mo. 05.07.2004
14:00–14:45
14:00–
Mo. 28.06.2004
19:00–19:45
19:00– NEU
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