Rettung der Naturparadiese Folge 3: Jäger am See der Geister – Der Pendjari-Nationalpark in Benin
Folge 3
3. Jäger am See der Geister – Der Pendjari-Nationalpark in Benin
Folge 3 (43 Min.)
Im Nationalpark Pendjari, einem der größten Savannenparks Afrikas, donnern nun wieder die Büchsen der Großwildjäger – für den Umweltschutz. Bestimmte Tiere wie Büffel, Antilopen oder Nilpferde dürfen seit kurzem geschossen werden, und die Leitung des Parks fördert die Safari sogar. Den Jägern werden Abschussquoten zugeteilt, sie bezahlen für jedes geschossene Tier. Die Abschussprämien decken hier mittlerweile mehr als ein Drittel der Ausgaben des Parks. Das Geld wird dringend benötigt, denn der Park im westafrikanischen Benin ist von Wilddieben und illegaler Landwirtschaft bedroht. Rund um den mystischen See „Mare Bori“ liegen die Fallen der Wilderer aus.
Wer in ein solches Schnappeisen gerät, hat kaum eine Überlebenschance. Die Menschen, die hier leben, sind traditionelle und gute Jäger. Das Töten der Tiere gehört zu ihrem Leben und zu ihrer Religion. Vor allem am heiligen See wurde und wird viel gejagt. „Wir sind diejenigen, die das Wilderei nennen“, meint der Parkdirektor achselzuckend. „Für die Menschen ist es der traditionelle Weg, die Ressourcen des Parks zu nutzen.“ Auch der Baumwollbauer Christophe oder die Austernfischerin Jeanne brauchen diese Ressourcen zum Leben. Was früher ihr Revier, ihr
Anbaugebiet war, gehört heute zum Naturschutzgebiet.
Die Schönheit der Natur ist für sie zweitrangig, es ärgert sie, dass die Elefantenbabys die Hirse vor ihnen abernten. Und die vielen Feuer, die die Parkverwaltung aus ökologischen Gründen legt, rufen in den Augen der Bevölkerung böse Geister auf den Plan. Damit der Park und seine einzigartige Tierwelt – auch für Touristen – langfristig bestehen bleibt, muss die Bevölkerung für die Erhaltung des Parks gewonnen werden. Sie werden mittlerweile vom Parkdirektor in Entscheidungen eingebunden und haben auch selbst einen Interessenverband gegründet.
Zusammen haben die Einheimischen und die Parkleitung nun beispielsweise die quotierte Jagd auf die meisten Tiere freigegeben – nur Elefanten, Löwen und der Leopard, das Wappentier des Parks, sind geschützt. Da verdient sich nun Christophe als Wildhüterassistent etwas dazu; und wenn das Fleisch eines geschossenen Tieres an die Einheimischen verteilt wird, ist das Grund genug für ein Fest. Der Film schildert das Problem der Rettung des Naturparadieses aus der Sicht der Protagonisten, die im Park wohnen oder arbeiten. Er zeigt, wie schwierig es ist, ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Natur und des Menschen herzustellen. (Text: arte)
Deutsche TV-PremiereMi. 30.06.2004arte
Sendetermine
Mi. 15.06.2005
18:15–19:00
18:15–
Mi. 08.06.2005
19:00–19:45
19:00–
Mi. 07.07.2004
14:00–14:45
14:00–
Mi. 30.06.2004
19:00–19:45
19:00– NEU
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