unvollständige Episodenliste, Seite 4

  • Hawa hat eigentlich schlechte Chancen: In Sierra Leone gibt es laut Weltgesundheitsorganisation je 100.000 Einwohner nur eine Handvoll Ärzte. Und Klinken, die sich mit der Behandlung von Diabetes-Patienten auskennen, sind erst recht rar. Ebenso das lebensrettende Medikament Insulin, das teilweise in privaten Koffern ins Land gebracht wird – als Spenden aus den Industrieländern. Dort ist Insulin jederzeit und überall erhältlich, in Ländern des Globalen Südens dagegen – wie in Sierra Leone – ist sogar weitgehend unbekannt, wie wichtig eine Ernährungsumstellung ist, wenn man an Diabetes erkrankt. Hawa leidet darunter, ihrer Familie zur Last zu fallen, aber sie findet Hilfe. (Text: Phoenix)
  • Comedy in Pakistan, das ist eigentlich eine Domäne der Männer. Sie dürfen Witze reißen und das Ekelpaket oder den Angeber spielen. Aber Frauen? Sie spielen allenfalls Mutter, Tochter, Schwiegermutter: das ist die Rollenauswahl. Nichts Individuelles, sondern Charaktere vom Fließband. Amtul will das ändern – und spielt deshalb in der Gruppe Khawatoons mit. „Khawateen“ heißt „Frauen“ auf Urdu, die Endung „toons“ spielt mit dem Wort „Cartoons“. Bei den Khawatoons werden alle Rollen von Frauen gespielt, und vorsichtig testen sie die Grenzen dessen aus, was in Pakistan auf einer Comedybühne gesagt werden kann. Denn auch und gerade über schwierige Themen wie sexuelle Gewalt, Abtreibung oder das Verhältnis der Geschlechter sollte man in einer Comedyshow reden können, finden sie. (Text: Phoenix)
  • Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mussten Zehntausende Juden weiter in Lagern leben, mitten in Deutschland. 78 Jahre später kehrt Joseph Alexander an den Ort zurück, an dem er auch nach seiner Befreiung noch Jahre verbringen musste. (Text: Phoenix)
  • Was bedeutet es für Rohingya-Frauen im größten Flüchtlingslager der Welt in Bangladesch zu leben? In einem Land, das sie nicht will. In einer Gesellschaft, die sie unterdrückt. In einem Lager, in dem Entführungen an der Tagesordnung sind. Sie sind staatenlos, dürfen nicht arbeiten, nicht in reguläre Schulen gehen und die Camps nur mit Sondergenehmigung verlassen. Untätigkeit, Frustration, unverarbeitete Traumata und eine sich ständig verschlechternde Sicherheitslage durch militante Gruppen: eine explosive Mischung, die die Situation der Frauen in der konservativen Gesellschaft fast unerträglich macht. Im Gegensatz zu den Männern haben sie kaum mehr Spielraum: Etwas zu lernen, sich draußen zu bewegen, ein soziales Leben zu haben – selbst auf die Toilette zu gehen, ist ein Sicherheitsrisiko. Aber es gibt Frauen, die die Chance auf Bildung ergreifen, die sich für sie im Lager zum ersten Mal bietet – auch wenn der Widerstand in der von Männern dominierten Gesellschaft groß ist. Eine Reportage von Birgitta Schülke, Naomi Conrad und Arafatul Islam. (Text: Phoenix)
  • Die meisten Flüchtlinge erleiden während ihrer Migration nach Europa ein Trauma, doch nur in den seltensten Fällen bekommen sie hier Hilfe. Unser Reporter war dabei, als eine syrische Familie aus dem Mittelmeer gerettet wird. (Text: Phoenix)
  • Ludovic-Mohamed Zahed ist Korangelehrter, Vorbeter – und schwul. Er plädiert für mehr Offenheit seines Glaubens gegenüber Homosexuellen. Den Traditionalisten in Marseille, wo er lebt, ist er damit ein Dorn im Auge. (Text: Phoenix)
  • Die Jagd auf Elefanten wird scharf kritisiert – jedenfalls von westlichen NGOs. In Botsuana, wo 130.000 Elefanten leben, sieht man das anders. Immer wieder kommt es in Botsuana zu Konflikten zwischen Menschen und Elefanten. Die großen und ungemein starken Tiere decken die Dächer von Hütten ab, zerstören Gehege und greifen mitunter sogar Menschen an. (Text: Phoenix)
  • Wie Russland in seinem Krieg gegen die Ukraine Ausländer einsetzt – häufig aus ärmeren Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Oscar Khagola Mutoka aus Kenia ist an der Front umgekommen – der Kubaner Yoan Viondi Mendoza wird vermisst – Arman Mondol schaffte es, in seine Heimat Bangladesch zurückzukehren. Drei Schicksale von jungen Männern, die für Russland in den Krieg gezogen waren. Viele dieser Kämpfer stammen aus armen und benachteiligten Verhältnissen – und wie sie in den Kriegseinsatz kommen, das erinnert in manchen Fällen an Menschenhandel. (Text: Phoenix)
  • Pembe Özkan ist aus Deutschland zurück in der Türkei gezogen. Hier ist sie geboren, hat aber fast ihr ganzes bisheriges Leben in Deutschland verbracht, ihr Coming-Out gehabt, eine Frau geheiratet. Nach der Trennung wollte sie zurück in ihr Heimatland, weil es sich dort günstiger leben lässt. (Text: Phoenix)
  • Eleni Myrivili hat die Aufgabe, das Überleben der griechischen Hauptstadt zu sichern. Als neu ernannte „Hitzebeauftragte“ soll sie Athen gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Die Millionenstadt ist schon heute im Sommer kaum erträglich. (Text: Phoenix)
  • Vor rund einem Jahr erschütterte ein heftiges Beben die Türkei, Hunderttausende verloren ihr Zuhause. Der Wiederaufbau läuft nur schleppend an. Das Haus von Engin Aşkar und seiner Familie wurde bei dem Erdbeben völlig zerstört, seitdem müssen sie in einem tristen Wohncontainer leben. Der türkische Präsident Erdogan hatte angekündigt, innerhalb eines Jahres mehr als 300.000 Wohnungen zu errichten, doch bislang sind viel weniger fertiggestellt worden. Auch Engin Aşkar fällt es schwer, optimistisch in die Zukunft zu blicken: „Wir reden uns ein, dass dieser Ort wieder aufersteht“, sagt er, „aber manchmal denke ich, dass wir uns nur etwas vormachen.“ (Text: Phoenix)
  • Seit fast einem Jahr dauern die Proteste gegen die politische Führung Serbiens bereits an. Zunächst vor allem Studenten, dann auch Arbeiter und Bauern demonstrieren für ein Serbien ohne Vetternwirtschaft und Korruption. (Text: Phoenix)
  • Junge Menschen sind vernetzt wie nie zuvor – und fühlen sich doch so isoliert wie nie. Warum trifft Einsamkeit besonders die Generation unter 30? (Text: Phoenix)
  • Iqra Nisar trägt Jeans und T-Shirt und sie rappt – eine Provokation, für die sie in ihrer Heimat Kaschmir beschimpft wird. Der Vorwurf: Rapperinnen würden „vulgäre westliche Kultur“ in der von Männern dominierten Gesellschaft verbreiten. Unter dem Künstlernamen Yung Illa tritt die 17-jährige Nisar als eine der ersten weiblichen Hip-Hop-Künstlerinnen der Region auf. Ihre Eltern lehnten ihre Entscheidung ab, professionelle Rapperin zu werden, und auch außerhalb der Familie stieß sie auf Widerstand, aber sie gab ihre Leidenschaft nicht auf. Und inzwischen sind die jungen Rapperinnen Vorbild für andere, die mit starren gesellschaftlichen Erwartungen brechen. (Text: Phoenix)
  • Bei mehreren Wahlen in Europa gab es zuletzt einen neuen Trend zu beobachten: Junge Wähler wenden sich zunehmend rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien zu. In den Niederlanden zum Beispiel waren es Forschern zufolge die 18- bis 34-Jährigen, die dem Rechtsaußen Geert Wilders bei der Parlamentswahl zum Sieg verhalfen. Auch in Italien regieren mit den ‚Fratelli d‘Italia’ eine Partei, die als postfaschistisch gilt. (Text: Phoenix)
  • Der deutsche Zahnarzt Alexander Schafigh und seine Tochter Ann Christin haben im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Chios eine Zahnklinik eröffnet. Der Bedarf ist riesig, denn Zähneputzen kommt bei einer Flucht oft zu kurz. (Text: Phoenix)
  • Auf dem damaligen Werksgelände von Union Carbide im indischen Bhopal ereignete sich vor 30 Jahren eine beispiellose Chemiekatastrophe. Aus Tank Nummer 610 strömten 42 Tonnen Methylisocyanat (MIC). Es dauerte nur zwei Stunden, bis sie sich verflüchtigt hatten. An den Folgen leiden die Menschen bis heute. 15.000 starben bereits. (Text: Phoenix)
  • In den USA unter Donald Trump verschmelzen Religion und Politik zunehmend. Während der US-Präsident sich mit Pastoren und religiösen Führern umgibt, entdecken immer mehr junge konservative Männer den christlichen Glauben neu. Auf der größten konservativen Veranstaltung der USA, der CPAC, treffen wir junge Männer, die in der Religion weit mehr sehen als Spiritualität: Orientierung, Gemeinschaft, traditionelle Werte – und eine Antwort auf die Sinnsuche ihrer Generation. (Text: Phoenix)
  • Südkoreas 4-B-Bewegung ist die wohl konsequenteste und radikalste Abkehr vom Patriarchat: kein Sex, kein Dating, keine Ehe, keine Kinder. Dafür gibt es sozioökonomische Gründe, aber für viele Frauen ist dies auch eine bewusste Entscheidung, patriarchale Strukturen abzulehnen. Die jedoch gehören nach wie vor zum Gesellschaftsbild Südkoreas. (Text: Phoenix)
  • Der Balchasch-See im Südosten von Kasachstan wird immer kleiner. Für Fischer wie Erbolgan Erbosynov steht die Existenz auf dem Spiel. Denn Fisch bedeutet ihm alles: sein Auskommen, seine Kultur, seine Tradition. (Text: Phoenix)

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