Fast acht Monate nach Nazanins Geiselnahme ist Weihnachten in London überschattet von ihrer Abwesenheit. Richards Hoffnung, die Enthüllung des 400-Millionen-Pfund-Waffendeals könnte ihre Freilassung bewirken, schwindet. Auch die Beziehung zu Tochter Gabriella leidet: Kontakt gibt es nur per Video, ihr Englisch ist fast verschwunden. Dann ein Lichtblick: Nach neun Monaten Einzelhaft wird Nazanin in den Frauentrakt des Evin-Gefängnisses verlegt. Dort findet sie Trost bei anderen politischen Gefangenen, teilt Mahlzeiten, liest und näht – ein Hauch von Normalität hinter Gittern.
Richard kämpft weiter. Doch die Regierung weigert sich, die Schulden zu begleichen, die Nazanins Freilassung ermöglichen könnten, und drängt stattdessen auf Gabriellas Rückkehr ohne ihre Mutter – was Richard ablehnt. Im
November 2017 verschärft Außenminister Boris Johnson die Lage mit der unkorrekten Äußerung, Nazanin habe Journalisten ausgebildet. Die Spionagevorwürfe gewinnen an Gewicht, ihre Berufung scheitert. Richard verschafft sich beim Außenminister Gehör und drängt auf Priorität für den Fall.
Hoffnung keimt auf, als Johnson einen Iran-Besuch ankündigt und die Begleichung der Schulden andeutet. Doch die Reise endet ohne Ergebnis. Nazanin erhält kurzen Hafturlaub – drei Tage, in denen sie Gabriella endlich wieder in den Armen hält. Zurück im Gefängnis bietet man ihr Freiheit an – im Austausch für Spionage in London. Nazanin lehnt ab. Sie vertraut niemandem. Schließlich beschließen Nazanin und Richard schweren Herzens, Gabriella zur Sicherung ihrer Zukunft nach Großbritannien zurückzuholen. (Text: arte)
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