Nazanin glaubt, ihr Alptraum wäre vorbei – ihre Freilassung steht bevor. Doch am Flughafen endet die Hoffnung abrupt: Statt des Heimflugs wartet der Rücktransport ins berüchtigte Evin-Gefängnis. Einzelhaft, endlose Verhöre, neue Anschuldigungen folgen. Nun soll ihr Mann Richard ein Spion sein. Nazanin bleibt standhaft, doch die psychische Belastung wächst. In London kämpft Richard gegen die Zeit – und gegen die Gleichgültigkeit. Medien und Regierung wenden sich ab, während Gerüchte über einen geheimen Deal kursieren.
Die Iraner behaupten, ein Abkommen könne Nazanins Freiheit sichern, doch das Außenministerium dementiert. Richard fühlt sich machtlos, gefangen in der Bürokratie, die eigene politische Ziele verfolgt. Verzweifelt geht er an die Öffentlichkeit, doch die Welt hört kaum hin.
Als Nazanin schließlich vor Gericht gebracht wird, verurteilt man sie ohne Beweise zu fünf Jahren Haft. Die Nachricht trifft ihre Familie wie ein Schlag. Nazanin versucht, ihre Verzweiflung zu verbergen, und klammert sich an die Hoffnung auf Berufung.
Richard deckt schließlich die Wahrheit auf: Ein jahrzehntealter Waffendeal – britische Panzer, nie geliefert, 400 Millionen Pfund Schulden. Der Iran will sein Geld zurück und nutzt Nazanin als Druckmittel. Für Richard ist das der Schlüssel zur Rettung. Doch Nazanin bricht zusammen. In einem letzten Akt des Widerstands tritt sie in den Hungerstreik. Tag für Tag verweigert sie Nahrung, bis ihre Familie sie im Gefängnis sieht. Der Schmerz ihrer Mutter zwingt Nazanin zur Entscheidung: Sie muss überleben, für Gabriella und für die Hoffnung. (Text: arte)
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