Vor dem Start: „Killing Eve“

    Ausgezeichnete Serie feiert Deutschlandpremiere bei Starzplay

    22.02.2019, 08:00 Uhr – Bernd Krannich

    Vor dem Start: "Killing Eve" – Ausgezeichnete Serie feiert Deutschlandpremiere bei Starzplay – Bild: BBC America
    „Killing Eve“: Villanelle (Jodie Comer) und Eve (Sandra Oh)

    Bei Starzplay (abonnierbar via Amazon Channels) wird am Freitag (22. Februar 2019) die komplette erste Staffel der Serie „Killing Eve“ veröffentlicht. Die Ko-Produktion von BBC Amerika und dem britischen Sender BBC Three konnte sich überschwänglichen Kritikerlobs für die ersten acht Episoden erfreuen. Das Katz-und-Maus-Spiel einer eigentlich am Schreibtisch sitzenden, dickköpfigen britischen Agentin und einer psychopathischen Auftragskillerin erfreute mit starken Frauenrollen und der schauspielerischen Leistungen von Sandra Oh, Jodie Comer sowie Fiona Shaw.

    Neben einer schnellen Verlängerung gab es für Sandra Oh Golden Globe und SAG-Award sowie für Serienschöpferin Phoebe Waller-Bridge eine Emmy-Nominierung für das Drehbuch zum Serienpiloten und für die Serie eine Globes-Nominierung in der Kategorie Beste Dramaserie.

    Titelfigur der Serie ist die Analystin Eve Polastri (Oh) beim Inlandsgeheimdienst MI5. Als ihre Abteilung Nachrichten über mehrere, scheinbar unzusammenhängende Morde in Europas Geheimdienst- und Verbrecherwelt erhält, stellt Eve aufgrund vager Indizien die These auf, dass diese von der gleichen Mörderin verübt wurden. Sie hat keine Ahnung, wie richtig sie damit liegt.

    Derweil geht die psychopathische Villanelle ihrem Vergnügen nach: Das besteht gleichermaßen aus verspielten Morden wie aus den diversen Sinnesfreuden, die Jugend und ein gut gefülltes Bankkonto mit sich bringen. Für ihre Auftraggeber und ihren Handler Konstantin (Kim Bodnia) ist Villanelle ein kalkuliertes Risiko: Er und seine Bosse ahnen, dass die Frau ihnen eines Tages entgleiten wird. Aber momentan leistet sie trotz aller Eigenmächtigkeiten exzellente Arbeit. Nun ja, fast: Eine Zeugin hat sie jüngst am Leben gelassen. Auch, wenn Villanelle verkleidet war, besteht die Gefahr, dass die Zeugin die Ermittlungsbehörden auf die richtige Spur bringt, eben eine ungewöhnlicherweise weibliche Killerin.

    Im Krankenhaus, in das der MI6 die Zeugin gebracht hat, kommt es zur ersten, schicksalhaften Begegnung der beiden unterschiedlichen, fähigen und zur Besessenheit neigenden Frauen …

    Eves Besessenheit mit dem Fall kostet sie schließlich ihren bisherigen Job – woraufhin sie aber für eine kleine Sondereinheit engagiert wird und in den Orbit der Geheimdienstlerin Carolyn Martens (Shaw) kommt, die die Ursprünge der Killerin in Russland vermutet. Eve versucht, die Killerin zu verstehen und findet dabei eine neue Berufung – was wiederum zu Stress mit ihrem Ehemann, dem Lehrer Niko (Owen McDonnell), führt.

    Dass sich Eve an ihre Fersen heftet, imponiert Villanelle. Die ist in der Tat dabei, sich aus der Bevormundung durch Konstantin zu lösen.

    Es ergibt sich ein Katz-und-Maus-Spiel in der Geheimdienstwelt, bei der Villanelles Ursprünge ebenso wichtig werden, wie die Frage, wer wen zu täuschen versucht, wer wem vertrauen kann und wer wen am liebsten über die Klinge springen lassen möchte. Gerade Villanelle ist sehr sprunghaft in der Frage, ob sie von Eves Interesse geschmeichelt sein soll oder sie als Bedrohung ihres Lebensstil eliminieren sollte.

    Unser Kritiker Marcus Kirzynowski vergab nach Sichtung der ersten beiden Episoden 3 von 5 Sternen (zur Kritik). In den USA startet die zweite Staffel am 7. April auf BBC America.

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