„Vida“: Rasche Verlängerung um dritte Staffel

    Grünes Licht für Fortsetzung des Latino-Familiendramas

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 01.06.2019, 11:32 Uhr

    Der Cast von „Vida“ – Bild: Starz
    Der Cast von „Vida“

    So sieht Vertrauen in eine Serie aus: Nicht mal eine Woche nach dem Start der zweiten Staffel gab es bereits grünes Licht für eine Fortsetzung von „Vida“. Der amerikanische Pay-TV-Sender Starz bestellte eine dritte Staffel des Familiendramas, in deren Mittelpunkt zwei sehr unterschiedliche und entfremdete Schwestern stehen.

    „Serien, die in zwei aufeinanderfolgenden Staffeln derartiges Kritikerlob erhalten und kulturelle Diskussionen entfachen, sind rar gesät. Wir sind stolz darauf, die Geschichte mit Tanya Saracho [Showrunner] und dem unglaublich tollen Cast weiterzuerzählen“, so Starz-Sendersprecher Jeffrey Hirsch.

    „Vida“ spielt im Umfeld einer Bar in einem vornehmlich von Latinos bewohnten Stadtteil von Los Angeles. Entsprechend beliebt ist die Serie in spanischsprachigen Haushalten. Laut Senderangaben konnte die Reichweite in dieser Zielgruppe mit der zweiten Staffel schon jetzt um 56 Prozent gesteigert werden. Angesichts dessen überrascht die schnelle Verlängerung nicht.

    „Vida“ erzählt von den beiden Schwestern Emma (Mishel Prada) und Lyn (Melissa Barrera), die sich nach dem Tod ihrer Mutter ihrem Leben und ihrer Familiengeschichte stellen müssen. Sie sind im Osten von Los Angeles aufgewachsen und könnten unterschiedlicher kaum sein: Emma ist verantwortungsbewusst, Lyn ein sorgenfreies Partygirl. Sie haben sich im Verlauf der Jahre deutlich auseinandergelebt, hatten kaum Kontakt zur Mutter oder zueinander und sind in die Welt gezogen.

    Doch nun werden sie gezwungen, in ihre alte Nachbarschaft zurückzukehren und müssen sich dort ihrer Vergangenheit stellen – und der für sie schockierenden Wahrheit über die Identität ihrer Mutter, die ohne das Wissen der Töchter vor zwei Jahren eine Frau geheiratet hatte. Eigentlich wollten die beiden Frauen nur ihre Mutter beerdigen und deren Nachlass regeln, vor allem die Bar veräußern. Doch nun sehen sie sich veranlasst, sich mit dem Vermächtnis ihrer Mutter auseinanderzusetzen. Schwesternzwist, finanzielle Schwierigkeiten und die Gentrifizierung in ihrer Nachbarschaft im Süden von Los Angeles werden zu großen Herausforderungen in Staffel zwei.

    Tanya Saracho („How to Get Away with Murder“) entwickelte das Format und fungiert als Showrunnerin. Mit der Serie wollte Starz vor allem das im US-Fernsehen unterrepräsentierte Latino-Publikum ansprechen – was funktioniert hat. Für die authentische und bodenständige Darstellung der Lebenswirklichkeit der Hispanic-Community erhielt die Serie positive Kritiken.

    In Deutschland ist die erste Staffel von „Vida“ beim Starzplay-Channel des Streamingdienstes Prime Video verfügbar (fernsehserien.de berichtete).

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