[2. UPDATE] Unwetter-Krise: RTL ändert Programm, Kritik an ARD

    Tief Bernd hinterlässt teils chaotische Zustände

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 16.07.2021, 11:30 Uhr

    [2. UPDATE] Unwetter-Krise: RTL ändert Programm, Kritik an ARD – Tief Bernd hinterlässt teils chaotische Zustände – Bild: MG RTL D

    2. UPDATE: Auch am heutigen Freitag ändern WDR und RTL ihr Programm angesichts der Unwetter-Katastrophe in Deutschland und greifen dabei weitgehend auf das Donnerstags-Modell zurück. Um 10:55 Uhr, 15 und 17 Uhr sind Sonderausgaben von „WDR aktuell“ zu den Folgen des Unwetters in Nordrhein-Westfalen geplant. Bei RTL und ntv informieren von 10 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17:30 Uhr Jessika Westen und Christopher Wittich in „RTL/​ntv Spezial: Wetterkatastrophe in Deutschland“ über die verheerende Lage vor Ort. Auch „Punkt 12“ hält die Zuschauer schwerpunktmäßig zur Situation in den betroffenen Regionen auf dem Laufenden.

    ZUVOR: Aktuell ist vor allem der Westen der Republik von den Folgen von Starkregen in Unwetterstärke durch das Tiefdruckgebiet Bernd betroffen. In den in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz sowie im Saarland kommt es teils zu dramatischen Überschwemmungen. Nicht nur die dortigen Feuerwehren sind im Dauereinsatz, auch Kräfte aus weniger betroffenen Gebieten unterstützen die Helfer. Auch Tote sind durch die Fluten zu beklagen. In Rheinland-Pfalz rief der Kreis Vulkaneifel nach starken Regenfällen und Überschwemmungen den Katastrophenfall aus.

    Aus diesem Anlass wird RTL am Donnerstag das Programm ergänzen: Einerseits nimmt man um 20:15 Uhr ein halbstündiges „RTL Aktuell Spezial: Wetterkatastrophe in Deutschland“ ins Programm, in dem Maik Meuser einen Überblick über die aktuelle Lage verschaffen will. Daneben wird sich die Nachrichtensendung „Punkt 12“ heute ebenfalls hauptsächlich der aktuellen Wetterlage widmen und mit Live-Schaltungen in die betroffenen Gebiete berichten. UPDATE: Für 15 Uhr wurde nun zusätzlich eine gemeinsame Sondersendung von RTL und ntv angekündigt. Jessika Westen und Christopher Wittich informieren in einem zweieinhalbstündigen „RTL/​ntv Spezial: Wetterkatastrophe in Deutschland“ über die katastrophale Situation vor Ort.

    Auch Sat.1 ändert kurzfristig das Programm und verlängert sein „Frühstücksfernsehen“ bis 11 Uhr. Zudem ist für 20:15 Uhr das „Sat.1 Spezial. Unwetter in Deutschland“ angekündigt.

    Derweil kommt massive Kritik an der ARD auf, dass sie – unter anderem im WDR, dem „Heimatsender“ des stark betroffenen Bergischen Landes und Ruhrgebiets – deutlich zu wenig aktuelle Informationen in der Krisenzeit geliefert habe. Der langjährige ARD-Journalist Ulrich Deppendorf kommentiert:

    UPDATE: Der WDR hat nun ebenfalls Sondersendungen angekündigt. Nachdem bereits kurzfristig um 10:55 Uhr ein „WDR extra“ mit Schalten nach Hagen und Wuppertal gezeigt wurde, wird es weitere Ausgaben am heutigen Mittwoch um 17.00 und 20:45 Uhr im WDR Fernsehen geben. Um 20:15 Uhr wird ein „Brennpunkt“ im Ersten und im WDR zu sehen sein. Im Ersten wird außerdem um 15 Uhr eine halbstündige Sonderausgabe der „Tagesschau“ gezeigt. Die Radiowellen 1LIVE, WDR 2 und WDR 4 berichten seit heute Morgen um 5:00 Uhr fast monothematisch in den Morgensendungen. Ferner rechtfertigt sich der WDR, dass 1LIVE die besondere Situation bereits in der vergangenen Nacht mit Beiträgen begleitet hat. Darüber hinaus seien alle 30 Minuten monothematische Sonderausgaben der Radio-Nachrichten auf allen Wellen gesendet worden. Zudem habe man online auf WDR.de über die Lage informiert. Das WDR-Studio in Wuppertal war so stark von dem Unwetter betroffen, dass der Sendebetrieb gestört war. Nachdem die Stadt Wuppertal in den frühen Morgenstunden aus Sicherheitsgründen den Strom abgestellt hat, wird das WDR-Studio Wuppertal mithilfe alternativer Übertragungswege wieder livefähig gemacht.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Hallo, ist vielleicht jemand aus Oberösterreich hier, die oder der in den nächsten Tagen vorhat in Deutschland oder in Halle, Menschen mit eigener Kraft zu helfen?
      • am via tvforen.de

        Puh, es ist etwas anderes, wenn ein Dorf in Niederbayern absäuft, wo ich noch nie gewesen bin, oder Altenahr verwüstet wird.

        Geht es euch auch so, dass man mehr mitgenommen ist, wenn einem der Ort vertraut ist. Oder liegt es daran, dass ich der Ahr gar nicht soviel Wasser zugetraut habe? Im Normalzustand ist das kein Fluss, bei dem man sich viele Badeunfälle vorstellen kann.
        • am via tvforen.de

          Das ist normal, wenn einem der Ort bekannt ist oder man sogar Verwandte oder Freunde dort hat, ist man viel eher angefasst. Ich kenne Sinzig sehr gut, meine Tante lebt dort, sie hat Glück gehabt - die 12 armen Menschen in der Lebenshilfe leider nicht. Als ich davon hörte, sind mir die Tränen gekommen, was für eine Tragödie.

          Wenn man die Bilder sieht aus Ahrweiler oder Bad Münstereifel, möchte man nur heulen.
      • am via tvforen.de

        Grünen-Politiker sollte das mal lesen.



        https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/brisante-debatte-um-flut-ursache-liegt-es-am-wetter-oder-klimawandel-77100568.bild.html
        • am via tvforen.de

          DK schrieb:
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          > Grünen-Politiker sollte das mal lesen.
          >
          >
          >
          > https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/
          > brisante-debatte-um-flut-ursache-liegt-es-am-wette
          > r-oder-klimawandel-77100568.bild.html

          Leider gibt das Fernsehen den Politikern für ihre statements
          immer nur wenige Sekunden, vieles wird deshalb verkürzt dargestellt.

          Hier ein Artikel der anerkannten NZZ:

          https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-ueberschwemmungen-in-deutschland-kamen-durch-ein-zusammenspiel-von-wetterlage-klimawandel-und-geografischen-eigenschaften-der-region-zustande-ld.1635962
        • am via tvforen.de

          Wilkie schrieb:
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          > Hier ein Artikel der anerkannten NZZ:
          >
          > https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-ueberschwemmun
          > gen-in-deutschland-kamen-durch-ein-zusammenspiel-v
          > on-wetterlage-klimawandel-und-geografischen-eigens
          > chaften-der-region-zustande-ld.1635962

          Anerkannt? Bei wem? Hans-Georg Maaßen? ;)
      • am

        wo ist euer problem??? es gibt genug andere sender die es zeigen wozu muss es noch mehr sein? ihr habt ntv rtl sat 1 usw wenn ard und wdr es nicht zeigen is doch net schlimm omg -.-
        • am

          Ja, jetzt! Wo es "tolle und spektakuläre" Bilder gibt, schalten sich sämtliche TV-Sender dazu. Auch der WDR hat am Tag danach ausführlich mit vielen Reportern vor Ort berichtet. Es ging hier aber um den Tag selbst, als der Deutsche Wetterdienst die Katastrophe angekündigt hatte und der WDR keinerlei Warnung ausgesprochen hatte (mit Laufband) oder sonst darüber berichtet hat.
      • am via tvforen.de

        Als mittelbar Betroffener finde ich die Infos im WDR TV unterirdisch.
        Von meinem Regionalsender hätte ich mehr erwartet, vermutlich haben die selbst genug mit den Wassermassen zu kämpfen. Aber über die sozialen Medien wird man gut informiert.
        Leider sind viele Bekannte, Freunde und Kollegen von mir von der Katastrophe betroffen und es nimmt kein Ende. Mir verschlägt es die Sprache.
        • am

          Echt ein Armutszeugnis für die ARD! Hunderte Rettungskräfte sind im Einsatz, Städte wie Köln, Wuppertal, Paderborn und die komplette Vulkaneifel gehen gerade in den Wassermassen unter, Talsperren vielerorts drohen zu zerbrechen, Menschen müssen evakuiert werden und der Regen hält weiter an. Es gibt Tote, zahlreiche Menschen sind vermisst und ganze Ortschaften wie Schuld in der Eifel wurde einfach von den Wassermassen weggespült. Sonst machen sie zu jedem und alles Sondersendungen, diesmal nicht. Auch der WRD sendet nichts, die sogar eine Sondersendung zum Schneefall im Winter (!) gemacht haben und sich wundern, dass keine Flocke fällt. Am Abend haben sie noch einen Reporter auf einen Campingplatz mit Gummiestiefeln gestellt, der ein wenig nass geworden ist. Inzwischen dürfte es den Platz nicht mehr geben. Überall ist der Katastrophenfall ausgerufen.
          • am via tvforen.de

            TV Wunschliste schrieb:
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            > Derweil kommt massive Kritik an der ARD auf, dass
            > sie - unter anderem im WDR, dem "Heimatsender" des
            > stark betroffenen Bergischen Landes und
            > Ruhrgebiets - deutlich zu wenig aktuelle
            > Informationen in der Krisenzeit geliefert habe.
            > Der langjährige ARD-Journalist Ulrich Deppendorf
            > kommentiert: Die schwersten Unwetter in
            > Deutschland und im ERSTEN der ARD gibt es keinen
            > Brennpunkt! Ist das die neue
            > "Informations-Offensive der neuen ARD-
            > Programmdirektion ? So beschädigt man die
            > Informationskompetenz der ARD.
            >
            > - Ulrich Deppendorf (@DeppendorfU) July 15, 2021
            >
            >

            "Deppi" - eigentlich für fundierte Hintergrundberichte bekannt - sollte es selbst am besten wissen: Sensationsjournalismus, der womöglich live über Millimeterangaben zu steigenden Pegeln berichtet, brauchen wir nicht, wenn keine wesentlich neuen Fakten/ Erkenntnisse vorliegen. Daher halte ich die Kritik nicht für gerechtfertigt und finde es gut, dass der WDR an seinem geplanten Programmablauf gestern Abend und in der Nacht festgehalten hat. Und woher weiss der Mann bereits um diese Uhrzeit, dass es heute oder mogen nicht vielleicht doch einen "Brennpunkt" geben wird, der die Ereignisse journalistisch sauber recherchiert wie gewohnt einordnet? "Brennpunkte" kommen doch ohnehin immer sehr kurzfristig ins Programm. Wahrscheinlich hat er die ARD mit BILD-TV verwechselt...
            • am via tvforen.de

              Helmprobst schrieb:
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              > "Deppi" - eigentlich für fundierte
              > Hintergrundberichte bekannt - sollte es selbst am
              > besten wissen: Sensationsjournalismus, der
              > womöglich live über Millimeterangaben zu
              > steigenden Pegeln berichtet, brauchen wir nicht,
              > wenn keine wesentlich neuen Fakten/ Erkenntnisse
              > vorliegen. Daher halte ich die Kritik nicht für
              > gerechtfertigt und finde es gut, dass der WDR an
              > seinem geplanten Programmablauf gestern Abend und
              > in der Nacht festgehalten hat. Und woher weiss der
              > Mann bereits um diese Uhrzeit, dass es heute oder
              > mogen nicht vielleicht doch einen "Brennpunkt"
              > geben wird, der die Ereignisse journalistisch
              > sauber recherchiert wie gewohnt einordnet?
              > "Brennpunkte" kommen doch ohnehin immer sehr
              > kurzfristig ins Programm. Wahrscheinlich hat er
              > die ARD mit BILD-TV verwechselt...

              Ich kann absolut nachvollziehen, dass es im WDR-Fernsehen letzte Nacht keine stundenlangen voyeuristischen Livestrecken gab. Man hätte aber wenigstens in kurzen Nachrichtensendungen über die immer dramatischere Lage und die damit verbundenen Gefahren für Leib und Leben informieren können.

              Es gab aber zwischen 22:30 Uhr und 10:55 Uhr keine einzige aktuelle Sendung, nur ein dürres Laufband nach Mitternacht. Dort wurde auf Berichte in allen WDR-Radiosendern zur vollen und halben Stunde verwiesen. Um 2:30 Uhr lief auf WDR 2 eine einminütige (!) Nachrichten-Sonderausgabe, die in die ARD-Popnacht eingeblendet wurde. Das ist schon sehr, sehr armselig.

              Der heutige Kommentar des (vorsichtig ausgedrückt) sehr meinungsfreudigen https://www.dwdl.de/meinungen/83629/unterlassene_hilfeleistung_wdr_laesst_den_westen_im_stich/ -Chefredakteurs ist zwar in der Wortwahl überzogen, aber im Kern nicht falsch. Es scheint im WDR ein strukturelles Problem zu geben, das zur ständigen Vernachlässigung der Regionalberichterstattung führt.

              Mir fällt das auch immer wieder an der "Aktuellen Stunde" auf, die ein ziemlich konzeptloses Sammelsurium aus regionalen, nationalen und internationalen Nachrichten ist. Aus dem eigenen Bundesland berichtet die Redaktion nur dann, wenn sie das Thema auch landesweit für wichtig hält. Für alles andere verweist sie auf die Lokalzeiten. Als Düsseldorfer bin ich mit meiner Lokalzeit auch relativ zufrieden (die Krefelder oder Mönchengladbacher werden das sicher anders sehen), aber wenn ich auch wichtige Dinge aus benachbarten Städten wie Leverkusen, Wuppertal, Essen oder Duisburg mitbekommen will, muss ich noch vier weitere Lokalzeiten gucken. In der "Aktuellen Stunde" kümmert sich der WDR einfach zu wenig um sein eigenes Sendegebiet. Ich habe den Eindruck, dass das in fast allen anderen Dritten Programmen besser gelöst ist.
            • am via tvforen.de

              Helmprobst schrieb:

              > Und woher weiss der
              > Mann bereits um diese Uhrzeit, dass es heute oder
              > mogen nicht vielleicht doch einen "Brennpunkt"
              > geben wird, der die Ereignisse journalistisch
              > sauber recherchiert wie gewohnt einordnet?
              Morgen oder übermorgen oder nächsten Monat. Das ist dann aber kein Brennpunkt, sondern eine Dokumentation.

              > Wahrscheinlich hat er
              > die ARD mit BILD-TV verwechselt...

              Ach, ist das Psychopathen-TV denn schon auf Sendung?

              So Unrecht hat Herr Deppendorf gar nicht. Im ERSTEN gab es in der Vergangenheit gern auch schon Brennpunkte, wenn nur die Sonne etwas länger geschienen hat. Mit Wasser scheint das nicht so richtig zu funktionieren - schon gar nicht vor der eigenen Haustür.
            • am via tvforen.de

              Hier gibt es eine Stellungnahme von Stefan Beandenburg, Newsroom-Chef des WDR: https://www.dwdl.de/interviews/83646/wdrnewsroomchef_brandenburg_im_nachhinein_ist_man_immer_klueger/
            • am via tvforen.de

              Ich sehe das Problem weniger beim WDR als bei der ARD, besser ARD/ZDF insgesamt. Als Kanal für regionale Live-News habe ich die Dritten nie empfunden, halte sie dafür auch nicht besonders geeignet. Eine aktuelle Berichterstattung sollte gebündelt einem bestimmten Kanal zugeordnet werden, bei ARD/ZDF ist dies phoenix. Dieser Kanal berichtet jeden Tag aus verschiedenen Orten Deutschlands live, hat Erfahrung mit der Live-Übertragung von Pressekonferenzen usw. Wie selbstverständlich hat phoenix heute auch stundenlang über die Unwetterkatastrophe berichtet. Dann soll phoenix doch auch dann berichten, wenn aktuell etwas Wichtiges passiert. Reporter von den Regionalsendern bzw. ZDF-Landesstudios, Koordination, Expertenrunden, Hintergrundberichterstattung durch die phoenix-Zentrale.

              Das Problem ist: phoenix macht Schicht nach Plan, tagsüber wird vor Ort von einer relativ belanglosen Konferenz berichtet, aber abends/nachts laufen irgendwelche Wiederholungen. Selbst wenn in Deutschland nachts ein AKW explodieren würde, gäbe es weiter das normale nächtliche Doku-Programm. Am nächsten Tag dann läuft die volle Berichterstattungen mit Experten im Studio, Live-Schaltungen usw. Bei US-Nachrichtenkanälen gibt es diese Schlaf-Schicht nicht, wenn am späten Abend oder nachts etwas Bedeutendes passiert, trommelt man die entsprechenden Leute zusammen.
            • am via tvforen.de

              Wilkie schrieb:
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              > Ich sehe das Problem weniger beim WDR als bei der
              > ARD, besser ARD/ZDF insgesamt. Als Kanal für
              > regionale Live-News habe ich die Dritten nie
              > empfunden, halte sie dafür auch nicht besonders
              > geeignet. Eine aktuelle Berichterstattung sollte
              > gebündelt einem bestimmten Kanal zugeordnet
              > werden, bei ARD/ZDF ist dies phoenix. Dieser Kanal
              > berichtet jeden Tag aus verschiedenen Orten
              > Deutschlands live, hat Erfahrung mit der
              > Live-Übertragung von Pressekonferenzen usw. Wie
              > selbstverständlich hat phoenix heute auch
              > stundenlang über die Unwetterkatastrophe
              > berichtet. Dann soll phoenix doch auch dann
              > berichten, wenn aktuell etwas Wichtiges passiert.
              > Reporter von den Regionalsendern bzw.
              > ZDF-Landesstudios, Koordination, Expertenrunden,
              > Hintergrundberichterstattung durch die
              > phoenix-Zentrale.
              >
              > Das Problem ist: phoenix macht Schicht nach Plan,
              > tagsüber wird vor Ort von einer relativ
              > belanglosen Konferenz berichtet, aber
              > abends/nachts laufen irgendwelche Wiederholungen.
              > Selbst wenn in Deutschland nachts ein AKW
              > explodieren würde, gäbe es weiter das normale
              > nächtliche Doku-Programm. Am nächsten Tag dann
              > läuft die volle Berichterstattungen mit Experten
              > im Studio, Live-Schaltungen usw. Bei
              > US-Nachrichtenkanälen gibt es diese
              > Schlaf-Schicht nicht, wenn am späten Abend oder
              > nachts etwas Bedeutendes passiert, trommelt man
              > die entsprechenden Leute zusammen.

              Wie gesagt, es ging mir nicht um stundenlange Livestrecken im WDR, sondern um kurze Nachrichten-Sondersendungen, um die Leute in den betroffenen Gebieten darüber zu informieren, was noch auf sie zukommen könnte.

              Bei einer regionalen Krisenlage ist das jeweils zuständige Dritte Programm für mich durchaus die erste Anlaufstation. Soviel ich weiß, arbeiten die Nachrichtenredaktionen der ARD-Sender heute sowieso überwiegend trimedial (also für TV, Hörfunk und Internet). Wenn man schon einen solchen Newsroom hat, der ständig besetzt ist, dann sollte es auch möglich sein, z.B. um Mitternacht eine 10-minütige Sonderausgabe von "WDR aktuell" auf den Bildschirm zu bringen.

              Was Phoenix angeht, geb ich dir aber recht. Mit Tagesschau24, ZDFinfo und Phoenix gibt es drei Programme, deren Profile sich überschneiden. Eigentlich bräuchte man nur zwei davon: Einen reinen Doku-Sender und einen mit hohem Live-Anteil, der rund um die Uhr in der Lage ist, auf "Breaking News" zu reagieren.
            • am via tvforen.de

              Ohne Strom kann man keine TV-Sender empfangen, bleiben also nur Akku- oder batteriebetriebene Empfänger. Wie lange Smartphone-Akkus halten wisst ihr selbst, also am Ende bist du mit einem Radio allein, zumindest solange die Sendemasten noch in Betrieb sind. Allerdings hätte ich da auch zuerst WDR 2 eingeschaltet und zumindest Popmusik zur Apokalypse gehabt.

              In der Eifel haben sich Feuerwehren mittels alter Funkgeräte verständigt, aber in 20 Jahren wird wohl keiner mehr wissen wie die funktionieren. Dann haben wir auch nur noch E-Autos, die ohnehin nach kurzer Zeit leer sein werden und dieselbetriebene Notstromgeneratoren gibts auch nicht mehr, viel zu schädlich. Aber vielleicht fällt der Menschheit ja noch was ein.
            • am via tvforen.de

              Sveta schrieb:
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              > Dann haben wir auch nur noch E-Autos

              ... und die werden eine Steckdose haben, mit der man den Elektrogrill betreiben kann.
          • (geb. 1967) am

            Jepp, zu jedem Furz wird eine ARD aktuell Sendung gesendet, oder Brennpunkte in Hülle und Fülle, aber bei sowas nicht mal tief in der Nacht nichts!! Keine Sondersendungen, nicht mal ein tagesthemen extra!!

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