Die neue kommissarische Leiterin Dr. Linda Hösl (Eva Karl Faltermeier, 2. v. r.) bringt ihren Ludwig Schaller (Alexander Held, l.), Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen, 2. v. l.) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier, r.) Kuchen ins Büro.
Seit der ersten Folge aus dem Jahr 2014 gehörte er fest zum Cast von „München Mord“: Christoph Süß als Kriminaloberrat Helmut Zangel. Doch Ende 2025 wurde bekannt, dass der Schauspieler und „quer“-Moderator aus persönlichen Gründen aus der erfolgreichen ZDF-Krimireihe aussteigt. Bislang war unklar, wer in seine Fußstapfen tritt. Nun steht fest, dass seine Nachfolge weiblich und mit kabarettistischem Hintergrund ist: Eva Karl Faltermeier steigt als neue Chefin ein. Dies bestätigte Produzent Sven Burgemeister von TV60Film gegenüber dem Münchner Merkur und der tz.
Demnach wird Eva Karl Faltermeier die neue Kriminaloberrätin Dr. Linda Hösl verkörpern und neue Chefin der Ermittler Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) sein. Ihren ersten Auftritt wird sie in der 23. Folge haben, die den Titel „Die Stadt, die es nicht gibt“ trägt und am 22. August im ZDF ausgestrahlt wird.
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Eva Karl Faltermeier kannte ‚München Mord‘ schon sehr gut und hat sich über die Anfrage gefreut, so Burgemeister gegenüber dem Münchner Merkur. In so eine Rolle und in einen Charakter wächst man mit der Zeit hinein und entdeckt immer mehr Möglichkeiten. Bei der Entscheidung habe den Produzenten motiviert, dass sie ihr Publikum in ihren Bühnenprogrammen leichtfüßig einhakt und mitnimmt, weil sie eine besondere Aura der Strenge und Unberechenbarkeit mit Intensität in der direkten Ansprache erzeuge.
Auf diese Weise habe Eva Karl Faltermeier einen unverwechselbaren Humor für ihre Bühnencharaktere kreiert. Sie könne jeden im Publikum gewinnen und abholen. Sie ist mutig, sie traut sich viel. Unser Ensemble in ‚München Mord‘ braucht genau das: mutige Partner, so Burgemeister weiter. Obwohl sie hauptberuflich eher Solokünstlerin ist, will sie sich entwickeln und Teamplayer sein, sie will probieren und sich im Schauspiel stärker fordern. Wir sind also sehr froh, dass wir uns mit Energie und Neugier mit ihr darauf einlassen dürfen. Das ist eine tolle Chance für uns alle.
Eva Karl Faltermeier als Dr. Linda Hösl ZDF/Susanne Bernhard
Eva Karl Faltermeier sagte gegenüber der Mediengruppe in der Montagsausgabe: Es ist natürlich eine wahnsinnige Ehre, in so eine spitzenmäßige Serie einsteigen zu dürfen. Über ihre Rolle verrät sie: Frau Dr. Hösl ist alles: dynamische Karrieristin, eine Oberpfälzerin, eine Kumpelin und eine strenge Vorgesetzte. Richtig schlau wird noch niemand aus ihr.
Die studierte Germanistin und Politikwissenschaftlerin Eva Karl Faltermeier war 2016 zunächst Teil des Gruppenkabaretts „Dreiviertelhack“ im Regensburger STATT-Theater, bevor sie ab 2018 erste Solo-Auftritte im „Vereinsheim Schwabing“ absolvierte und auf Poetry-Slam-Veranstaltungen auftrat. 2019 ging sie mit ihrem ersten Bühnenprogramm „Es geht dahi“ auf Tour, 2021 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Der Grant der Frau. Geschichten einer unterschätzten Emotion“. Im gleichen Jahr erhielt sie den Förderpreis beim „Bayerischen Kabarettpreis“ und beim „Hessischen Kabarettpreis“ sowie den Jury-Preis „Frühreif und Verdorben“ beim „Prix Pantheon“. Seit 2023 präsentiert sie im BR Fernsehen ihre eigene Personalityshow „Karlsplatz“.
Die ersten zwei „München Mord“-Folgen mit Eva Karl Faltermeier sind bereits produziert. Im Herbst starten die Dreharbeiten zum nächsten 90-Minüter. Ihr Einstand in der 23. Folge, die am 22. August ausgestrahlt wird, ist auch aus einem anderen Grund von besonderer Bedeutung: In jener Episode wird zum letzten Mal Alexander Held als Hauptkommissar Ludwig Schaller zu sehen sein. Der Schauspieler ist am 12. Mai im Alter von 67 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben (fernsehserien.de berichtete).