„The Wall“: ZDF dreht historischen Dreiteiler über das Ende der DDR

    Barbara Auer, Nadja Uhl und Nicolette Krebitz in den Hauptrollen

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 28.09.2018, 14:26 Uhr

    „The Wall“: Nicolette Krebitz als Ina Winter, Barbara Auer als Margot Spindler, Nadja Uhl als Lotte Bohla und Angela Winkler als Else Bohla – Bild: ZDF/Mathias Bothor
    „The Wall“: Nicolette Krebitz als Ina Winter, Barbara Auer als Margot Spindler, Nadja Uhl als Lotte Bohla und Angela Winkler als Else Bohla

    Vor wenigen Tagen haben in Berlin, Prag und Umgebung die Dreharbeiten zu einem neuen ZDF-Dreiteiler mit dem Arbeitstitel „The Wall“ begonnen. Er spielt in den Jahren 1987 bis 1990 und erzählt von den dramatischen Hintergründen des wirtschaftlichen und moralischen Zusammenbruchs der DDR. Die Hauptrollen übernehmen Barbara Auer, Nadja Uhl und Nicolette Krebitz. Michael Krummenacher („Acht Tage“) führt Regie.

    Margot (Barbara Auer), Lotte (Nadja Uhl) und Silvia (Nicolette Krebitz) sind drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Als ranghohe Mitarbeiterin der Kommerziellen Koordinierung, kurz: „KoKo“, beobachtet Margot, wie ihr Land auf einen vermeintlichen Staatsbankrott zumarschiert. Ihre Behörde hat lange Zeit als kapitalistische Devisen-Beschaffungsmaschine die DDR finanziell stabilisiert. Jetzt steht sie allerdings vor der Frage, ob die DDR, finanziell am Ende, unter dem Ansturm der aufbegehrenden Bevölkerung noch zu retten ist.

    Ihre Schwester Lotte, alleinerziehende Mutter eines Teenagers, hinterfragt allmählich das System und engagiert sich für die junge Umweltbewegung in der DDR. Die jüngste Schwester Silvia ist vor langer Zeit aus dem Leben der anderen beiden verschwunden. Weder Margot noch Lotte ahnen, wie unversöhnlich sie im Westen daran arbeitet, das DDR-Regime zu zerschlagen und ihre damals zurückgelassenen Kinder wieder für sich zu gewinnen.

    Produzentin Gabriela Sperl: „Der 9. November 1989 war eine Sternstunde der Geschichte. Die friedliche Revolution brachte die DDR-Diktatur zum Einsturz und Freiheit und Demokratie für ein wiedervereinigtes Deutschland. Fast 30 Jahre später stehen die Demokratien auf dem Prüfstand, gesellschaftliche Grundwerte und Gewissheiten sind ins Wanken geraten. Der Blick in unsere Vergangenheit soll uns helfen, das Heute besser zu verstehen. Er zeigt uns, woher wir kommen. Wer wir sind.“

    ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler: „30 Jahre nach dem Mauerfall wirft ‚The Wall‘ einen kritischen Blick auf die Wendezeit. Die Wiedervereinigung war ein großer Neuanfang. Für nicht wenige war sie aber auch eine bittere Enttäuschung. ‚The Wall‘ fängt die Hoffnungen, Ängste und Unübersichtlichkeit dieser Zeit ein, zeigt die vertanen Chancen und deren Folgen, die unsere Gegenwart noch heute beeinflussen. Mit ‚The Wall‘ beweisen wir wieder einmal, welchen hohen Stellenwert die Zeitgeschichte in der Primetime-Fiction des ZDF hat.“

    In weiteren Rollen sind Oliver Masucci, Joachim Król, Godehard Giese, Thomas Thieme, Jonathan Berlin, Angela Winkler, Aaron Hilmer, Janina Fautz, Alexander Beyer, Fabian Hinrichs, Milan Peschel, Steve Windolf, Sebastian Rudolph und Michelangelo Fortuzzi zu sehen. „The Wall“ ist eine Gabriela Sperl Produktion mit Wiedemann & Berg Television und Wilma Film für das ZDF. Produzenten sind Gabriela Sperl, Quirin Berg und Max Wiedemann, ausführende Produzentin ist Ilona Schultz. Die Drehbücher stammen von Michael Klette, Charlotte Wetzel, Rolf Basedow und Gabriela Sperl. Die Dreharbeiten dauern noch bis Frühjahr 2019. Die Ausstrahlung ist zum 30. Jahrestag der Maueröffnung im Herbst 2019 geplant.

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