„Tatort“: Maria Furtwängler tritt kürzer

    Nur noch ein Lindholm-Fall pro Jahr

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 22.11.2012, 14:18 Uhr

    Maria Furtwängler in „Wegwerfmädchen“ – Bild: NDR/Gordon Muehle
    Maria Furtwängler in „Wegwerfmädchen“

    Nach zehn Jahren am „Tatort“ will Maria Furtwängler kürzer treten. Wie die Schauspielerin im Gespräch mit der Fernsehzeitschrift Hörzu ankündigte, wird sie vorerst nur noch einmal jährlich als BKA-Kommissarin Charlotte Lindholm ermitteln.

    „Ich habe mich entschlossen, in den nächsten zwei Jahren nur je eine ‚Tatort‘-Folge pro Jahr zu drehen“, so Furtwängler. „Aber ich bleibe dem ‚Tatort‘ weiter verbunden, denn ich mag meine Figur einfach zu gern, um sie ganz aufzugeben.“

    Die so gewonnene Zeit will die Schauspielerin in andere Projekte investieren, so wie in einen Film, in dem sie die umstrittene Regisseurin Leni Riefenstahl verkörpert: „Mich interessiert das Motiv der durch Hitler verführten Künstlerin, aber auch ihre Rolle als Verführerin. Mit ihrem einzigartigen Talent hielt sie Hitlers hypnotisierend wirkende Masseninszenierungen auf Zelluloid fest. Zudem verhielt sie sich als Frau konträr zum damaligen Rollenbild.“ Daneben gibt Maria Furtwängler im Januar ihr Bühnendebüt. Im Berliner Theater am Kurfürstendamm ist sie in dem Stück „Gerüchte … Gerüchte … “ zu sehen.

    Doch zunächst ist Charlotte Lindholm noch einmal geballt im Einsatz. Am 9. und 16. Dezember zeigt Das Erste den „Tatort“-Zweiteiler „Wegwerfmädchen“ und „Das Goldene Band“. Eine Reihe von Prostituiertenmorden in Hannover führt Lindholm auf die Spur eines Geflechts von Korruption und Sexpartys, mitten in der vermeintlich guten Gesellschaft der Landeshauptstadt von Niedersachsen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Warum immer wieder neue Ermittler, man kennt sich ja überhaupt nicht mehr aus, wer nun als Komissar zuständig ist. Last doch die guten alten Ermittler mehr zum Einsatz kommen, wer braucht einen Till Schweiger, der viel kostet, und auch nicht mehr bringt. Ich freue mich jedes Mal wenn Charlotte Lindholm im Einsatz ist, und hoffe, daß es wieder 2 Tatorte mit ihr jährlich gibt.
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        Sehr wichtig. Es ist ja nicht so, daß es mittlerweile völlig gleichgültig ist, was die ARD am Sonntag um 20.15 Uhr versendet. Daß die auch jede Woche wirklich denselben "Tatort" zeigen könnten oder irgendetwas, das sie aus alten Folgen zusammengestoppelt haben - weil inzwischen rund zehn Millionen Deutsche darauf konditioniert sind, sich jeden Sonntag um 20.15 Uhr irgendsoeinen Krimi mit Pseudoanspruch anzusehen. Und sich im Zweifelsfall anschließend (z.B. hier) darüber aufzuregen, was das wieder für ein Mist war, was sie alles nicht verstanden haben, daß es mal wieder vor allem um die Psychowehwehchen der Ermittler ging, aber vor allem der aus Münster ha-ha-ja!

        P.S.: Korruption und Sexparties in Hannover? Tja, was soll man da auch anderes machen? Außer von einem ICE in den anderen umsteigen.
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          Mit dem falschen Fuß aufgestanden? Salz in den Kaffee geschüttet? Stromrechnung im Briefkasten gefunden? :-)
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          dabei sieht Frau Kruse das Ganze noch recht positiv
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        na endlich! ein mal im jahr ist schon langweilig und anstrengend genug.
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          Eine wirklich gute Nachricht – aber warum nur „in den nächsten zwei Jahren”?

          Immerhin bedeutet das doch auch, dass Till Schweiger öfter "Tschaudern" kann. Oder, dass Platz für ein weiteres beues Tatort-Team Team wäre.
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            Ich denke, dass ist schon mit dem Tatort vom Möhring verrechnet

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