„Star Trek: Strange New Worlds“: Serienpremiere nimmt Bezug auf Sturm aufs US-Kapitol, Details zu T’Pring

    Neuer Trailer mit Ausblick auf den Rest der Staffel

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 05.05.2022, 18:44 Uhr

    „Star Trek: Strange New Worlds“ ist heute in den USA gestartet – Bild: Paramount+
    „Star Trek: Strange New Worlds“ ist heute in den USA gestartet

    In den Vereinigten Staaten ist am Donnerstag die neue Serie „Star Trek: Strange New Worlds“ gestartet. Im Umfeld wurde zudem die Besetzung für die Vulkanierin T’Pring (eingeführt in „Raumschiff Enterprise“) bestätigt, die Zukunft der Menschheit mit der Gegenwart – insbesondere dem 6. Januar 2021 – verknüpft, und ein neuer Trailer als Ausblick auf den Rest der Staffel veröffentlicht.

    „Star Trek: Strange New Wolrds“ ist ein Spin-Off von „Star Trek: Discovery“ und füllt die Lücke, was in der Zeit zwischen „Discovery“ und der 1960er-Serie „Raumschiff Enterprise“ geschieht.

    Gesetzt ist dabei, dass der hier von Anson Mount porträtierte Captain Christopher Pike einst ein unschönes Ende nehmen wird – sein Körper wird weitgehend zerstört und er ist auf einen Ganzkörper-“Rollstuhl“ zum Erhalt der Lebensfunktionen angewiesen. Die Fans wissen das aus einer Doppelfolge aus „Raumschiff Enterprise“, Pike selbst ist seine Zukunft durch Erlebnisse mit Zeitmanipulationen in „Discovery“ bekannt.

    Die Auftaktstaffel von „Strange New Worlds“ umfasst zehn Episoden, die Serie ist bereits für eine zweite Staffel verlängert.

    T’Pring

    Die Vulkanierin T’Pring ist aus der Serie „Raumschiff Enterpreise“ bekannt, wo sie Spocks (hier Ethan Peck) Verlobte ist – auf Grund der vulkanischen Philosophie und Physiologie ist das eher eine Zweckverbindung, und körperliche Kontakte sind auch nur alle sieben Jahre „notwendig“, wenn Spocks Fortpflanzungstriebe während Pon Farr überhandnehmen. So wie eben in der Folge „Amok Time“ aus der zweiten Staffel von „Raumschiff Enterprise“ – in Deutschland wurde die Handlung in der als „Weltraumfieber“ benannten Episode durch eine verfremdende Synchronisation „verschleiert“.

    Der Trailer zu „Strange New Worlds“ hatte bereits Spock mit einer Vulkanierin gezeigt. Im Umfeld der Premiere wurde bestätigt, dass es sich dabei um T’Pring handelt, die von Gia Sandhu (zuletzt „Die geheime Benedict-Gesellschaft“) gespielt wird.

    Daneben wurde zur Figur laut Deadline bekannt, dass T’Pring der Berufung nachgeht, straffällige Vulkanier zu rehabilitieren und zum Pfad der Logik zurückzubringen. Auch wenn sie sich wünschen würde, dass Spock die Sternenflotte verlässt um sich auf dem Vulkan niederzulassen, hat sie wegen ihrer eigenen Berufung Verständnis dafür, dass er seiner Berufung folgt.

    Der 6. Januar und der Dritte Weltkrieg

    In einer Szene im Staffelauftakt erklärt Pike, wie es zur „modernen Erde“ gekommen ist. Dabei war schon länger gesetzt, dass es zwischen unserer Gegenwart und der utopischen „Star Trek“-Zukunft die „eugenischen Kriege“ gab (in denen genetisch aufgebesserte Supermenschen nach Macht strebten) und den verheerenden Dritten Weltkrieg.

    Der Serienauftakt von „Strange New Worlds“ geht weiter und blickt auf die Erde im 21. Jahrhundert – unsere Zeit: Unser Konflikt begann (…) mit einem Kampf um Freiheiten. Wir nannten es ‚den zweiten Bürgerkrieg‘. Unterlegt sind diese Worte mit realen Bildern, nämlich solchen um den Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021. Pike fährt fort: … dann nannten wir es die Eugenik-Kriege und schließlich einfach den Dritten Weltkrieg.

    Die Bebilderung geht dabei über in Luftaufnahmen realer irdischer Großstädte (Washington, New York, Paris), die von Atombombenexplosionen zerrissen werden. Laut Pike starben an dem Tag, an dem die Erde, wie wir sie kannten, aufhörte zu existieren, ein Drittel aller Menschen und 600.000 Tier- und Pflanzenspezies wurden ausgelöscht.

    Gegenüber Hollywood Reporter kommentierte Pike-Darsteller Anson Mount, dass er hoffe, dass die Verbindung der Realität mit einer sehr düsteren Zukunft vielen Leuten ein ungutes Gefühl geben werde und sie zum nachdenken bewege. Er zeigte sich zudem dankbar dafür, dass die Macher der Serie den Rückhalt von CBS, Paramount+ sowie den Produktionsfirmen Sectret Hideout und Roddenberry Entertainment hatten, die realen Bilder in den Zusammenhang zu stellen. Und er kündigte an, dass man auch in weiteren Folgen ähnlich gewagte Aussagen treffen werde.

    Trailer

    Wie bei vielen US-Serien üblich, enthält die Auftaktfolge der Staffel auch bei „Star Trek: Strange New Worlds“ einen Ausblick auf den Rest der Staffel – was auch als Trailer seinen Weg ins Internet gefunden hat.

    Eine ausführliche Kritik zu „Star Trek: Strange New Worlds“ veröffentlichen wir zu einem späteren Zeitpunkt, um Bezug auf eine stärkere inhaltliche Basis nehmen zu können.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1977) am

      Der Cast ist nicht schlecht. Aber was mir immer noch Sorgen macht sind die Drehbücher. Als Discovery begann, war ich vorsichtig optimistisch, und dachte mir, dass das interessant wird. Aber es wurde das genaue Gegenteil von interessant. Ich hoffe wirklich, dass sie, die Produzenten, aus ihren Fehlern gelernt haben. Ein weiteres Debakel braucht niemand. Star Trek steht für die Hoffnung, dass alles besser wird. Und darauf warte ich schon lange.
      • (geb. 1966) am

        Auf diese Serie freue ich mich wirklich. Das könnte mal wieder echtes Star Trek werden. Die Vorschau läßt jedenfalls gutes erahnen.

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