So erklärt „Fuller House“ die Abwesenheit von Tante Becky in den letzten Folgen

    Serien-Abschluss bei Netflix nach Schmiergeld-Skandal ohne Lori Loughlin

    Ralf Döbele – 03.06.2020, 11:28 Uhr

    Lori Loughlin und John Stamos in „Fuller House“

    Am gestrigen Dienstag gingen bei Netflix die letzten Folgen von „Fuller House“ online. Das Spin-Off der Kult-Sitcom „Full House“ hat damit nach fünf Staffeln und 75 Episoden seinen Abschluss gefunden. Diese neuen Episoden mussten auch die Abwesenheit einer wichtigen Nebenfigur erklären: Tante Becky, verkörpert von Lori Loughlin. Die Schauspielerin war aus der Serie entlassen worden, nachdem im vergangenen Jahr ihre Beteiligung an einem Schmiergeld-Skandal öffentlich geworden war (fernsehserien.de berichtete).

    Beckys Abwesenheit spielt letztendlich aber nur in einer einzigen Episode eine Rolle, in Folge 15 mit dem Titel „Sei du selbst“. Darin taucht Jesse (John Stamos) bei den Fullers auf, nachdem seine Tochter von einer Klassenkameradin in der Schule gebissen worden ist. Bei seinem Besuch erwähnt er auch, dass sich seine Ehefrau Becky in Nebraska befinde und dort ihrer Mutter zur Seite stehen würde. Er wolle Becky nicht mit so einer Kleinigkeit belasten.

    Dies ist tatsächlich das allerletzte Mal, dass Becky in der Serie erwähnt wird. Auch im Serienfinale von „Fuller House“ ist dies dann nicht mehr der Fall, obwohl darin die große Dreier-Hochzeit für DJ (Candace Cameron Bure), Stephanie (Jodie Sweetin) und Kimmy (Andrea Barber) ansteht. Aufgrund des allgemeinen Chaos an diesem Tag, scheint es aber kaum zu überraschen, dass ihre Abwesenheit von der Familie nicht thematisiert wird. Loughlins letzter Auftritt erfolgte somit bereits in „Perfekte Söhne“, der neunten Folge der vierten Staffel.

    Lori Loughlin hat nach ihrer Festnahme im Schmiergeld-Skandal nicht nur ihre wiederkehrende Rolle bei „Fuller House“ verloren. Auch ihren Part im festen Ensemble von „Janette Oke: Die Coal Valley Saga“ musste sie zu Beginn der sechsten Staffel im vergangenen Jahr aufgeben. Die Produzenten der Hallmark-Serie gerieten durch den abrupten Rauswurf so in Bedrängnis, dass die Staffel letztendlich nur über zehn statt der ursprünglich geplanten elf Episoden verfügte.

    Der Prozess gegen Loughlin und ihren Ehemann, den Modedesigner Mossimo Giannulli, ist derweil bereits weit fortgeschritten. Im August ist mit der Urteilsverkündung zu rechnen, nachdem sich die beiden Angeklagten Ende Mai schuldig bekannt haben. Voraussichtlich müssen Loughlin und Giannulli für mehrere Monate ins Gefängnis und gemeinsam rund 400.000 US-Dollar Strafe zahlen (fernsehserien.de berichtete). Dem Ehepaar wird vorgeworfen, als Teil einer weitreichenden kriminellen Verschwörung rund 500.000 US Dollar Schmiergeld gezahlt zu haben, um so ihren Töchtern einen Platz an der Elite-Universität von Südkalifornien zu sichern.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1962) am melden

      Ganz Amerika ist korrupt aber die richtigen Kriminellen lassen sie laufen. Selbst dieser Harvey Weinstein wird davon kommen. Kann man es Eltern verdenken wenn sie die beste Ausbildung für ihre Kinder wollen. Nein! Schauspieler auseiner Serie zu nehmen wie Jetzt Lori Loughlin oder Roseanne Barr ist Heuchelei. Amerika hat schon lange seine Vorbildfunktion verloren.
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        Ich hätte es viel schöner gefunden, wenn sie auch in der Serie wegen Betrugs ins Gefängnis gegangen wäre. Oder Drogenhandel? Oder Prostitution? Oder...?

        Alles - bloß nicht so.
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          Das hätte aber so absolut gar nicht in die Serie gepasst. Und da sie vorher ja auch nur 2 oder 3 mal dabei war, hat man sie nicht wirklich vermisst. 
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