Nach Bestechungs-Skandal: „Fuller House“ trennt sich von Lori Loughlin

    Schauspielerin verliert auch Hauptrolle in der „Coal Valley Saga“

    Nach Bestechungs-Skandal: "Fuller House" trennt sich von Lori Loughlin – Schauspielerin verliert auch Hauptrolle in der "Coal Valley Saga" – Bild: Netflix
    Lori Loughlin und John Stamos in „Fuller House“

    Nach ihrer Festnahme im Zusammenhang mit einem Bestechungsskandal, gehen ihre Arbeitgeber auf Abstand zu Lori Loughlin. Die Schauspielerin wird nicht in den Hauptcast von „Janette Oke: Die Coal Valley Saga“ auf dem Hallmark Channel zurückkehren. Aber auch Netflix distanziert sich von Loughlin, die bislang in einer wiederkehrenden Rolle zum Ensemble von „Fuller House“ gehörte.

    Am Donnerstag gab das für „When Calls the Heart“ (Originaltitel) verantwortliche Produktionsstudio Crown Media bekannt, dass man sämtliche Geschäftsbeziehungen zu Lori Loughlin gekappt habe. Dies gelte für ihre Rolle in der „Coal Valley Saga“ genauso wie für zukünftige Reality-Projekte mit der Schauspielerin, die sich bereits in der Entwicklung befanden.

    Lori Loughlin stellte sich am 13. März den Ermittlungsbehörden, nachdem gegen sie Anklage erhoben worden war. Der Schauspielerin wird gemeinsam mit rund 50 anderen Eltern, Trainern und Verwaltungsangestellten vorgeworden, Teil eines ausgeklügelten Bestechungs-Netzwerks zu sein, dessen Ziel es war, den Kindern von Besserverdienern einen Studienplatz an Elite-Universitäten wie Yale und Georgetown zu verschaffen.

    Loughlin soll gemeinsam mit ihrem Ehemann Mossimo Giannulli rund 500.000 US-Dollar Schmiergeld gezahlt haben, damit ihre Töchter in das Leichtathletik-Team der University of Southern California aufgenommen werden und so über ein entsprechendes Stipendium die begehrten Studienplätze erhalten – obwohl ihre Töchter den Sport nie ausgeübt haben. Loughlin wurde inzwischen gegen eine Kaution von einer Million Dollar wieder auf freien Fuß gesetzt. Zu den Angeklagten in dem aufsehenerregenden Fall gehört auch „Desperate Housewives“-Star Felicity Huffman (fernsehserien.de berichtete).

    Aktuell befindet sich „When Calls the Heart“ (Originaltitel) bei Hallmark mitten in der sechsten Staffel. Der US-Sender entschied sich nun die für den 17. März geplante Ausstrahlung einer Episode mit Loughlin auszusetzen. Wie es danach mit der Staffel und der Serie selbst ohne die zentrale Hauptfigur Abigail Stanton weitergeht, ist noch unklar. Loughlin hatte seit Beginn der Serie die Witwe verkörpert.

    „Die Serie ist einer unserer besten Quotengaranten am Sonntagabend und wir suchen gerade nach kreativen Möglichkeiten um sie fortzusetzen“, so Hallmark gegenüber dem Branchenmagazin Variety.

    Auch zu „Fuller House“ wird Lori Loughlin wohl nicht zurückkehren. Seit dem Beginn der Sitcom-Neuauflage hatte die Schauspielerin Jesses (John Stamos) Ehefrau Rebecca auf wiederkehrender Basis verkörpert. Laut TVLine gibt es nun keine Pläne mehr für weitere Auftritte Loughlins in der fünften und letzten Staffel der Serie, deren Produktion demnächst beginnt.

    15.03.2019, 12:28 Uhr – Ralf Döbele/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Spenser am 17.03.2019 23:17 via tvforen.de

      Wie lächerlich....besonders weil es eh nach dieser Staffel beendet wird.
      • Serienmonster am 16.03.2019 10:17

        Richtig, schmeißt sie raus. Es gibt genug andere und bessere Schauspieler/Innen. "Gott schütz Amerika".
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        • Vritra am 16.03.2019 02:00

          Ihr zwei seid ja lustige Antimoralisten...
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          • markox am 15.03.2019 20:27

            Ich finde es ja immer völlig Banane solche Konsequenzen vor einer rechtsgültigen Verurteilung zu ziehen.

            Außerdem, wenn ich das richtig verstanden habe, sehe ich sie eher als Opfer. Der Absatz ist etwas wirr geschrieben. Aber wenn Trainer und Verwaltung Sportstipendien verkaufen und sich in einem Netzwerk organisieren, sind die die Schuldigen. Wer da als Eltern mitspielt und zahlt kommt eher einem Erpressungsopfer gleich, welches den moralisch verwerflicheren Weg gewählt, aber zum Wohle seiner Kinder gehandelt hat. Wer nicht mit gemacht hat ging leer aus, wenn alles ehrlich gelaufen wäre, wären vielleicht genug Plätze da gewesen. Also alles keine guten Optionen.
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            • mynameistv (geb. 1979) am 15.03.2019 19:14

              Ist das nicht eh Gang und gäbe, dass man eben mal für die Hörsäle neue Beamer besorgt, damit die Kinder auf jeden Fall einen Platz erhalten und gute Noten? ^^
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