„Sløborn“: ZDFneo zeigt Katastrophenserie mit Wotan Wilke Möhring

    Miniserie mit Laura Tonke und Alexander Scheer

    Glenn Riedmeier – 17.06.2020, 14:14 Uhr

    „Sløborn“

    ZDFneo hat die Erstausstrahlung einer neuen Eigenproduktion angekündigt. Es handelt sich um die achtteilige Katastrophenserie „Sløborn“, die in Berlin, auf Norderney und in Polen gedreht wurde. In den Hauptrollen spielen Alexander Scheer, Wotan Wilke Möhring und Laura Tonke mit. Gezeigt wird sie im Rahmen einer Eventprogrammierung: Die ersten vier Folgen sind am Donnerstag, 23. Juli ab 20:15 Uhr am Stück zu sehen, die Episoden 5 bis 8 dann am Freitag, 24. Juli ab 20:15 Uhr. Die komplette Serie liegt ab dem 23. Juli um 20:15 Uhr auch in der ZDFmediathek bereit.

    Die Serie erzählt das Schicksal einer Handvoll Menschen, die von einem Tag auf den anderen vor dem Niedergang ihres bisherigen Lebens stehen. Auf der Nordseeinsel Sløborn werden zwei Leichen auf einem gestrandeten Segelboot entdeckt. Es beginnt eine klassische Mordermittlung, doch schon bald häufen sich die Anzeichen dafür, dass mit den Toten eine gefährliche Seuche eingeschleppt wurde. Die Inselbewohner jedoch deuten diese Anzeichen nicht rechtzeitig, da sie viel zu sehr mit ihren persönlichen Problemen beschäftigt sind. Sie alle ahnen nicht, dass sich das Killervirus bereits Opfer unter den Insulanern sucht und ihre Pläne gnadenlos durchkreuzt … 

    Dabei haben die Inselbewohner alle mit eigenen Problemen zu kämpfen: Schülerin Evelin (Emily Kusche) liebt ihren Vertrauenslehrer Milan (Marc Benjamin) und versucht, ihre ungewollte Schwangerschaft geheimzuhalten. Ihr Vater Richard (Wotan Wilke Möhring) will seine vielleicht letzte Chance auf eine Karriere in der Forschung in Berlin ergreifen. Er verlässt seine Frau Helena (Annika Kuhl) und die vier Kinder. Dorfpolizist Knut Schwarting (Urs Rechn) hat sein Augenmerk auf Martin Fisker (Roland Møller) gerichtet, der auf der Insel ein Rehabilitierungsprojekt mit straffällig gewordenen Jugendlichen (u. a. Lea van Acken und Aaron Hilmer) beginnt. Schwartings Sohn Herm (Adrian Grünewald) kämpft um die Anerkennung seiner Mitschüler, die ihn regelmäßig mobben. Und Autor Nikolai Wagner (Alexander Scheer) ist von Berlin auf die Insel geflohen, um dort eine Schreibhemmung zu überwinden.

    Showrunner Christian Alvart inszenierte die Katastrophenserie gemeinsam mit Regisseur Adolfo J. Kolmerer. Die Drehbücher schrieben Erol Yesilkaya, Arend Remmers, Henner Schulte-Holtey, Siegfried Kamml und Christian Alvart.

    „Sløborn“ ist eine Produktion der Syrreal Entertainment (Produzenten: Sigi Kamml und Christian Alvart) in Koproduktion mit dem ZDF, Tobis (Timm Oberwelland, Peter Eiff und Theo Gringel), Nordisk Film, Dänemark und ZDF Enterprises; gefördert von FFA und MBB. Ursprünglich war eine Ausstrahlung im ZDF-Hauptprogramm auf dem Montagskino-Sendeplatz geplant – nun ist die Serie zu einem „neoriginal“ geworden.

    Statement von Doris Schrenner und Wolfgang Feindt, ZDF-Hauptredaktion Internationale Fiktion:

    Zuletzt hatte die WHO im vergangenen Herbst vor einer weltweiten, verheerenden Pandemie und ihren Folgen gewarnt. Da war die Idee zu der Serie „Sløborn“ schon lange geboren. Die Serie ist seit über zwei Jahren in der Entwicklung, der Dreh selbst fand von September bis November 2019 unter anderem auf der Nordsee-Insel Norderney und in dem polnischen Badeort Sopot statt. Die Postproduktion wurde dann, zuletzt unter erschwerten Corona-Bedingungen, von Dezember bis Ende Mai 2020 durchgeführt. In dieser Zeit machten alle Beteiligten an dieser Produktion die erschreckende, aber auch aufregende Erfahrung, dass eine Serienproduktion auf dramatische Weise sehr real wurde.

    Doch Vorsicht, „Sløborn“ erzählt nicht von Corona. Die fiktive weltweit grassierende Taubengrippe, die innerhalb von acht Tagen das Leben auf der beschaulichen Insel „Sløborn“ in einen Alptraum verwandelt, ist anders, auch letaler als der Virus, der seit einigen Monaten unser Leben bestimmt. Dramatisch sind auch die Folgen und drastisch die Reaktionen der Figuren in dieser Geschichte. „Sløborn“ erzählt davon, wie es sein könnte, wenn ein Virus das Leben einer Inselgemeinde innerhalb von wenigen Tagen auf den Kopf stellt – der Tod innerhalb von Stunden oder wenigen Tagen eintreten kann, eine Evakuierung mit hartem Einsatz durchgeführt wird, die Menschen ihr Heim innerhalb weniger Stunden verlassen müssen.

    Wie verhalten sich Menschen in einer solchen Situation? Wie lange brauchen sie, um eine derartige Situation zu verstehen? Rücken sie zusammen oder auseinander? Was macht eine derartige Situation mit ihnen und sie aus ihr?

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1977) am melden

      Typisch deutsche serien bekomen einen Premium Platz während us serien in der nacht versendet werden unglaublich.....
      • (geb. 1978) am melden

        Wäre es anders, und die deutsche Serie würde im Nachtprogramm laufen, würdest du doch genauso meckern, weil eine Sendung, die von "deinem GEZ-Geld" bezahlt wurde, so weggesendet wird. Im übrigen stimmt dein Vorwurf nicht!
      hier antworten
    • (geb. 1967) am melden

      Joar, der Wolfgang Feindt, hat schon soviele, sehr gute Ko- Produktionen mit verantwortet!
        hier antworten

      weitere Meldungen