Schauspieler Jerry Stiller im Alter von 92 Jahren verstorben

    „King of Queens“-Star und Vater von Amy und Ben Stiller

    Bernd Krannich – 11.05.2020, 11:05 Uhr

    Jerry Stiller in „King of Queens“

    Schauspieler Jerry Stiller ist tot. Nach Angaben seines Sohnes Ben Stiller verstarb er im Alter von 92 Jahren an natürlichen Ursachen.

    Zwischen 1954 und ihrem Tod 2015 war Stiller mit Schauspielkollegin Anne Meara verheiratet, die hierzulande als Kate Tanners Mutter aus „ALF“ bekannt ist und mit Stiller auch in „King of Queens“ als romantisches Paar vor der Kamera stand. Das Ehepaar hatte zwei gemeinsame Kinder, die Schauspieler Amy und Ben Stiller.

    Der ältere Stiller war in den Vereinigten Staaten zunächst als Comedian in den 1960ern bekannt geworden, mit seiner Rolle als Frank Costanza in der enorm erfolgreichen Comedy „Seinfeld“ erreichte er dann Kultstatus – Stiller spielte den Vater des von Jason Alexander gespielten George Costanza. Dem jüngeren und dem deutschen Publikum war Stiller als Arthur Spooner, der eigenwillige Vater von Carrie (Leah Remini) in „King of Queens“, vertraut.

    Jerry Stiller wurde 1927 als Sohn jüdischer Eltern in New York geboren. An der Syracuse University machte er einen Bachelor-Abschluss in Speech and Drama. 1951 gab er sein Bühnen-Debüt. Bei der Improv-Truppe The Compass Players (aus der wenig später das auch heute noch aktive und renommierte The Second City Theatre wurde) lernte er seine spätere Frau Anne kennen, die er 1954 heiratete. Gemeinsam waren sie vor allem in den 1960er Jahren als Comedy-Team aktiv, das zu zahlreichen TV-Auftritten kam. Obwohl Meara bei der Heirat zum jüdischen Glauben konvertierte, fußte die Comedy des Ehepaares damals auf dem Gegensatz des jüdischen Stiller und der irischen Ehefrau Meara mit den Figuren „Hershey Horowitz/Mary Elizabeth Doyle“.

    Als Variety-Shows im US-Fernsehen an Popularität verloren, gingen die beiden Eheleute beruflich getrennte Wege, Stiller war über einen Zeitraum von knapp 20 Jahren in Schauspielkreisen vor allem durch dramatische Broadway-Rollen bekannt.

    Mit dem Part als Georges Vater in „Seinfeld“ wurde Stiller wieder allgemein für sein komödiantisches Talent bekannt. Er spielte den Part als wiederkehrender Gastdarsteller über acht Staffeln lang in mehr als zwei Dutzend Episoden, 1997 wurde er für einen Emmy nominiert. Die Rolle brachte ihm auch den Part in „King of Queens“ ein.

    Ab 1987 stand Jerry Stiller auch mit seinem zunehmend erfolgreichen Sohn Ben vor der Kamera, wobei Ben in diversen Filmen neben dem Vater auch seine Schwester Amy und seine Mutter Anne mit ins Boot holte. Amy, Ben und Anne ihrerseits besuchten Jerry bei „King of Queens“: Anne spielte einerseits in einer Folge ein Date von Stillers Figur Arthur namens Mary Finnegan und daneben in einem längeren Handlungsbogen Spences Mutter Veronica Olchin; Amy spielte in sieben Auftritten diverse Rollen, darunter in drei Episoden Gloria, die Tochter von Mary Finnegan; Ben Stiller porträtierte in einer Rückblick-Episode Arthurs Vater.

    Unter den Parts an der Seite seines Sohnes Ben Stiller sticht der als der Manager Maury in „Zoolander“ hervor.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      ich schaue immer noch sehr gerne King of Queens.
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        zusamen mit seiner geliebten Anne war er unschlagbar ....

        RIP


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          Da ist mal mal ein paar Tage nicht hier, und schon wimmelt es von Nachrufen auf Verstorbene...

          Ich kenne Jerry Stiller vor allem aus Seinfeld, und da fand ich ihn sehr witzig. Und er wurde oft in irgendwelchen Beiträgen über Comedy genannt - er war wohl einer der einflussreichsten Komödianten in den USA.

          Möge er in Frieden ruhen!
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            Danke, Jerry, Du hast mir oft den Tag gerettet. Eine halbe Stunde "King of Queens" und mir ging es wieder besser.

            Der schrullige und liebenswerte Arthur Spooner war die Rolle für ihn. Meine absolute Lieblingsfigur.

            Danke und Ruhe in Frieden.
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          Gestern schaue ich mir noch ein Best Of von Arther Spooner an und amüsiere mich köstlich und heute lese ich das.
          Danke für die vielen lustigen Stunden.

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