Vergangene Woche verabschiedete sich „Maybrit Illner“ in eine mehrwöchige Sommerpause. Für die Zeit währenddessen hat das ZDF vor einigen Wochen überraschend eine Sommervertretung für die langjährige Polittalkerin angekündigt: Ab morgen (30. Juli) übernimmt Sarah Tacke fünf Wochen lang den angestammten Donnerstags-Sendeplatz um 22:15 Uhr. In der Premiere des Talkformats, das schlicht den Namen „Sarah Tacke“ trägt, befasst sich die Moderatorin mit dem Thema, das derzeit ganz Deutschland beschäftigt: dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) am vergangenen Samstag in Berlin und die nachfolgende Debatte über die innere Sicherheit, die seitdem entbrannt ist.
Zum Thema „Der Feind im Innern – wie stoppen wir Islamisten?“ klärt Moderatorin Sarah Tacke die Faktenlage und diskutiert mit Gästen über die Verantwortung und die Konsequenzen. Zu Gast sind der NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), die Islamwissenschaftlerin und Grünen-Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor, den Extremismusforscher Ahmad Mansour sowie Tugay Sarac, den Leiter der Queer-Gruppe an der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin-Moabit. Der ehemalige Salafist leistet heute Präventionsarbeit gegen religiösen Extremismus.
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Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fordert weitreichende neue Maßnahmen, unter anderem die Abschaffung des Jugendstrafrechts für erwachsene Terrorverdächtige, eine bundesweit einheitliche Präventivhaft sowie den verstärkten Einsatz elektronischer Fußfesseln für bekannte Extremisten. Kritiker wiederum werfen dem Bundesinnenminister vor, seit seinem Amtsantritt die Prävention zu vernachlässigen und damit falsche Schwerpunkte zu setzen.
Sarah Tacke, Leiterin der ZDF-Rechtsredaktion und Moderatorin des Wirtschaftsmagazins „WISO“, sucht im Gespräch mit ihren Gästen nach konstruktiven Antworten auf die Fragen: Helfen den Sicherheitsbehörden mehr Befugnisse im Kampf gegen den Terrorismus – oder scheitert der Staat vor allem an der Umsetzung bestehender Möglichkeiten? Wie groß ist die aktuelle Bedrohung durch islamistische Gefährder? Und weshalb wird die islamistische Szene immer jünger?
Allgemein verfolgt der neue ZDF-Polittalk das Ziel, sich den konkreten Auswirkungen der großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit auf den Alltag der Menschen zu widmen. In den vorerst fünf Ausgaben will Sarah Tacke zusammen mit Betroffenen, Experten sowie Verantwortlichen Ursachen analysieren, Argumente überprüfen und nach tragfähigen Lösungen suchen. Die Themen werden sich an den drängenden Debatten im Land orientieren – von Sozialreformen über die wirtschaftliche Lage vieler Menschen bis zu den Wahlen in Ostdeutschland und dem Umgang mit politischen Rändern an der Basis.
Die promovierte Juristin Sarah Tacke will erörtern, welche Folgen politische Entscheidungen für die Lebenswirklichkeit der Menschen haben. Begleitet wird der Talk durch eine intensive Social-Media-Kommunikation vor und nach der Sendung über die Kanäle von ZDFheute sowie durch direkte Kommunikation mit den Zuschauern über eine QR-Code-Umfrage.
Produziert wird „Sarah Tacke“ von der Kölner Produktionsfirma I&U Studios, die seit vielen Jahren hinter dem RTL-Magazin „stern TV“ steht.