„Run“: HBO setzt Comedy nach erster Staffel nicht fort

    Comedy mit Merritt Wever und Domhnall Gleeson bleibt Miniserie

    Bernd Krannich – 11.07.2020, 12:49 Uhr

    Merritt Wever und Domhnall Gleeson in „Run“

    Jäh ist die Flucht von Domhnall Gleeson und Merritt Wever in „Run“ beendet worden: Der amerikanische Pay-TV-Sender HBO hat nach einer Staffel mit sieben Folgen nun die Notbremse gezogen und das Projekt von Autorin Vicky Jones und Produzentin Phoebe Waller-Bridge („Fleabag“) beendet.

    Die siebenteilige Serie – die durchaus in dieser Form als Miniserie stehen kann – wird in Deutschland bei Sky gezeigt, das die Originalversion bereits on Demand zur Verfügung gestellt hat und die lineare Ausstrahlung im weiteren Jahresverlauf plant (fernsehserien.de berichtete).

    „Run“ handelt vom ehemaligen College-Paar Ruby (Merritt Wever; „Nurse Jackie“, „Unbelievable“) und Billy (Domhnall Gleeson, General Hux aus den letzten „Star Wars“-Filmen). Deren Beziehung zerbrach, als die angehende Architektin Ruby für ein angesehenes Programm die bisherige Uni verließ. Beide vereinbarten – halb im Scherz – dass wenn sie beide das Signal „RUN“ per SMS austauschen würden, sie alles stehen und liegen lassen, um auf einer gemeinsamen, fest geplanten Zugreise aus ihrem Leben auszubrechen.

    Mehr als einmal hatte einer das Kommando gesandt, aber der andere nicht reagiert. Als nun Billy Run sendet, antwortet Ruby – und beide treffen sich wieder. Da beide aber trotz der Möglichkeiten des Internets keine Ahnung haben, was der andere in den vergangenen Jahren getrieben hat, herrscht neben einer euphorischen Aufbruchstimmung auch Unsicherheit und Misstrauen – umso mehr, als beide erste Einblicke erhalten, wovon sie jeweils weglaufen. Ruby flüchtet vor den Wurzeln, die sie geschlagen hat und die für sie zu Fesseln geworden sind, während Billy nach einem akuten beruflichen Fehlschlag die Flucht ergriffen hat. Doch was ist sein Ziel?

    Problematisch für eine mögliche und auch diskutierte Fortsetzung war laut Deadline wohl, dass die Serie nach der ersten Staffel – sie zeigt eben den gemeinsamen Ausbruch und die anfängliche Zugreise in Form eines Roadmovies – für eine zweite Staffel neu aufgestellt hätte werden müssen.

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