RTL feiert 20 Jahre „Wer wird Millionär?“

    Dreistündige Jubiläumsfolge mit besonderem Kniff

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 07.08.2019, 19:00 Uhr

    Günther Jauch – Bild: MG RTL D / Stefan Gregorowius
    Günther Jauch

    Als am 3. September 1999 „Wer wird Millionär?“ an den Start ging, hätten sich wohl die Wenigsten träumen lassen, dass die Quizshow auch 20 Jahre später noch auf Sendung sein würde. In vielen anderen Ländern ist das Format längst Geschichte, doch in Deutschland erfreut es sich – vor allem dank Günther Jauch – immer noch großer Beliebtheit. RTL begeht das runde Jubiläum mit einem besonderen Special, das am Montag, 2. September, von 20.15 Uhr bis 23.00 Uhr ausgestrahlt wird.

    Die Besonderheit: In der Jubiläumsshow werden ausschließlich Fragen gestellt, die in der 20-jährigen Geschichte der Sendung schon einmal vorkamen. Rein theorethisch könnte es also so einfach wie nie zuvor sein, die Million zu gewinnen – vorausgesetzt, man hat alle Folgen gesehen und sich alle richtigen Antworten gemerkt. Das Archiv umfasst laut Senderangaben allerdings mehr als 35.000 Fragen. Gespielt wird im klassischen Spielmodus, allerdings erhalten die Kandidaten ein kleines Geschenk: Zusätzlich zu den vier Jokern erhalten sie in jedem Fall die sogenannte „Hängematte“ mit einer Sicherheitsstufe bei 16.000 Euro. Zwischendurch gibt es Rückblicke und Talks mit ehemaligen Kandidaten zu sehen.

    Das Studiopublikum in der Jubiläumsshow könnte zudem das vielleicht klügste Publikum aller Zeiten sein. Es besteht nämlich komplett aus prominenten und nicht-prominenten Kandidaten, die in den vergangenen 20 Jahren schon mal bei Günther Jauch auf dem Ratestuhl um die Million gespielt haben.

    Die ersten vier Folgen liefen im Herbst 1999 an vier aufeinanderfolgenden Tagen. Diese kamen in der Presse nicht sonderlich gut an, vor allem Günther Jauchs Moderationsleistung wurde damals kritisiert. Doch im Verlauf der vier Tage steigerte sich die Reichweite auf sieben Millionen Zuschauer. Erst im Januar 2000 waren weitere Folgen zu sehen – und vorerst hielt RTL an täglichen Eventprogrammierungen fest, bevor der Sender ab Oktober 2000 auf eine dauerhafte Ausstrahlung am Freitag-, Samstag und Montagabend umstellte. In der Hochphase schalteten bis zu zwölf Millionen Menschen ein. Im November 2000 lief schließlich das erste von mittlerweile 38 Prominenten-Specials.

    „WWM macht mir große Freude und das ist auch eine der drei entscheidenden Bedingungen: Dem Sender muss es gefallen, dem Publikum natürlich und es muss mir Spaß machen. Wenn das alles zusammenkommt, dann machen wir einfach immer weiter“, so Günther Jauch.

    Seinen Ursprung hatte das Format im britischen Original „Who Wants to Be a Millionaire“, das erstmals 1998 ausgestrahlt wurde. Es dauerte nicht lange, bis es ein weltweiter Verkaufsschlager wurde. In Deutschland löste „Wer wird Millionär?“ einen neuen Boom des totgeglaubten Quiz-Genres aus, das zahleiche Trittbrettfahrer-Formate nach sich zog. Ob „Die Quiz Show“, „Die Chance deines Lebens“, „Multi Millionär“, „Das MillionenQuiz“ oder „Ca$h – Das Eine-Million-Mark-Quiz“ – die meisten hielten sich nur vergleichsweise kurz im Programm und erreichten nie die Qualität des Originals. „Wer wird Millionär?“ und die österreichische „Millionenshow“ sind die langlebigsten Adaptionen des Formats. In den meisten anderen Ländern hielt der Hype nur wenige Jahre an. 2014 beendete ITV vorerst das britische Vorbild, doch im Jahr 2018 wurde eine Neuauflage mit dem ehemaligen „Top Gear“-Moderator Jeremy Clarkson gestartet.

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