„Rock statt Rente!“: Sat.1 gründet rustikalen Ü70-Chor

    „Eine Anwältin für alle Fälle“: Mehr Gerechtigkeit per Doku-Soap

    Michael Brandes – 24.06.2010

    Singende Senioren begeisterten vor zwei Jahren in der ebenso komischen wie anrührenden US-Doku „Young@heart“ auch hierzulande die Kinozuschauer. Der aus Mitgliedern zwischen 75 und 93 Jahren bestehende Chor aus Massachusetts ging mit Songs von Nirvana, Sonic Youth, Coldplay oder auch den Ramones auf eine große US-Tour.

    Am 4. August startet Sat.1 eine neue Doku-Soap, die thematisch an „Young@heart“ erinnert: 25 „rüstige Rentner“ bilden einen Ü70-Chor. Die Senioren zwischen 70 und 95 Jahren sollen Rocksongs von AC/DC bis zu den Ärzten covern und den „wahrscheinlich besten Sommer ihres Lebens“ erleben. Der Höhepunkt von „Rock statt Rente! Das Beste kommt zum Schluss“ (20:15 Uhr) soll ein gemeinsamer Auftritt des Chores mit der deutschen Band PUR werden. „Rock statt Rente!“ ist eine von zwei neuen, sechsteiligen Doku-Soaps, die Sat.1 ab dem 4. August in der Primetime am Mittwoch ausstrahlt.

    Wohl beflügelt vom Erfolg der Serie „Danni Lowinski“ – und von diversen ähnlichen Formaten anderer Sender – versorgt nun auch Sat.1 seine Zuschauer mit einer Reality-Anwältin, die im Rahmen einer Doku-Soap „für mehr Gerechtigkeit“ kämpfen soll. In „Eine Anwältin für alle Fälle“ bietet Leonora Holling nach Aussage des Senders „realen Rechtsbeistand für Verratene und Betrogene“. Sie ist seit 1994 vor allem in den Bereichen Strafrecht und Verbraucherschutz tätig und war an populären Strafprozessen wie dem so genannten „Sabrina-Verfahren“ beteiligt. Auf die Finger geklopft werden soll Firmen, Ärzten und Behördern. Geplante Themen sind zum Beispiel unberechtigter Kindesentzug, überfällige Lohnzahlungen oder Ärztepfusch.

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