„Rocco Schiavone“: Dritte Staffel des Italo-Krimis bald in Deutschland

    Vier neue 90-Minüter mit Marco Giallini

    Glenn Riedmeier – 10.03.2020, 18:05 Uhr

    Marco Giallini ist „Rocco Schiavone“

    „Rocco Schiavone“ ermittelt demnächst auch wieder im deutschen Fernsehen. Der Pay-TV-Sender FOX hat den Starttermin für die dritte Staffel der italienischen Crime-Serie angekündigt. Vier neue 90-minütige Folgen basierend auf dem Roman „Der Gefrierpunkt des Blutes“ sind ab dem 13. Mai montags um 21:00 Uhr in deutscher Erstausstrahlung zu sehen – wahlweise im italienischen Original oder der deutschen Synchronfassung. Im Anschluss an die lineare Ausstrahlung liegen die Episoden bei Sky Go, Sky On Demand, Sky Ticket, in der Megathek auf MagentaTV sowie Vodafone Select und GigaTV bereit.

    Das Krimidrama ging im Heimatland Italien Ende 2016 auf dem Sender Rai 2 an den Start. Marco Giallini verkörpert den titelgebenden Kommissar Rocco Schiavone, für den Dienst nach Vorschrift nicht unbedingt seiner Arbeitsmoral entspricht. Der Ermittler zeichnet sich durch Sarkasmus und ein launisches Temperament aus – und auch mit dem Gesetz nimmt es der Römer nicht immer ganz so genau. Dies hat zur Folge, dass Schiavone in der Pilotfolge „Schwarze Piste“ in die Provinz strafversetzt wurde, genauer gesagt ins bergige Aostatal.

    Den charismatischen Lebemann trifft dies recht hart, auch wenn er in Rom durch seine dubiosen Freunde in das eine oder andere fragwürdige Geschäft verwickelt war. Im Vergleich dazu kommen Schiavone seine neuen Nachbarn geradezu brav und langweilig vor. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als einfach das zu tun, was er am besten kann: gemeinsam mit seinen jungen Kollegen Mordfälle lösen.

    Zu Beginn der dritten Staffel steht das Leben des Kommissars Kopf: Die Pläne seines besten Freundes Sebastiano (Leone Miccichè), den Mörder seiner Frau Adele zu töten, wurden an die Polizei verraten. Sebastiano steht seitdem unter Hausarrest und weigert sich, mit Rocco zu sprechen, denn er hält ihn für den Informanten. Zudem wenden sich Roccos alte Freunde Brizio (Tullio Sorrentino) und Furio (Mirko Frezza) von ihm ab.

    Als Rocco erfährt, dass ausgerechnet seine Geliebte, Inspektorin Caterina Rispoli (Claudia Vismara), ihn heimlich überwacht und über Sebastiano berichtet hat, bricht er den Kontakt zu ihr ab. Dem Kommissar bleibt nicht mehr viel: der Nachbarsjunge Gabriele (Carlo Ponti Di Sant’Angelo), der in Rocco eine Art Vaterersatz sieht, die Erinnerung an seine verstorbene Frau Marina und seine Arbeit. Weil er sich zunehmend einsam fühlt, zieht Rocco sich zurück, schließt sich in seiner Wohnung ein und verkündet, seinen ersten neuen Fall von der Couch aus zu lösen. Der Kommissar kommt erst aus seiner Lethargie und stellt sich der Realität, als ihn besorgte Nachfragen von Gabriele und ein Brief von Caterina erreichen. Roccos ganze Kraft und Erfahrung ist gefordert, denn ein alter Feind sinnt auf Rache … 

    Das Serie basiert auf einer Romanreihe des Krimiautors Antonio Manzini. Inszeniert wurde sie von Michele Soavi nach Drehbüchern von Antonio Manzini und Maurizio Careddu. In Italien erfreut sich die Serie großer Beliebtheit – eine vierte Staffel ist schon beschlossene Sache. Im Free-TV strahlte Das Erste vor einem Jahr die erste Staffel aus – unter dem Alternativtitel „Der Kommissar und die Alpen“.

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