Quoten: „Zervakis & Opdenhövel. Live.“ bei ProSieben mit ernüchterndem Auftakt

    Junge Zuschauer interessieren sich mehr für „Die Höhle der Löwen“ und „Vierkampf“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 14.09.2021, 10:16 Uhr

    Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel präsentieren „Zervakis & Opdenhövel. Live.“ – Bild: ProSieben/Michael de Boer
    Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel präsentieren „Zervakis & Opdenhövel. Live.“

    Zum Start seines neuen Magazins und auch ein bisschen in eine neue Ära hatte man sich bei ProSieben von der Premiere von „Zervakis & Opdenhövel. Live.“ mehr versprochen: Das Nachrichtenmagazin konnte am Montagabend insgesamt nur 470.000 Zuschauer anziehen (Marktanteil 1,7 Prozent). In der jungen Zielgruppe sah es ebenfalls ganz bitter aus: Nur 333.000 Zuschauer schauten durchschnittlich zu. Das bedeutete bei den 14- bis 49-Jährigen einen sehr ernüchternden Marktanteil von 4,6 Prozent – ProSieben schielt da eher auf das Zweifache.

    Die Zahlen werden durch zwei Vergleiche noch deprimierender: Einerseits konnten die „Die Simpsons“ mit zwei Folgen am Vorabend Marktanteile bis 12 Prozent erreichen, bei der zweiten Episode wurden etwa um 18:35 Uhr noch 444.000 junge Zuschauer ausgewiesen. Auch bei „Galileo“ schalteten mit 510.000 ab 19:00 Uhr deutlich mehr junge Zuschauer ein. Daneben war in der Vorwoche „How Fake Is Your Love?“ bei ProSieben am Dienstagabend in der Primetime gestartet: Auch 333.0000 Zuschauer, was dem Format die sofortige Verbannung nach Mitternacht einbrachte (fernsehserien.de berichtete).

    In einem ersten Statement meldete sich die Marketing-Abteilung von ProSieben bei Twitter und versprach, dass man am neuen politischen Magazin festhalten werde:

    Auch die Kritik unseres Kollegen Ralf Döbele fällt wohlwollend aus (fernsehserien.de berichtete). Für ProSieben ist „#ZOL“ bei der Etablierung des neuen Claims „Unterhaltung mit Haltung“ der Grundstein für das Montagsprogramm (fernsehserien.de berichtete)

    Nach den mageren Zuschauerzahlen des Vorprogramms konnte dann im Anschluss bei ProSieben auch eine Deutschlandpremiere von „Uncovered“ sowie eine Ausgabe von „10 Fakten“ nicht punkten und erreichten nur Zielgruppen-Marktanteile von 4,6 beziehungsweise 4,7 Prozent.

    Am meisten Zugkraft auf das junge Publikum entwickelte am Montagabend Das Erste mit dem „Vierkampf nach dem Triell“, in dem nach dem „Triell“ der aussichtsreichen Kanzlerkandidaten am Sonntag die Spitzenkandidaten jener Parteien in einen „Vierkampf“ traten, die daneben eine realistische Chance auf den Einzug in Fraktionsstärke in den Bundestag haben: CSU, Linkspartei, FDP und AfD. Hier schalteten insgesamt 3,66 Millionen Zuschauer ein (Gesamtmarktanteil 13,1 Prozent) – dabei wurden auch 1,13 Millionen junge Zuschauer angesprochen, was einem Marktanteil von starken 15,6 entsprach.

    Bei den Unterhaltungsprogrammen in der Primetime konnte „Die Höhle der Löwen“ mit der zweiten frischen Ausgabe der aktuellen Staffel punkten und sich bei den umworbenen Zuschauern auf einen Marktanteil von 15,4 Prozent steigern. Im Schnitt schalteten 2,03 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren ein.

    Im ZDF erreichte eingangs der Primetime der Film „Die Jägerin – Nach eigenem Gesetz“ die meisten Zuschauer: 5,68 Millionen Zuschauer schalteten ein (Marktanteil 20,3 Prozent), bei den jungen Zuschauern wurden ordentliche 7,7 Prozent erreicht.

    Auf RTL Zwei brachte eine Sonderausgabe von „Berlin – Tag & Nacht“ zum 10-jährigen Jubiläum in der Primetime einen Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen von 6,8 Prozent, bevor es für „Love Island – Heiße Flirts und wahre Liebe“ leicht auf 6,2 Prozent herab ging. Kabel Eins hielt sich derweil mit einer Wiederholung von „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ schadlos und kann mit einem Marktanteil von 5,4 Prozent zufrieden sein.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1979) am

      In spätestens zwei Wochen wird also entweder Galileo gezeigt oder eine andere Rankingshow...oder Harry Potter^^.
      Vielleicht sollte ProSieben auch endlich mal wieder eine Alternative zu RTL werden und nicht so krampfhaft versuchen den Sender zu kopieren.
      Bin ich der Einzige, der so denkt?
      • am

        nein bin auch ihrer ansicht und habe schon vor einem jahr geschreiben das mir das
        neue konzept von pro 7 nicht gefällt und es im großen und ganzen scheif gehen wird aber
        wurde dafür nur angefeindet und beschimpft.....
        back to the roots, serien (montag bis mittwoch), filme und ab und zu (und nicht jede woche) joko/klaas und ein paar wenige ranking shows im jahr ...... und top model als trash program genügt voll und ganz....und der "neue" programm chef gehört gefeuert.........

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