Pocher: „Momentan sind Kerner und ich die Prügelknaben“

    Sat.1-Aushängeschild legt nun Wert auf das Privatleben

    Michael Brandes – 27.08.2010

    Pocher: "Momentan sind Kerner und ich die Prügelknaben" – Sat.1-Aushängeschild legt nun Wert auf das Privatleben – Bild: Sat.1/Arne Weychardt

    Mit der Wiederholung seines Kinofilms „Vollidiot“ und einem Gastauftritt bei „Kerner“ hat Sat.1 gestern Oliver Pocher zurück ins Gedächtnis gerufen. Der Entertainer ist ab heute Abend wieder Gastgeber der „Oliver Pocher Show“, die mit neuer Kulisse und geändertem Konzept bessere Einschaltquoten anvisiert (fernsehserien.de berichtete).

    „Wie jede Sendung haben wir einen gewissen Selbstfindungsprozess durchlaufen und alles, was wir gemacht haben, kritisch hinterfragt“, erklärt Pocher in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“. Die breite Kritik an der ersten Staffel seiner Show hält er für überzogen: „Ich habe eine absolut zufriedenstellende Sendung – in allen Belangen. Momentan sind Kerner und ich die Prügelknaben, aber damit können wir sehr gut leben. Wenn man das Aushängeschild eines Senders ist, dann liegt ein gewisser Fokus auf einem.“

    Viel Aufmerksamkeit widmen Pocher auch die Boulevardmedien. In diesem Punkt scheint sich der Moderator, der die Berichterstattung „nur bedingt steuern kann“, inzwischen eine gewisse Zurückhaltung auferlegt zu haben. Auf die Frage, ob er denn sein Privatleben so eifrig schütze wie Günther Jauch und Harald Schmidt, antwortet er: „Wer Grenzen überschreitet, gegen den gehe ich rechtlich vor. Das tun alle Kollegen, die ihr Privatleben, soweit es geht, aus der Öffentlichkeit heraushalten wollen. Und zu denen zähle ich mich auch.“

    Der Kontakt zu Harald Schmidt ist mittlerweile eingeschlafen. Schmidts neue Show schaut er nur gelegentlich: „’Schmidt & Pocher’ hat mir aber eindeutig besser gefallen“.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      wunschliste.de schrieb:
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      > Wie jede Sendung haben wir einen
      > gewissen Selbstfindungsprozess durchlaufen und
      > alles, was wir gemacht haben, kritisch
      > hinterfragt", erklärt Pocher in einem Interview
      > mit dem "Tagesspiegel".


      Das geht noch besser, lieber Herr Pocher:

      "Die Sendung hat nach Durchlaufen eines transparenten institutionalisierten Evaluierungsprozesses in der Sommerpause eine innovative und performance- orientierte Fokussierung auf die Kernkompetenzen erhalten, die dazu führen wird, dass die Show noch stärker als bisher eine zielführende Success- Story im Bereich der werberelevanten Kernzielgruppe wird."

      Als Zuschauer würde man das etwas kürzer formulieren: Oli, deine Show ist mies!
      • am via tvforen.de

        Und schlimm genug, daß er stolz ist, Aushängeschild eines so heruntergekommenen Senders zu sein.

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