„Offscreen“: Ex-“GZSZ“-Star Sıla Şahin parodiert sich selbst

    Neues satirisches funk-Format über die Schattenseiten des Showgeschäfts

    "Offscreen": Ex-"GZSZ"-Star Sıla Şahin parodiert sich selbst – Neues satirisches funk-Format über die Schattenseiten des Showgeschäfts – Bild: ZDF/Marcel Weisheit
    „Offscreen“ mit Sıla Şahin

    Als Ayla Höfer wurde Schauspielerin Sıla Şahin in der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt. Für eine neue Webserie des ARD/ZDF-Jugendangebots funk nimmt sie sich nun selbst auf die Schippe. In „Offscreen“ spielt sie sich selbst und ist am Tiefpunkt angekommen: Ihren Job in der Daily-Soap ist sie los und ihr Verlobter hat sie verlassen – damit ist auch der Luxus vorbei, sich nicht um finanzielle Angelegenheiten kümmern zu müssen. Insgesamt 18 Folgen à sechs Minuten wurden produziert, die ersten drei werden am 21. Dezember um 16.00 Uhr veröffentlicht, danach wird pro Woche eine neue Folge hinzukommen.

    Zu allem Überfluss taucht auf einmal auch noch Sılas alte Liebe wieder in ihrem Leben auf – und mit ihr auch gleich seine neue Freundin, Sılas mittlerweile total erfolgreiche Schauspiel-Konkurrentin aus ihrer damaligen Daily-Soap. Ralf Richter spielt sich ebenfalls selbst. Der ehemalige Schauspieler Ralf will auch im hohen Alter noch an Erfolg, Frauen und Champagnerpartys festhalten und ist deshalb mittlerweile Celebrity-Manager, um sich das nötige Kleingeld für seine Hobbys dazuzuverdienen. Er will Sıla zu einer steilen Karriere, viel Geld und guten Schlagzeilen zu verhelfen – doch in erster Linie geht es für ihn nur um seine eigene fette Provision. Er versucht sie in ein Reality-Format zu quatschen.

    Sıla wiederum will endlich eine seriöse Schauspielkarriere starten. Seelische Unterstützung erhält sie dabei von ihrem alten Freund Niklas (Niklas Löffler), der gerade aus ähnlichen Gründen eine künstlerisch anspruchslose Vorabendserie verlassen hat. Mit sagenhafter Lässigkeit nimmt er seine vorübergehende Arbeitslosigkeit hin und quartiert sich kurzerhand auf Sılas Couch ein. Mit seiner dreisten Art bringt er Sılas ohnehin schon kompliziertes Leben zusätzlich durcheinander.

    Die Handlungsstränge der einzelnen Folgen werden durch kommentierende und Interview-Situationen ergänzt, die dem Format Elemente einer Mockumentary verleihen und die Licht- und Schattenseiten des deutschen Showgeschäfts offenbaren sollen. Sıla Şahin hatte die Idee zu dem Format und stand der Produktion mit inhaltlicher Beratung zur Seite. Das Drehbuch stammt von Carsten Vauth, der auch Regie führte.

    „Jeder hat gute und jeder hat schlechte Tage. Ich bin von einem ziemlich enttäuschenden Termin bei einer Produktionsfirma gekommen und habe mich mit Carsten getroffen. Ihm habe ich erzählt, was mich an dieser ganzen klischeehaften Außenwirkung aufregt: Das Leben als Schauspielerin in Deutschland besteht nicht nur aus Party und Champagner, sondern auch aus härteren Zeiten“, so Sıla Şahin. „Wenn du das Gefühl hast, dass dich niemand mehr casten will und sich diese Scheinwelt aus der Presse immer mehr von deinem wirklichen Leben unterscheidet. Und genau in so einem Moment ist ‚Offscreen‘ entstanden. Ich habe Carsten gebeten, eine Serie über mein Leben zu schreiben. Ich wollte den Leuten einfach zeigen, wie es im Leben einer Schauspielerin auch zugehen kann – und ich glaube das haben wir mit einer guten Prise Humor und ein paar Übertreibungen auch gut hinbekommen.“

    Von 2009 bis 2014 verkörperte Sıla Şahin die Hauptrolle der Ayla Höfer in „GZSZ“, für die sie 2012 zwei German Soap Awards in den Kategorien „Sexiest Woman“ und „Schönstes Liebespaar“ (zusammen mit Jörn Schlönvoigt) erhielt. In der letzten Phase der ARD-Soap „Verbotene Liebe“ spielte sie bis Mitte 2015 die Rolle der Gina Schmitz.

    14.12.2017, 13:52 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen