Die Veröffentlichungen von Netflix im Oktober kann man getrost als „Schrotschuss“ bezeichnen: Zahlreiche kleinere, interessante Serien, aber keine wirklich schweren Geschütze. Immerhin: Der Streaming-Dienst hält sich mit einigen Lizenzserien schadlos.
Aus deutscher Sicht ist unter den Neustarts „Die Falle“ hervorzuheben, eine Miniserie nach Buchvorlage von Melanie Raabe, in der eine nach der Ermordung ihrer Schwester an ihre Wohnung gefesselte Bestseller-Autorin (Friederike Becht) sich anschickt, dem damaligen Mörder nach zehn Jahren das Handwerk zu legen, nachdem sie glaubt, ihn in einem Fernsehbeitrag wiedererkannt zu haben.
Aus Kanada kommen die Literaturverfilmung „East of Eden“ mit Florence Pugh und die Suspense-Horrorserie „Below“ mit Josh Hartnett und einer Bedrohung für ein kleines Fischerdorf.
Fortsetzungen gibt es für das frisch mit einem Emmy für Präsidentinnen-Darstellerin Allison Janney ausgezeichnetem Politdrama „Diplomatische Beziehungen“ und das französische Ganovenstück „Lupin“ sowie die Liebeskomödie „Nobody Wants This“.
Daneben hat sich Netflix Zweitverwertungsrechte an der ersten Staffel der Neuauflage von „Matlock“ mit Kathy Bates und der hierzulande bei MagentaTV laufenden Serie „The Hunting Wives“ gesichert (Netflix hat Premierenrechte in weiten Teilen der Welt). Daneben hat man wieder bei Paramount eingekauft und bietet die ersten vier Staffeln des Thrillers „Mayor of Kingstown“ mit Jeremy Renner an.
Highlight im Filmbereich ist der Thriller „Animals“, in der Ben Affleck einen Bürgermeisterkandidaten spielt, dessen Sohn entführt wird und der zusammen mit seiner Frau (Kerry Washington) zu unvorstellbaren Mitteln greift, um das Lösegeld aufzutreiben.