„MARS“: Zweite Staffel der NatGeo-Serie startet im November

    Kann der Rote Planet zur zweiten Heimat der Menschheit werden?

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 12.09.2018, 12:31 Uhr

    „MARS“ – Bild: National Geographic
    „MARS“

    In Deutschland wird am 11. November traditionell die Zeit der Narren und Jecken ausgerufen. Bei NatGeo geht an dem Tag um 21.00 Uhr die zweite Staffel von „MARS“ an den Start, die vom – ganz und gar nicht närrischen – Unterfangen handelt, den Mars zu besuchen und zu besiedeln. Parallel richtet der Pay-TV-Sender ab dem 12. November werktags um 19.15 Uhr einen „Space-Programmslot“ ein und wird verstärkt über Weltraum-Themen berichten.

    Für NatGeo ist „Mars“ ein Prestigeprojekt. Die erste Staffel der Hybrid-Serie stellte dokumentarische Berichterstattung über aktuelle Bestrebungen einer bemannten Marsmission (vornehmlich durch Elon Musks Space X) hochwertig produzierten fiktionalen Szenen gegenüber. In der zweiten Staffel geht es um den Themenkomplex Terraforming, also die Überlegungen, ob und wie die Menschheit aus dem aktuell sehr lebensfeindlichen roten Planten eine bewohnbare zweite Heimat machen könnte. Die neue Staffel umfasst sechs Folgen. Als neue Showrunnerin ist Dee Johnson („Nashville“) an Bord gekommen. Produziert wird die Serie weiterhin durch Ron Howard („Apollo 13“, „Solo: A Star Wars Story“) und Brian Grazer von Imagine Television.

    In der zweiten Staffel geht es also um den Prozess des Terraforming. Wenn er überhaupt möglich ist, könnte er zwischen tausend und hunderttausend Jahren dauern. Ziel wäre es, durch Einbringen von Gasen die Atmosphäre des Mars zu verdichten, wodurch ein geplanter Treibhauseffekt ausgelöst würde, in dessen Folge aktuell auf der Oberfläche in gefrorener Form abgelagerte Gase (CO2, Wasser) erwärmt und ebenfalls wieder zu Gasen würden, die die Atmosphäre weiter verdichten und helfen, die Temperatur weiter anzuheben etc. Daneben gilt flüssiges Wasser als eine der Grundvoraussetzungen für Ökosysteme irdischer Art.

    In der fiktionalen Geschichte sind seit der Landung der ersten Mission der Mars Science Foundation (IMSF) zehn Jahre vergangen. Zwar wurde mit Olympus Town eine erste Siedlung aufgebaut, allerdings fehlt es allmählich an finanziellen Mitteln. So kommt es zur Zusammenarbeit mit dem Minenunternehmen Lukrum Industries und den Wissenschaftlern, um durch Abbau wertvoller Rohstoffe finanziell unabhängig zu werden. Allerdings kommen bei der Ausführung schnell massive Meinungsverschiedenheiten auf.

    Die neue Staffel soll bei der Untersuchung der Terraforming-Thematik auch darauf eingehen, ob frühere Fehler bei der Ausbreitung der (westlichen) Menschheit vermieden werden können oder ob Konflikte um Ressourcenverteilung und politische Teilhabe von „Siedlern“ erneut auftreten müssen.

    BEGLEITPROGRAMM

    Am 11. November direkt im Anschluss an „Mars“ um 21.50 Uhr wird die Doku „Space X: Die Reise zum Mars“ als Deutschlandpremiere ausgestrahlt. Darin geht es um die von Elon Musk gegründete Firma Space X und ihre Geschichte und Ziele – eben eine bemannte Marsmission. Anders als bei vielen anderen Träumen hat Space X schon mehrere Schritte auf dem Weg dorthin genommen.

    Am 18. November um 21.50 Uhr folgt die Doku „Aufbruch zur Sonne – Eine einzigartige Mission“ über die aktuelle NASA-Mission Parker Solar Probe. Die Sonde soll sich unserem Stern weiter nähern, als bisherige Sonden: 6,2 Millionen Kilometer (der Planet Merkur umkreist die Sonne auf einer elliptischen Umlaufbahn in einer Entfernung von 46 bis 69,8 Millionen Kilometer). Die neue Sonnen-Mission soll zahlreiche Fragen über unseren Stern klären helfen.

    Am 25. November und am 2. Dezember wird die zweiteilige Dokumentation „Space Shuttles – Erfolge und Tragödien“ gezeigt, die die 30-jährige Geschichte der Einsätze des wiederverwertbaren Raumgleiters aufzeigt, in der es neben zahlreichen Erfolgen auch die beiden tragischen Verluste der Challenger und der Columbia zu beklagen gibt.

    Am 9. Dezember schließlich folgt „Mars-Rover: Erforschung des Roten Planeten“, der die im November 2011 in Cape Canaverals gestartete Mission des Rovers Curiosity.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1967) am melden

      Die 1.Staffel war echt Klasse!! Ich dachte echt, daß es nur 1 Staffel geben würde, denn das Ende hatte sich auch wie ein defintives Ebnde angefühlt mit anschließendem "Making of"!!
        hier antworten

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen

      weitere Meldungen