„Manifest“: Neue Hoffnung auf vierte Staffel

    Mysterydrama könnte zwischenzeitlichen Absturz überleben

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 21.07.2021, 09:56 Uhr

    Der holprige Weg in die Zukunft könnte für „Manifest“ noch ein glückliches Ende haben. – Bild: NBC
    Der holprige Weg in die Zukunft könnte für „Manifest“ noch ein glückliches Ende haben.

    Aus den USA gibt es neue Hoffnung auf eine Fortsetzung von „Manifest“: Sowohl NBC als auch Netflix sollen erneut Verhandlungen mit Produktionsstudio Warner Bros. TV um die Bestellung einer vierten Staffel aufgenommen haben, wie Deadline meldet.

    Beide hatte bereits im Mai um eine Fortsetzung der Serie verhandelt, aber jeweils letztendlich abgewunken. Für eine Fortsetzung gibt es weiterhin hohe Hürden.

    Deadline konstatiert bei NBC gegenüber den letzten Verhandlungen geänderte Voraussetzungen. Damals habe NBC einerseits im Budget gehabt, die Serie „Good Girls“ mit einer kurzen, achtteiligen vierten Staffel zurückzubringen. Der Sender stand damals nach früheren Berichten kurz vor einem Gesamtpaket, bei dem die Hauptdarsteller:innen der quotenschwachen Serie Gehaltskürzungen zugestimmt hatten. Unbestätigten Berichten zufolge soll die Verlängerung letztendlich in weit fortgeschrittenem Stadium an Vertragsverhandlungen mit Rio-Darsteller Manny Montana gescheitert sein. Daneben hat NBC auch die Serie „Law & Order: For the Defense“ abgeblasen (fernsehserien.de berichtete), wobei hier das Timing nicht ganz klar ist. Beide Faktoren sorgen allerdings dafür, dass NBC Programmplätze und Budget frei hat. „Manifest“ war bei NBC in diesem Jahr unter den abgesetzten Serien diejenige gewesen, die mit Abstand die besten Einschaltquoten hatte – negative Faktoren waren fehlende Streamingrechte gewesen sowie die Tatsache, dass „Good Girls“ vom Schwesterstudio hergestellt wurde und daher für NBCUniversal Priorität gehabt hatte.

    Auf der anderen Seite steht Netflix, das in den USA die Streaming-Rechte an „Manifest“ hält. Hier waren die Verhandlungen um eine alleinige Übernahme der Mysteryserie auch daran gescheitert, dass Netflix seine Originals gerne mit weltweiten Rechten (ggf. außerhalb des Ursprungslandes) hat – so, wie es etwa bei „Good Girls“ war. „Manifest“ wurde durch Warner Bros. aber einzeln vermarktet und läuft in Deutschland bei der ProSiebenSat.1-Gruppe und in Großbritannien etwa bei Sky. In den USA konnte sich die dritte Staffel – trotz Absetzung der Serie ohne runden Abschluss – in den Netflix-Top-10 festsetzen.

    Jeff Rake („Detective Laura Diamond“) steht hinter der Serie, in der es um das Geheimnis eines verschollenen Flugzeugs geht, aber vor allem um das Mysterium von dessen Wiederauftauchen – fünf Jahre später. Für die Passagiere waren nur wenige Minuten vergangen, in denen das Flugzeug durch einen Sturm geflogen war. Auf dem Boden jedoch vergingen fünf Jahre. Entsprechend kehren die Passagiere in eine stark veränderte, persönliche Welt zurück: Ihre Angehörigen haben ihre Trauerarbeit bereits hinter sich und häufig ein neues Kapitel in ihrem Leben aufgeschlagen. Andernorts sind Eltern erwachsener Passagiere mittlerweile verstorben.

    Herz der Serie ist aber die Mysteryhandlung um das Verschwinden, die Rückkehr ohne Alterung sowie die Dinge, die mit den Rückkehrern geschehen – einige entwickeln außersinnliche Wahrnehmungen. Und natürlich gibt es um die Geschehnisse eine Verschwörung. Die Handlung war ursprünglich auf sechs Staffeln ausgelegt – nach drei Staffeln jedenfalls blieben für die Zuschauer nur Cliffhanger.

    Die Hauptrollen haben Josh Dallas („Once Upon a Time – Es war einmal…“), Melissa Roxburgh („Valor“), J.R. Ramirez („Marvel’s Jessica Jones“), Athena Karkanis, Luna Blaise, Jack Messina, Parveen Kaur sowie Matt Long.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1954) am

      Wenn ein Wunschliste-Autor uns jetzt auch hier mit dem Gender:Doppelpunkt belästigt, dann erstaunt es nicht, dass e:r nicht weiß, dass es nicht "abgewunken", sondern "abgewinkt" heißt.
      • am

        Die Serie gehört zu den wenigen die so unfassbar schlecht waren, dass ich sie abbrechen musste.
        • (geb. 1984) am

          Ich hatte die 2. Staffel bei Prime gesehen und fand diese schon mal deutlich stärker als die 1. Runde. Bin daher für eine Verlängerung...aber das entscheiden ja leider nicht Kreativen sondern die aus dem Controlling.

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