„Manifest“ gerettet: Netflix bestellt abschließende Staffel

    Rundes Ende für gefeierte Mysteryserie

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 29.08.2021, 11:23 Uhr

    "Manifest" gerettet: Netflix bestellt abschließende Staffel – Rundes Ende für gefeierte Mysteryserie – Bild: NBC

    Fantastische Nachrichten für Fans von „Manifest“: Nach einem mehrmonatigen Hin und Her steht nun fest, dass die von NBC abgesetzte Serie nun doch weitergeht – und zwar auf Netflix. Einmal mehr erweist sich der Streamingdienst als Serien-Retter in der Not und gab grünes Licht für eine vierte Staffel der Mysteryserie. Satte 20 Episoden – und damit mehr als alle bisherigen Staffeln – wird diese umfassen. Schon klar ist allerdings, dass es sich hierbei auch um die letzte Staffel handeln wird, die die Geschichte zu einem runden Ende führen soll.

    Niemals in meinen kühnsten Träumen hätte ich mir vorstellen können, dass diese Geschichte, ihre Charaktere und das Team weltweit so viel Liebe und Unterstützung erfahren. Dass wir die Fans mit dem verdienten Ende belohnen können, bewegt mich ohne Ende. Im Namen des Casts, der Crew, der Autoren, den Regisseuren und Produzenten danke ich Netflix, Warner Bros. und natürlich den Fans. Ihr habt das möglich gemacht, freut sich Serienschöpfer Jeff Rake.

    „Manifest“ war eine der vielversprechendsten Serien des US-Networkfernsehens in den vergangenen Jahren, die überwiegend Kritikerlob einfuhr und sich rasch eine Fangemeinde aufbauen konnte. Unter anderem weil die Quoten nach der dritten Staffel ziemlich einbrachen, fällte NBC jedoch die Entscheidung, die Serie nicht weiter fortzusetzen. Und das nach einem heftigen Cliffhanger am Ende der Staffel – was zu einem Empörungssturm der Fans führte. Das Produktionsstudio Warner Bros. TV signalisierte kurz darauf, sich nach neuen Partnern umzusehen, um die Serie doch noch retten zu können. Zuletzt soll sich neben Netflix auch wieder NBC in Verhandlungen mit Warner Bros. TV befunden haben, nachdem beide Anbieter im Mai der Fortsetzung zunächst eine Absage erteilten.

    Seitens NBC spielte einerseits die Tatsache eine Rolle, dass „Manifest“ keine hauseigene Produktion war im Gegensatz etwa zur mittlerweile eingestellten Serie „Good Girls“, die vom Schwesterstudio hergestellt wurde und daher für NBCUniversal Priorität hatte. Andererseits hielt in den USA Netflix bereits die Streaming-Rechte an „Manifest“, wo sich die Serie rasch auf die vorderen Plätze der Abrufzahlen katapultierte. Doch auch hier scheiterten die Verhandlungen zunächst daran, dass Netflix stets gerne weltweite Rechte haben möchte. „Manifest“ wurde allerdings bislang durch Warner Bros. TV einzeln vermarktet und kam etwa in Deutschland bei der ProSiebenSat.1-Gruppe und in Großbritannien bei Sky unter.

    In der Serie von Jeff Rake („Detective Laura Diamond“) geht es um das Geheimnis des Montego-Air-Flugs 828, der unter mysteriösen Umständen als verschollen galt. Fünf Jahre später tauchen die Passagiere plötzlich wieder auf. Für sie sind nur wenige Minuten vergangen, in denen das Flugzeug durch einen Sturm geflogen war. Auf dem Boden jedoch vergingen fünf Jahre. Entsprechend kehren die Passagiere in eine stark veränderte, persönliche Welt zurück: Ihre Angehörigen haben ihre Trauerarbeit bereits hinter sich und häufig ein neues Kapitel in ihrem Leben aufgeschlagen. Andernorts sind Eltern erwachsener Passagiere mittlerweile verstorben.

    In Hauptrollen spielen Josh Dallas („Once Upon a Time“), Melissa Roxburgh („Valor“), J.R. Ramirez („Marvel’s Jessica Jones“), Athena Karkanis, Luna Blaise, Jack Messina, Parveen Kaur sowie Matt Long mit.

    Die Bestellung einer extralangen vierten Staffel stellt einen Kompromiss dar, denn ursprünglich war „Manifest“ von Jeff Rake auf sechs Staffeln ausgelegt. Die ersten beiden Staffeln feierten in Deutschland im Pay-TV bei ProSieben Fun ihre Premiere, seit Juli sind die Folgen auch beim Streamingdienst Prime Video verfügbar. Als Teil des neuen Deals zwischen Warner Bros. TV und Netflix sollen in den kommenden Monaten auch die bisherigen drei Staffeln weltweit bei dem Streamingdienst veröffentlicht werden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Mich würde erst mal interessieren wann die 3 Staffel auf Deutsch kommen tut
      was habe ich von einer Serie die ich nicht in meiner Muttersprache sehen kann
      Die 3 Staffel ist ja schon eine zeit vollständig nur aber in Englisch(US)
      • am

        Super Sache das.
        • am via tvforen.de

          Sehr super :) Klasse...die Fans haben mal gewonnen :)
          • am via tvforen.de

            Damit steht das Todesdatum für "Manifest" nun also fest... - es sei denn die Serie taucht nach einigen Jahren überraschend in Form eines Reboots wieder auf.

            Schön aber, dass diese spannende Serie doch einen würdigen Abschluss bekommen soll. Ob das Finale dann allerdings befriedigt und sämtliche Fragen beantwortet sehe ich skeptisch. Auch andere Mysteryserien blieben dahingehend ja häufig Aufklärung schuldig.
            • (geb. 1984) am

              Sehr gut. Das freut mich!
              Die zweite Staffel habe ich bei Amazon Prime gesehen... Verhält es sich dann wie bei Lucifer, dass Netflix rettet und Prime Video in Deutschland streamt?
              • am

                Denke die Rechtesituation in DACH sieht ein bisschen kompliziert aus. Da WB die Rechte für die Serie in DACH bereits an P7S1 verkauft hat - wird die Serie ihre Deutschlandpremiere höchstwahrscheinlich wieder bei Prosieben Fun (oder einem Sender der Sendergruppe) feiern während sie später dann bei Netflix in Zweitverwertung zum Abruf bereitstehen wird.


                So wie es bereits in ähnlichen Fällen gelagert ist, auch wie bei der ersten Netflixproduktion "House of Cards" deren Premiere in DACH auch bei Sky dann erst bei Netflix zu sehen war. 
                Oder die ersten 5 Staffeln von Blacklist, bevor der Deal zwischen RTL und Sony ausgelaufen war. 


                Zur Neuigkeit selber: Gut dass es wenigstens durch eine Netflix-Rettung ein rundes Ende geben wird - hatte schon befürchtet dass wenn Netflix übernimmt es in einem größeren Cliffhanger endet als ohnehin schon (wie bei Designated Survivor oder eben auch Gilmore Girls)

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