Stephen Colbert wird es auch nach dem Ende seiner Late-Night-Show nicht langweilig
Bild: Scott Kowalchyk/CBS
Wenn das womöglich politisch motivierte Ende von „The Late Show with Stephen Colbert“ im Mai 2026 etwas Gutes hat, dann das: Nun steht dem scharfzüngigen Satiriker und Moderator wieder Zeit für neue Projekte zur Verfügung. Diese nutzt der bekennende Fan der Werke J.R.R. Tolkiens, wie jüngst bekannt wurde, um am Drehbuch eines neuen Films aus dem „Herr der Ringe“-Universum mitzuschreiben.
Peter Jackson, kreativer Kopf hinter der „Der Herr der Ringe“-Leinwandtrilogie um Frodo Beutlin und dem „Hobbit“-Dreiteiler, kündigte in einem Video (siehe unten) an, dass nach dem bald in Dreh gehenden Fantasy-Blockbuster „Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum“ (Regie: Gollum-Darsteller Andy Serkis, anvisierter Kinostart: 16. Dezember 2027) bereits ein weiterer Streifen aus dem Tolkien-Kosmos in Planung sei. Als Autoren arbeiten an „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ neben dem im Clip auftauchenden Stephen Colbert auch dessen Sohn Peter McGee und Philippa Boyens, die schon die bisherigen „Herr der Ringe“- und „Hobbit“-Filme mit zu Papier brachte. Als Produzenten fungieren erneut Boyens, Jackson und Fran Walsh, die derzeit schon für den „Gollum“-Film verantwortlich zeichnen.
„The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ setzt nach den Ereignissen der Ursprungstrilogie ein, genauer gesagt 14 Jahre nach dem Tod des Hobbits Frodo, der Mittelerde in letzter Sekunde vor dem dunklen Herrscher Sauron bewahren konnte. Seine alten Gefährten Sam, Merry und Pippin (in der Trilogie gespielt von Sean Astin, Dominic Monaghan und Billy Boyd) machen sich noch einmal daran, die Spuren ihres großen Abenteuers zu verfolgen, womit der Film in die Vergangenheit eintaucht. Gleiches gilt unterdessen für Sams Tochter Elanor, die auf ein lange verborgenes Geheimnis gestoßen ist und folgende Frage klären will: Warum wäre der Ringkrieg einst beinahe verloren gewesen, noch bevor er überhaupt begonnen hatte?
„The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ soll in erster Linie auf dem achten Kapitel aus Tolkiens erstem „Herr der Ringe“-Band „Die Gefährten“ basieren, das in der deutschen Übersetzung den Titel „Nebel auf den Hügelgräberhöhen“ (Original: „Fogs on the Barrow-downs“) trägt. Darin werden die Hobbits von einem Hügelgrabgeist in einem unnatürlichen Nebel gefangen. In der Buchvorlage erscheint an dieser Stelle auch die in der Kinotrilogie von vielen Fans schmerzlich vermisste Figur des Tom Bombadil, die im neuen Film ihren Leinwandeinstand feiern dürfte.
Wie Stephen Colbert in dem Videogespräch mit Peter Jackson erklärt, sei es ihm und seinem Sohn besonders wichtig, die Geschichte von „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ so zu erzählen, dass sie sowohl den Tolkien-Büchern als auch den bisherigen Adaptionen gerecht werde. Weder „Der Herr der Ringe: The Hunt for Gollum“ noch „The Lord of the Rings: Shadow of the Past“ hängen übrigens mit „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“, der prestigeträchtigen Prime-Video-Serie, zusammen.
Kommentare zu dieser Newsmeldung
Torsten S am
Alles was ich bisher davon gehört bzw. gelesen hab, klingt mehr als gut und macht mich neugieriger als auf The Hunt of Gollum. Eine echte Fortsetzung mit Teilen aus dem Original Buch von Tolkien. Das kann nur gut werden. Bin sehr gespannt drauf.