[UPDATE] „Kung Fu“: Neuer Premierentermin für Actionserie von Greg Berlanti („The Flash“)

    Junge Amerikanerin erkennt ihre Berufung als Kämpferin für die Gerechtigkeit

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 08.07.2022, 16:07 Uhr (erstmals veröffentlicht am 19.05.2022)

    Olivia Liang als Nicky Shen in „Kung Fu“ – Bild: Warner Bros. TV
    Olivia Liang als Nicky Shen in „Kung Fu“

    UPDATE: In Programmänderungen hat Sky One die Ausstrahlungsankündigung für „Kung Fu“ sowohl für den 3. Juli, wie auch eine spätere Ankündigung für den 25. September, zurückgenommen.

    BISHER: Die aktuelle, erfolgreiche The-CW-Serie „Kung Fu“ kommt nach Deutschland: Sky One zeigt die Action-Serie um eine junge Martial-Arts-Kämpferin ab dem 3. Juli sonntags ab 20:15 Uhr in Doppelfolgen. In den USA läuft aktuell schon die zweite Staffel, die Serie aus der Schmiede von Greg Berlanti wurde auch schon für eine dritte Staffel verlängert.

    Nominell lehnt sich die Serie an den Serienklassiker „Kung Fu“ (ab 1972, mit David Carradine) an, ist aber in Wahrheit aber doch eher eine Superheldenserie um die ehemalige Jura-Studentin Nicky Shen (Olivia Liang), die das Schicksal zu ihrer Berufung als Kämpferin für das Gute führt. Während sie dabei, wie einst Kwai Chang Caine, auch den Unterdrückten hilft, steht eine Rahmengeschichte um Superkräfte und alte Artefakte im Zentrum.

    Darum geht es in der Serie „Kung Fu“

    Während einer China-Reise muss Nicky erkennen, dass ihre Mutter sie dort auf perfide Weise zu einem „Heiratsmarkt“ geschickt hatte – obwohl Nicky aus ihrer Heimatstadt San Francisco ihren Verlobten Evan Hartley (Gavin Stenhouse) mit zum Studium nach Harvard genommen hatte. Der Druck der Mutter wird Nicky zu viel und sie bricht aus ihrem Leben aus und beschließt, ihren eigenen Weg zu suchen: In China stolpert sie über Pei-Ling Zhang (Vanessa Kai) – die nimmt Nicky in ihr nach Shaolin-Tradition aufgebautes Kloster auf und entwickelt sich zur mütterlichen Mentorin, unter deren Obhut Nicky für drei Jahre bleibt und Kampfsporttechniken trainiert sowie innere Ausgeglichenheit sucht. Solange, bis das Kloster angegriffen und niedergebrannt wird – Nicky muss mitansehen, wie Pei-Ling ermordet wird (die als Halluzination weiterhin Nicky begleitet).

    Zurück in San Francisco muss sich Nicky mit ihrer Familie auseinandersetzen, die alles andere als begeistert davon ist, dass Nicky sich drei Jahre lang nicht gemeldet hatte. Nickys Eltern betreiben ein Restaurant im Chinatown von San Francisco, das eher schlecht läuft. Mutter Mei-Li Shen (Kheng Hua Tan) ist recht streng, auch ihre beiden anderen Kinder haben ein nur bedingt enges Verhältnis zu ihr und wollen ausbrechen – sie sind aber auch in der Tradition aufgewachsen, dass man die Eltern ehren muss. Und die sind immerhin in ihren jungen Jahren als Fremde in die nicht wirklich freundlichen USA ausgewandert, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Es ist kompliziert.

    Vater Jin Shen (Tzi Ma) ist ein bisschen weniger streng. Während Nicky die älteste Tochter der beiden ist, ist der mittlere Sohn Ryan Shen (Jon Prasida) ein angehender Arzt – dass er schwul ist, sorgt für eine Kluft zwischen ihm und den Eltern. Das jüngste Kind ist die zweite Tochter Althea Shen (Shannon Dang), eine ausgemachte Computer-Expertin, die ein Geheimnis mit sich herumträgt. Sie wird vom jungen Multimillionär Dennis (Tony Chung) umworben – dessen Mutter darüber die Nase rümpft, dass er sich keine „standesgemäße“ Braut gesucht hat.

    Auch Evan ist nach dem Studium mittlerweile wieder in San Francisco zurück und arbeitet bei der Staatsanwaltschaft. In der Stadt zurück, kommt Nicky auch dem jungen „Volkshochschullehrer“ Henry Yan (Eddie Liu) näher, der Kung-Fu-Unterricht gibt und sich für chinesische Geschichte und Mythologie interessiert.

    In San Francisco erkennt Nicky, dass viele Leute in Chinatown Unterstützung brauchen, so dass sie hilfreich eingreift, um den Schwächeren zu helfen. Sie erkennt, dass das organisierte Verbrechen hier tiefe Wurzeln geschlagen hat – auch ihr Vater hatte für das Überleben des Familienrestaurants ein Darlehen bei einem Kredithai aufgenommen.

    Und dann taucht auch noch die Frau in der Stadt auf, die Pei-Ling ermordet hatte, Zhilan Zhang (Yvonne Chapman)…

    „Kung Fu“ entwickelt sich nach den ersten Episoden schnell in ein Mystery-Format, als Nicky erkennt, dass ihre Mentorin in ihrem Kloster etwas bewacht hatte, hinter dem verschiedene Kräfte her sind, weil sie ihm mystische Kräfte zuschreiben. Mithilfe ihres Umfelds aus befreundeten Mitstreitern – „Arzt“, „Hackerin“ und „Staatsanwalt“ stehen ihr zur Seite – erkennt Nicky schließlich, dass ihr eine Berufung schon in die Wiege gelegt wurde – und nimmt die Berufung an.

    Daneben gibt es zahlreiche „Familiengeschichten“: Nickys Eltern müssen anerkennen, dass sie die Tochter geradezu vertrieben hatten und wollen nun eine bessere Beziehung zu ihren Kindern aufbauen; Altheas Romanze wird durch ihr Geheimnis bedroht; Ryan muss sich als junger Schwuler selbst finden; und daneben wird auch immer wieder angerissen, dass in den USA auch gegen Asiaten ein tief verwurzelter Fremdenhass existiert, der im Alltag jederzeit aufblitzen kann.

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