„House of the Dragon“: George R. R. Martin hätte gerne 40 Jahre mehr gezeigt

    „Game of Thrones“-Schöpfer enthüllt unverwirklichte Pläne für das Prequel

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 31.10.2022, 12:25 Uhr

    George R. R. Martin – Bild: HBO/Nick Briggs
    George R. R. Martin

    Die epische Erzählspanne von „House of the Dragon“ hätte noch 40 Jahre mehr umfassen können – zumindest, wenn es nach „Game of Thrones“-Schöpfer George R. R. Martin geht. Der sagte nun in einem Interview mit dem Verlag Penguin Random House, dass er den Startpunkt für das neue Spin-Off deutlich früher gesetzt hätte.

    Eine der größten Fragen aller Autoren [der Serie] war es, wo man einsteigt. (…) Dieser Anfang wurde uns nicht von irgendeiner Muse aus der griechischen Antike auferlegt. Wir, ich selbst und andere Autoren hatten viele lebhafte Diskussionen darüber, wo wir diese Geschichte beginnen sollen, so Martin in dem Interview. Einer der Autoren wollte, dass ‚House of the Dragon‘ mit dem Tod von Viserys’ erster Ehefrau Aemma beginnt, während ein weiterer die Idee hatte, mit dem Tod von Viserys zu starten. Letzerer wird in der Serie nicht bis Episode 8 gezeigt.

    George R. R. Martin selbst allerdings hätte das Prequel am liebsten an einem deutlich früheren Punkt gestartet: Ich hätte gewollt, dass [die Serie] 40 Jahre früher beginnt, mit einer Episode, die ich ‚The Heir and the Spare‘ [dt. ‚Der Erbe und der Ersatz‘] genannt hätte. Darin wären Aemon und Baelon, die beiden Söhne von Jaehaerys, am Leben. Und wir sehen die Freundschaft, aber auch die Rivalität zwischen den beiden Seiten des großen Hauses. Zunächst stirbt Aemon durch einen Unfall, ausgelöst durch einen myrischen Bogenschützen, und danach muss Jaehaerys entscheiden, wer der neue Erbe wird. Ist es die Tochter des älteren Sohnes, der gerade gestorben ist oder ist es der zweite Sohn, der selbst Söhne hat und ein erwachsener Mann ist, während sie nur eine Teenagerin ist?

    So hätte man laut Martin 40 Jahre zusätzliche Erzählzeit gehabt, allerdings auch weitere Zeitsprünge, an denen es in der ersten Staffel ohnehin nicht mangelt. So gab es in Folge 6 einen Sprung von zehn Jahren, was zur Notwendigkeit von neuen Darstellerinnen für Rhaenyra (Emma D’Arcy) und Alicent (Olivia Cooke) für die zweite Staffelhälfte führte. Man hätte noch mehr Rollen neu besetzen müssen und ja, ich war der Einzige, der Enthusiasmus dafür aufgebracht hat, kommentierte Martin weiter.

    Das komplette Interview mit George R. R. Martin gibt es auf dem YouTube-Kanal des Verlags Penguin Random House zu sehen.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Sorry, aber gerade die Zeitsprünge waren der Todesstoss der Serie, noch mehr davon wäre vermutlich nicht hilfreich. Vielleicht wären zwei zusammenhängende Filme besser gewesen. Der Cliffhanger am Ende läßt jedoch hoffen, ich vermute allerdings, dass es keine Fortsetzung geben wird.

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