„GZSZ“ mit Themenschwerpunkt über Glücksspielsucht

    RTL-Soap möchte Hilfe für Betroffene und Angehörige bieten

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 04.07.2022, 10:59 Uhr

    „GZSZ“: Tobias (Jan Kittmann, l.) und Michi (Lars Pape, r.) – Bild: RTL Television/Rolf Baumgartner
    „GZSZ“: Tobias (Jan Kittmann, l.) und Michi (Lars Pape, r.)

    Mit einer neuen Storyline möchte „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ einem Thema aus der Mitte der Gesellschaft eine größere Plattform bieten: der Sucht nach Glücksspiel. Das oft noch mit Tabus belegte Thema kann nicht nur Betroffene, sondern auch deren Angehörige in einen Abgrund aus riesigen finanziellen Problemen stürzen. In „GZSZ“ ist es Tobias Evers (Jan Kittmann), der durch die Krankheit den Boden unter den Füßen verliert.

    Nach der Trennung von Katrin (Ulrike Frank) hat Tobias seinen Halt im Leben verloren. Ablenkung findet er bei Sportwetten, doch schon früher hat ihn dieses Hobby an den Rand des Abgrunds geführt. Tobias verliert immer mehr die Kontrolle und versinkt einmal mehr in der Sucht, die er glaubte, hinter sich gelassen haben. Zunächst kann er das ganz gut vor seiner Umgebung verheimlichen, doch wie lange noch?

    Wir nutzen unsere Reichweite und machen sozial-relevante Themen – wie in diesem Fall die Spielsucht – sichtbar. Über den sehr persönlichen Weg von Tobias zeigen wir letztendlich den richtigen Umgang mit ihnen und hoffen so, den Zuschauer:innen Unterstützung mit an die Hand zu geben, sollten sie oder ihr Umfeld betroffen sein oder erste Anzeichen einer Spielsucht erkennen, so Dominique Moro, Produzentin von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ über die neue Storyline.

    Diese entstand in Zusammenarbeit mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert, sowie der Landesfachstelle Glücksspielsucht der Suchtkooperation NRW und deren Leiterin Verena Küpperbusch. Neben dem engen Informationsaustausch wird es zudem weitere Aktionen zu dem Thema geben. So soll auch Beratung für Betroffene und deren Angehörige angeboten werden.

    Gerade Sportwetten bergen ein hohes Suchtrisiko und versprechen ‚schnelles Geld, schnelles Glück‘. Das ist ein Trugschluss und führt viel zu häufig in die Abhängigkeit oder zumindest in ein problematisches Spielverhalten, so Blienert. Küpperbusch fügte hinzu: Glücksspielsucht ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Neben den Betroffenen leiden auch ihre Familien und nahen Angehörigen unter den Auswirkungen. Meist wird aus Scham versucht, die Probleme rund um das Glücksspielen zu verheimlichen. Wir freuen uns daher, dass dieses Tabuthema in ‚GZSZ‘ aufgegriffen wird und dadurch mehr in die öffentliche Wahrnehmung rückt.

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