„Grey’s Anatomy“: So verabschiedete das Staffelfinale zwei langjährige Hauptfiguren

Die wichtigsten Handlungen aus dem Finale der 22. Staffel

Bernd Krannich
Bernd Krannich – 11.05.2026, 13:55 Uhr

Die drei langjährigen Stützen bei „Grey’s Anatomy“: (v. l.) James Pickens Jr., Chandra Wilson und Ellen Pompeo – Bild: ABC
Die drei langjährigen Stützen bei „Grey’s Anatomy“: (v. l.) James Pickens Jr., Chandra Wilson und Ellen Pompeo

In Deutschland hat am 6. Mai die Veröffentlichung der 22. Staffel von „Grey’s Anatomy“ bei Joyn und Disney+ begonnen, am 13. Mai folgt die Free-TV-Premiere auf sixx. In den USA ist am vergangenen Donnerstag die Staffel nach 18 Folgen zu Ende gegangen – eine 23. Staffel wurde bereits bestellt und dürfte ab Herbst bei ABC gezeigt werden.

Wir fassen zusammen, was das Staffelfinale für die langjährigen Hauptfiguren gebracht hat – insbesondere die beiden Charaktere, deren Abschied zuvor angekündigt worden war (fernsehserien.de berichtete).

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Von hier an SPOILER zur 22. Staffel und insbesondere zum Staffelfinale!

Da der Abschied von Kevin McKidd als Owen Hunt und Kim Raver als Teddy Altman bereits bekannt gemacht wurde, lag ein Hauptaugenmerk auf dem Paar, das eine schwierige romantische Geschichte und gemeinsamen Nachwuchs teilt. In der vorherigen Episode hatten die beiden einen Streit über ein Job-Angebot für Teddy in Paris. Am Ende jener Folge hört Teddy eine von Owen hinterlassene Sprachnachricht ab, die plötzlich abbricht. Teddy hatte zudem gerade erfahren, dass eine Brücke, die Owen für den Weg zur Arbeit nutzt, eingestürzt und ein größerer Ansturm von Schwerverletzten zu erwarten ist.

Die Zuschauer erfahren direkt, dass Owen betroffen war, sich aber weitgehend unverletzt aus seinem im Wasser versinkenden Wagen retten konnte. Sein Telefon ist jedoch dadurch defekt – Teddy erreicht nur seine Mailbox. Owen wird am Ort der Katastrophe in die Versorgung einer vierköpfigen Familie verwickelt, die in ihrem Auto gefangen ist, auf das Geröll gestürzt ist.

Während Teddy immer größere Sorgen hat – Rettungskräfte hatten Owens leeren Wagen gefunden -, kommt schließlich die Erlösung für sie, als sie an einer Patientin (der Mutter aus dem Wagen) ein medizinisches Werkzeug für einen Not-Luftröhrenschnitt sieht, das auch Owen besitzt.

Die Notsituation mit dem „vermissten Owen“ einerseits und seiner Fürsorge für eine Familie in Not andererseits hat beiden Ärzten die Wichtigkeit ihrer Beziehung und ihrer Familie verdeutlicht. Während Teddy beschließt, das umstrittene Jobangebot abzulehnen, kontert Owen, dass es an der Zeit sei, dass er ihr entgegenkomme: Sie soll den Job annehmen und er und die Kinder kämen mit nach Paris. Am Ende der Folge gibt es für beide Figuren jeweils eine Montage ihrer Geschichte am Grey Sloan Memorial.

Während Owen also beim Einsturz der Brücke weitgehend unbeschadet davongekommen war, wurde Merediths (Ellen Pompeo) Partner Dr. Nick Marsh (Scott Speedman) gefährlich verletzt und bedarf einer Notoperation. Dabei herrscht die Furcht, dass sein Nierentransplantat nachhaltig beschädigt werden könnte. Nachdem Meredith auf die Frage, ob Marsh ihr Ehemann sei, fälschlich mit Ja antwortet, wird ihr der Zugang zum OP mit sanftem Druck verwehrt – schließlich sollen Ärzte nicht Patienten operieren, denen sie persönlich nahestehen.

So mobilisiert Meredith Miranda Bailey (Chandra Wilson) als vertrauenswürdigen Ersatz. Über der OP hängt, dass Merediths Ehemann Derek (Patrick Dempsey) seinerzeit durch einen Kunstfehler auf dem OP-Tisch gestorben war.

Nach einer Auseinandersetzung mit Webber (James Pickens Jr.) über die Verabreichung nicht zugelassener Medikamente in der vorherigen Folge ist Miranda eigentlich vom Operationsbetrieb ausgeschlossen, riskiert nun aber die Konsequenzen. In der gleichen Angelegenheit hatte Webber den eigentlich schuldigen Benson Kwan (Harry Shum Jr.) fristlos entlassen. Der hilft nun beim Patientenansturm aus, was diverse Streitereien bringt, aber keine Gnade durch Webber.

Am Ende gelingt die Operation an Marsh und bei einer Aussprache am Krankenbett gibt Meredith ihrem Partner gegenüber ihren Widerstand gegen eine Heirat auf – nicht mit ihm verheiratet gewesen zu sein habe ihr in den vergangenen Stunden auch keinen emotionalen Schmerz erspart. Meredith hat allerdings bereits abgewinkt: Eine große, festliche Hochzeit will sie nicht.

Eine Not-OP einer schwangeren Frau mit Komplikationen hat die beiden Ärzte Jo Wilson (Camilla Luddington) und Atticus „Link“ Lincoln (Chris Carmack) an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht. Bei Jo wird altes Trauma wegen der eigenen, komplizierten Schwangerschaft hochgebracht und am Ende der Folge ist sie nicht sicher, ob sie weiter als Chirurgin arbeiten kann. Link war gezwungen, während der OP seine verletzte Schulter zu überlasten und wird in der Folge zweifach gezeigt, wie er Schmerzmittel schluckt.

Am Ende der Folge sinniert Bailey darüber, dass der Brückeneinsturz durch eine aus finanziellen Gründen aufgeschobene Sanierung verursacht wurde. Sie kommt auf die Idee, dass sie es leid sei, immer nur einzugreifen, wenn Unglücke geschehen – inspiriert durch ihren Mann Ben (Jason George) beschließt sie, einen Master-Abschluss in „Public Health“ anzustreben (was Gesundheitsvorsorge und generelle Anstrengungen zur Verlängerung des Lebens der Bevölkerung umfasst).

Amelia (Caterina Scorsone) hatte das Staffelfinale über erwartet, dass ihre aktuelle Partnerin Toni (Jen Landon) sie verlassen würde, um – wegen des gemeinsamen Sohnes – zu ihrer Ex-Ehefrau zurückzukehren. Als Toni ihr mitteilte, dass sie sich gegen ihre Ex und für Amelia entschieden habe, hatte sich Amelia jedoch schon auf ein Schäferstündchen mit Cass (Sophia Bush) eingelassen – woraufhin Toni verletzt abzog.

Bei den Praktikanten war Ben über die aufkeimende und bisher geheim gehaltene Beziehung von Winston (Anthony Hill) und Jules (Adelaide Kane) gestolpert, was aber erst in Staffel 23 aufgearbeitet wird. Ebenso die Dreiecksbeziehung zwischen Simone (Alexis Floyd), Lucas (Niko Terho) und Wes (Trevor Jackson). Nach einem fehlgeleiteten, vermeintlichen One-Night-Stand zwischen Simone und Lucas brachte die gemeinsame Sorge um Nick Marsh eine Aussprache zwischen den beiden. Der ahnungslose Wes hingegen arbeitete darauf hin, seine aufkeimende Beziehung zu Simone „offiziell“ zu machen. Simone einstweilen hat sich noch nicht entschieden.

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