1986, also vor 40 Jahren, fing alles in einem blau-rot gestreiften Zirkuszelt auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin an. Heute zählt das alljährliche 3satFestival auf dem Mainzer Lerchenberg zu den unverzichtbaren Highlights des Kultursenders. In einem abwechslungsreichen Line-Up präsentieren etablierte Künstler und Newcomer aus Kabarett, Comedy und Musik ihr Können. Auch in diesem Jahr dürfen sich die Besucher vor Ort und anschließend die Zuschauer im Fernsehen auf Auszüge aktueller Bühnenprogramme freuen.
Vor Ort findet das diesjährige Zeltfestival vom 11. bis zum 18. September statt. Die Ausstrahlung auf 3sat findet dann wenig später am 19., 20., 21. und 26. September statt. Herzstück des 40. 3satFestivals ist eine besondere Jubiläumssendung, die gemeinsam von den beiden befreundeten Kabarettisten Tobias Mann und Christoph Sieber präsentiert wird. Sie blicken in Archivmaterial aus den vergangenen 40 Jahren Festival und kommentieren skurrile Auftritte, schlecht gealterte Pointen und (erschreckend) aktuelle Parallelen zu Politik- und Zeitgeist-Themen.
Tobias Mann (l.) und Christoph Sieber feiern 40 Jahre 3satFestival ZDF/Torsten Silz
Für Lacher sorgen außerdem in diesem Jahr unter anderem der bayerische Komiker Martin Frank mit der TV-Premiere seines fünften Soloprogramms „Grüße aus Allegro Süd“. Darin vereint er ehrlichen Humor, geschmackvolle Musik und bayerisches Charisma. Emotional wird es mit Rainald Grebe: Nach Schlaganfällen, Krankenhaus und Reha kehrt der Liedermacher zurück auf die 3sat-Bühne und begibt sich in dem bittersüßen Programm „Ich erinnere mich – glaube ich“ auf Spurensuche im eigenen Lebensweg. Gemeinsam mit Gitarrist Marcus Baumgart bringt er Lieder auf die Bühne, die bislang nur seine Logopädin kannte. Zwischen Erinnerungslücken, Selbstironie und Musik schafft der preisgekrönte Künstler einen Abend voller Melancholie und Witz.
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Das Musikkabarett-Duo Suchtpotenzial, bestehend aus Ariane Müller und Julia Gámez Martin, präsentiert in „(S)HITSTORM“ Höhepunkte aus 12 Jahren Bandgeschichte und vier Programmen – von frühen Stücken wie „Alkopop“ über virale Hits wie „Mett-Tourette“ bis hin zu Nummern wie „Ficken für den Frieden“. Nicht fehlen dürfen die betont albernen Dialoge zwischen den beiden Künstlerinnen, die ihr musikalisches Werk dramaturgisch neu ins Weltgeschehen einordnen. Ein Wiedersehen gibt es darüber hinaus unter anderem mit den Kabarettkünstlern Berni Wagner, Helene Bockhorst, Christian Ehring, Ursus & Nadeschkin und Eva Karl Faltermeier.
Abgerundet wird das 3satFestival auch 2026 mit zwei Konzerten: Einerseits steht Schauspieler Ulrich Tukur zusammen mit den Rhythmus Boys auf der Bühne. Gegründet im Jahr 1995 präsentiert die Kapelle einen Mix aus Eigenkompositionen und bekannten Evergreens. Andererseits steht in diesem Jahr Pop- und Dance-Künstlerin Leony auf der Bühne des 3satFestivals. Sie zählt zu den populärsten deutschen Sängerinnen ihrer Generation und feierte mit Hits wie „Faded Love“ und „Remedy“ große Erfolge.
> Zeigt einfach die alten Sendungen von früher und überlasst die Einordung den Zuschauern.
Ich bezweifle, dass die meisten in der Lage sind, solche Sendungen einzuordnen. Damals waren solche Zustände ja gerade deswegen "normal", weil es überall unkommentiert vorgelebt wurde. Die Zeiten will doch niemand zurück.
UllaB schrieb: ------------------------------------------------------- > Also immer wenn ich Leony lese muss ich daran > denken, dass sie mal nicht wusste in einer > Quizsendung wieviele Bundesländer Deutschland > hat.
TV Wunschliste schrieb: ------------------------------------------------------- > > Sie blicken in > Archivmaterial aus den vergangenen 40 Jahren > Festival und kommentieren skurrile Auftritte, > schlecht gealterte Pointen und (erschreckend) > aktuelle Parallelen zu Politik- und > Zeitgeist-Themen.
Oh je, das werden dann wohl wieder absolut überflüssige Kommentare a la "der hat ein aus heutiger Sicht politisch völlig inakzeptables Wort wie 'Street' gesagt" oder "sehr wenige Frauen damals vor der Kamera...". Muss nicht sein. Schade, dass so ein Blödsinn inzwischen im Zusammenhang mit Fernsehgeschichte wohl zum Standard wird.
'Erschreckend' finde ich eher, dass ein Sender wie 3sat seinem angeblich intelligenten Publikum nicht zutraut, selbst zu entscheiden, ob es etwas von früher noch lustig findet oder nicht. Selbsternannte Moralapostel bei jeder Jubiläumssendung braucht kein Mensch. Zeigt einfach die alten Sendungen von früher und überlasst die Einordung den Zuschauern.
Helmprobst schrieb: ------------------------------------------------------- > TV Wunschliste schrieb: > -------------------------------------------------- > ----- > > > > Sie blicken in > > Archivmaterial aus den vergangenen 40 Jahren > > Festival und kommentieren skurrile Auftritte, > > schlecht gealterte Pointen und (erschreckend) > > aktuelle Parallelen zu Politik- und > > Zeitgeist-Themen. > > > Oh je, das werden dann wohl wieder absolut > überflüssige Kommentare a la "der hat ein aus > heutiger Sicht politisch völlig inakzeptables > Wort wie 'Street' gesagt" oder "sehr wenige Frauen > damals vor der Kamera...". Muss nicht sein. > Schade, dass so ein Blödsinn inzwischen im > Zusammenhang mit Fernsehgeschichte wohl zum > Standard wird. > > 'Erschreckend' finde ich eher, dass ein Sender wie > 3sat seinem angeblich intelligenten Publikum nicht > zutraut, selbst zu entscheiden, ob es etwas von > früher noch lustig findet oder nicht. > Selbsternannte Moralapostel bei jeder > Jubiläumssendung braucht kein Mensch. Zeigt > einfach die alten Sendungen von früher und > überlasst die Einordung den Zuschauern.
Du kannst dir doch raussuchen, was du sehen willst. So wie ich den Plan lese, treten Tobias Mann und Christoph Sieber nur am MO 21.09. um 20.15-21.14 auf.
Ich für meinen Teil werde mir auf jeden Fall Ursus & Nadeshkin, Rainald Grebe und Helene Bockhorst anschauen und andrerseits Christian Ehring und Suchtpotenzial weglassen. Kann ja jeder machen wie er will, aber gleich alles zu verurteilen ist nicht so mein Ding.
Kleine Korrektur: Die Internationale Funkausstellung in Berlin fand früher (fast) immer in ungeraden Jahren statt. Laut "Tagesspiegel" gab es die erste Ausgabe des 3sat-Zeltfestivals bei der IFA 1987.