Gericht nimmt FCC-Millionenstrafe gegen ABC zurück

    „NYPD Blue“-Episode aus dem Jahr 2003 war nicht ‚anstößig‘

    Ralf Döbele – 04.01.2011

    Acht Jahre ist es mittlerweile her, da sorgte eine erotische Szene in der ABC-Serie „NYPD Blue – New York Cops“ für Aufregung – zumindest bei der amerikanischen Aufsichtsbehörde FCC, die ein saftiges Bußgeld gegen das ausstrahlende Network verhängte. Die Federal Communications Commission hatte beanstandet, dass der Hintern von Hauptdarstellerin Charlotte Ross in der Episode zu sehen war, obwohl die Folge in einigen Regionen der USA bereits um 21:00 Uhr und nicht erst um 22:00 Uhr gezeigt wurde (fernsehserien.de berichtete).

    Als Strafe für die nackten Tatsachen sollte ABC eine satte Summe von 1,4 Millionen Dollar zahlen. Doch das Network zog sich vor Gericht und bekam nun Recht. Vor einem Bundesgericht wurde in zweiter Instanz die Zahlung eines Bußgelds erlassen. Dabei beriefen sich die Richter auch auf ein Urteil des 2nd U.S. Circuit Court of Appeals vom vergangenen Juli, welches das Vorgehen der FCC als Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung eingestuft hatte (fernsehserien.de berichtete).

    In einem Statement zeigte sich ABC verständlicherweise äußerst zufrieden mit dem Urteil: „Wir haben immer geglaubt, dass diese Episode der langlaufenden und von Kritikern gelobten Serie ‚NYPD Blue‘ aus dem Jahr 2003 nicht anstößig gewesen ist, und dass die Bußgelder unangebracht und verfassungswidrig waren“.

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