Im Vorfeld des Deutschlandstarts von HBO Max am 13. Januar macht der US-amerikanische Streaming-Dienst das Versprechen, dass auf absehbare Zeit jedes Jahr eine neue Serienstaffel aus dem „Game of Thrones“-Franchise anstehen wird – und 2026 sogar gleich zwei. Das größte Fragezeichen dabei ist allerdings wohl, ob der Dienst in seiner bisherigen Form die Streaming-Wars so lange überstehen wird.
Die Zukunft des Franchises nach den Romanen von George R. R. Martin jedenfalls ist erst einmal bis 2028 in trockenen Tüchern, wie HBO Deutschland in einem Shorts-Video ankündigt: Ein Reich. Neue Geschichten. Jedes Jahr. heißt es darin.
Am 19. Januar 2026 (deutscher Zeit) beginnt HBO Max mit der Veröffentlichung der sechsteiligen Auftaktstaffel von „A Knight of the Seven Kingdoms“.
Im Sommer 2026 steht dann die dritte Staffel von „House of the Dragon“ an. Für 2027 wird die unlängst bestellte zweite Staffel von „A Knight of the Seven Kingdoms“ angekündigt. Und 2028 kommt dann die vierte und letzte Staffel von „House of the Dragon“.
Die von Martin geschaffene Romanreihe A Song of Ice and Fire (dt. Das Lied von Eis und Feuer) erzählt vom phantastisch-mittelalterlichen Westeros und den großen und kleinen Konflikten seiner Bewohner. Während in „House of the Dragon“ die Thronfolge in Westeros im Zentrum steht, um die Armeen und Drachenreiter kämpfen, geht es in „A Knight of the Seven Kingdoms“ um den einfachen, landlosen Ritter Ser Duncan ‚Dunk‘ the Tall (Peter Claffey), seinen jungen Knappen „Egg“ (Dexter Sol Ansell) und ihre Abenteuer in Westeros. Wegen der zugrunde liegenden Geschichte ist ein Ende von „House of the Dragon“ nach vier Staffeln besiegelt. Für „A Knight of the Seven Kingdoms“ gibt es aktuell literarische Vorlagen in Form von drei Novellen für drei Staffeln. Daneben hatte HBO Max noch weitere Ideen für Serienableger in Westeros entwickeln lassen, die es immer noch zu einer Bestellung bringen könnten.
Derweil steht die Mutterfirma von HBO Max vor grundlegenden Veränderungen: Einerseits wird Warner Bros. Discovery im Verlauf des Jahres 2026 voraussichtlich in die beiden Unternehmensteile Warner Bros. (Film- und Serienproduktionsstudios, DC Comics, HBO, HBO Max) sowie Discovery Global (werbefinanzierte, lineare Fernsehsender weltweit) geteilt; daraufhin will Netflix für 82 Milliarden US-Dollar Warner Bros. aufkaufen, was aber aus verfahrenstechnischen Gründen nicht vor Ende 2026 geschehen würde. Konkurrent Paramount Skydance würde hingegen gerne Warner Bros. Discovery komplett kaufen. Während der Vorstand von WBD klar das Angebot von Netflix favorisiert, will Paramount Skydance sich direkt an die Aktionäre wenden und eine „feindliche Übernahme“ versuchen.
Bis 2028 dürfte diesbezüglich die letzte Schlacht geschlagen sein.
Kommentare zu dieser Newsmeldung
Impala_1967 am
Das Szenenfoto oben aus "A Knight of the Seven Kingdoms" zeigt mir, daß dieser Mumpitz eher ein Kandidat für SchleFaZ ist.
Marcus Cyron (geb. 1976) am
Solche Typen liebe ich ja, die ein Produktionsfoto sehen und schon endgültig ein Urteil getroffen haben. Leute wie ihr macht einem echt allen Spaß an Film und Serien kaputt. Leute wie ihr zerredet alles und ihr haltet euch dabei auch noch für große Cineasten. Dabei seid ihr nur Meckerköppe und Heulsusen.
Ähm, vielleicht fehlt da auch der Kontext: Das Szenefoto zeigt einen als Kirmes-Attraktion in Westeros "nachgemachten Drachen(-Kopf), der soll also auch ein bisschen "platt" wirken - zur Zeit dieser Serie gibt es keine lebenden (großen) Drachen mehr, "aber es leben noch Menschen, die in jungen Jahren mal einen gesehen haben", heißt es in der Ankündigung.
SerienFan_92 (geb. 1992) am
Danke für die Erklärung.
Ich hatte mich schon gewundert, warum das CGI so schlecht aussieht XD