Die von der BBC in Zusammenarbeit mit dem ZDF hergestellte Romanadaption „The Ministry of Time“ hat ihren Cast vervollständigt und kann einen kleinen Casting-Coup vermelden: Während Darstellerin Aoife Hinds die weibliche Hauptrolle spielt, haben nun ihre realen Eltern – Ciarán Hinds („Rome“, „Game of Thrones“) und Hélène Patarot – auch die Rollen ihrer Serieneltern übernommen.
Markant ist das insofern, als in der Romanvorlage Aoife Hinds’ Figur Sophy gemischter Abstammung mit einem englischen Vater und einer aus dem kambodschanischen Bürgerkrieg geflohenen Mutter ist – das ist zentral dafür, dass sie sich bei der eher konservativen, namensgebenden britischen Regierungsstelle als Außenseiterin fühlt. Aoife Hinds selbst hat einen ähnlichen Stammbaum: Ihr Vater kommt aus Wales, ihre Mutter wurde in Vietnam geboren und kam als Kleinkind nach Frankreich, als der Bürgerkrieg in Vietnam zu eskalieren begann. Beide lernten sich bei der gemeinsamen Arbeit an einem Theaterstück kennen und heirateten bald darauf im Jahr 1987. Das Ehepaar teilt seine Zeit zwischen London und Paris auf und stand zuletzt auch schon in der irischen Dramedy „The Dry“ gemeinsam vor der Kamera.
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Im Zentrum der Handlung der Miniserie „The Ministry of Time“ steht ein Projekt des britischen Ministeriums der Zeit, das seit Kurzem über Zeitreisetechnologie verfügt und einige ausgewählte Menschen aus der Vergangenheit in die Gegenwart geholt hat, die sogenannten Expats. Die werden in einem Langzeitexperiment von sogenannten Bridges bei der Eingliederung in die Gegenwart begleitet. Dabei lebt jeweils eine Bridge mit einem Expat unauffällig in einer WG und soll bei der Ankunft in der Gegenwart unterstützen – seien es soziale Fragen oder die Bedienung von Spotify.
Die in der Romanvorlage namenlose POV-Erzählerin hat für die Serie den Namen Sophy erhalten und ist die Bridge von Commander Graham Gore (Billy Howle; „The Perfect Couple“, „Mord im Auftrag Gottes“). Zuvor hat sie dank ihrer Herkunft und Sprachkenntnisse im Außenministerium als Übersetzerin gearbeitet.
Zentral für die Auswahl der Expats war gewesen, dass deren „ursprünglicher“ Todeszeitpunkt und -ort recht genau bekannt war und man sie kurz davor „unauffällig“ aus ihrer Zeit pflücken konnte (also ohne, dass die Aktion von Zeitgenossen gesehen werden konnte) – so wollte man jede Art von Zeitparadoxon verhindern. Das führt auch dazu, dass die Bridges recht viel historisches Material über ihren Expat studieren konnten.
In der Geschichte spielen nun vier Arten von Menschen zentrale Rollen: Mitarbeiter des Ministeriums, die anderen Expats, die anderen Bridges und schließlich Sophys kleines Umfeld mit Eltern (s. o.) und einer Schwester (Besetzung noch nicht bekannt).
Adeel Akhtar übernimmt die Rolle als Quentin Ackerly, Sophys direkter Vorgesetzter im Ministerium. Hong Chau ist in der Rolle als Adela Vice-Secretary of Expatriation und somit ein höheres Tier in der Organisation. Zu der gehören ebenfalls die mysteriös bleibenden Charaktere von Tawfeek Barhom und Nahuel Pérez Biscayart, Der Brigadier und Salese.
Die weiteren Expats neben dem aus dem Jahr 1862 und von einer gescheiterten Polarexpedition geretteten Gore sind Emily Fairn als Margaret Kemble (gerettet aus einem Pestausbruch in London im Jahr 1655); Josh Finan als Captain Arthur Reginald-Smyth (gerettet aus der Schlacht an der Somme im Ersten Weltkrieg, 1916) und Aisling Loftus als Anne Spencer (gerettet aus der Französischen Revolution, 1793).
Tamara Lawrance spielt Simellia, eine Schwarze und Bridge für Captain Arthur Reginald-Smyth. Sie fühlt sich ebenso wie Sophy aufgrund ihrer Herkunft im Dienstumfeld starrer britischer Behörden eher unwohl, worüber die beiden Frauen sich anfreunden.