„Euphoria“: Erfolgreiches Jugenddrama mit Zendaya erhält zweite Staffel

    HBO gibt umstrittenem Format zweite Staffel

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 12.07.2019, 10:38 Uhr

    Zendaya als Rue in „Euphoria“ – Bild: HBO
    Zendaya als Rue in „Euphoria“

    HBO hat sein Jugenddrama „Euphoria“ die frühzeitige Verlängerung für eine zweite Staffel gegeben. Die Serie mit Künstlerin Zendaya in der Hauptrolle hat für ihre drastische Darstellung von entwurzelten Jugendlichen mit Drogenkonsum, Gewalt und Sex gleichsam Kritikerlob wie auch Kritik erhalten. Vorab war die Serie als Mischung aus „Skins – Hautnah“ und „Trainspotting“ beschrieben worden.

    In Deutschland wird Sky die Serie zeigen, ein genaues Ausstrahlungsdatum hat der hiesige Pay-TV-Primus aber noch nicht verkündet. Die Serie basiert auf einer israelischen Vorlage.

    HBO begründete die frühzeitige Verlängerung: „’Euphoria’-Schöpfer Sam Levinson hat mit seinem außergewöhnlichen Cast um die unglaublich talentierte Zendaya eine beeindruckende Welt aufgebaut. Wir sind sehr dankbar, dass er sich für HBO als Heimat seiner bahnbrechenden Serie entschieden hat. Wir freuen uns darauf, diesen komplexen Figuren und ihrer Reise durch die fordernde Welt, die sie bewohnen, weiter zu folgen.“

    Aktuell befindet sich die Ausstrahlung von „Euphoria“ bei HBO mitten in der achtteiligen ersten Staffel, die noch bis zum 4. August dauern wird. Die Auftaktfolge von „Euphoria“ hat über diverse Plattformen bereits 5,5 Millionen Zuschauer erreicht. Bei dem Themenkomplex verwundert es kaum, dass es sich bei der Serie um diejenige handelt, die das jüngste Durchschnittspublikum hat und online besonders erfolgreich ist.

    Im Zentrum der Serie steht Rue (Zedanya), eine 17-jährige Schülerin, die lebenslang psychische Probleme hatte, aber nach außen ein recht normales Leben in der Mittelschicht geführt hat – auch wenn sie innerlich zerrissen und über Jahre schwer drogensüchtig gewesen ist. Nach dem Ende des letzten Schuljahres hatte sie im Rausch eine Überdosis Drogen geschluckt und dies nur knapp überlebt, den Sommer hatte sie dann in einer Rehaklinik verbracht. Nun ist sie zu ihrer Mutter und Schwester zurückgekehrt – der Vater der Familie war an Krebs gestorben. Bei ihrer Rückkehr macht Rue die Bekanntschaft von Neuankömmling Jules, mit der sie sich schnell anfreundet. Auch Jules hat eine komplizierte Lebensgeschichte und neigt bei der Suche nach sich selbst zu selbstzerstörerischem Verhalten.

    Daneben stehen weitere Mitschüler der beiden im Zentrum, die in einer Welt omnipräsenter Onlinepornographie, leichtem Zugang zu Drogen und unglaublichem Peer-Pressure ihren Weg suchen. Dazu kommt ihr deutlicher Blick auf die Eltern, die sich noch in ihr Leben einmischen, obwohl sie selbst ihre eigenen Probleme nicht im Griff haben.

    In der Kritik steht bei der Serie auch, dass Zendaya als alter Star in Disneys Teen-Comedies eben für die junge Altersgruppe von damals noch eine gewisse Vorbildfunktion mitgebracht hat, ihre Figur Rue in der Serie aber tragisch und selbstzerstörerisch ist.

    Weitere Hauptrollen in „Euphoria“ haben unter anderem Hunter Schafer, Alexa Demie, Jacob Elordi, Maude Apatow, Sydney Sweeney , Storm Reid, Barbie Ferreira und Eric Dane.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Vritra am 14.07.2019 12:45melden

      Peer-Pressure? Muss das sein? Dafür gibt es ein wahrlich nicht ungebräuchliches deutsches Wort, das dann auch jeder versteht: Gruppenzwang! Aber bis auf das falsch geschriebene "(Zedanya)" ist Dein Text ansonsten für Deine Verhältnisse recht ordentlich. Hattest Du in letzter Zeit Mal Nachhilfe? ;-)
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