Erfurter „Tatort“ endet nach nur zwei Folgen

    Schauspieler entscheiden sich gegen Fortsetzung

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 07.01.2015, 10:41 Uhr

    Das Erfurter „Tatort“-Trio: Friedrich Mücke, Alina Levshin und Benjamin Kramme (v.l.n.r.) – Bild: MDR/Wünschiers
    Das Erfurter „Tatort“-Trio: Friedrich Mücke, Alina Levshin und Benjamin Kramme (v.l.n.r.)

    Nach nur zwei Fällen werden die Erfurter „Tatort“-Ermittler wieder arbeitslos. Wie der MDR der BILD-Zeitung mitteilte, haben sich die Hauptdarsteller Friedrich Mücke und Alina Levshin gegen eine Fortsetzung entschieden. Und das, obwohl die Einschaltquoten durchaus im grünes Bereich gelegen sind. Bei der Premierenfolge im November 2013 waren 10,32 Millionen Zuschauer dabei, beim zweiten Fall am 21. Dezember 2014 schalteten immerhin noch 8,47 Millionen Menschen ein.

    „Wir bedauern das sehr, auch wenn wir die Entscheidung der Schauspieler natürlich respektieren. Damit verabschieden wir uns nicht nur von wunderbaren Schauspielerpersönlichkeiten, sondern in der Folge auch von der Idee des Erfurter Ermittler-Trios“, so MDR-Sprecherin Susanne Odenthal. Ursprünglich sollte es in diesem Jahr noch einen weiteren Fall mit dem Ermittlertrio aus Friedrich Mücke, Alina Levshin und Benjamin Kramme geben, doch daraus wird nun nichts mehr.

    Auch wenn die Quoten gut ausgefallen sind, fielen die Meinungen von Zuschauern und Kritikern vernichtend aus. Vor allem die auf übertrieben jugendlich getrimmte Sprache der jungen Ermittler stieß den Fans sauer auf. Doch auch witzig gemeinte Gimmicks wie etwa Energydrinks aus dem Kommissariats-Kühlschrank täuschten nicht über die Profillosigkeit der Figuren hinweg. Simple und vorhersehbare Handlungsstränge gaben dem Erfurter „Tatort“ den Rest. Offenbar waren auch die Schauspieler selbst mit dem Resultat unzufrieden, weshalb sie nun die Notbremse gezogen haben.

    Verantwortlich für die beiden Erfurter „Tatorte“ war Michael Smeaton, der unter anderem Dutzende „Rosamunde Pilcher“-Filme produziert hat. Er erhielt den Zuschlag, nachdem das Projekt 2012 vom MDR öffentlich ausgeschrieben wurde. Deutlich beliebter sind hingegen die neuen Weimarer „Tatorte“ mit Christian Ulmen und Nora Tschirner, die beinahe zeitgleich vom MDR realisiert wurden.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      war leider auch schlecht gemachte Krimikost und zumal für den Tatort - liegt Welten hinter dem Weimarer Tatort. Und wer glaubt schon an ein Komissariat mit lauter 12jährigen?
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        Gut, aber wiederholt doch bitte auch einmal die alten Inspektor-Marek-Krimis aus Wien. alle anderen kamen schon so oft.
        Blöd aber, wenn Tatorte aus dem Vorjahr wiederholt werden. Für wie blöd hält man die Zuschauer, daß sie Verlauf und Lösung nicht mehr wissen
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          schade, mir hat´s gefallen, auch wenn da natürlich noch Luft nach oben war ...
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            Fällt nicht auf, wenn eine von vielen deutschen Städten in der Tatort(wiederholungs)flut nicht vorhanden ist. Und die In-Medien-Machenden können offensichtlich beim Tatort auch nicht mehr zwischen Fiktion und Realität unterscheiden: Nicht die Ermittler werden arbeitslos, sondern die Schauspieler werden diesen Job los.
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