„Doctor Who“-Ausschreibung: Zeitplan und Rahmenbedingungen für Staffel 16 enthüllt

BBC sucht kreative Impulse und neue Partner für Fortsetzung

Bernd Krannich
Bernd Krannich – 21.09.2026, 13:59 Uhr

Mit diesem neuen Logo war „Doctor Who“ 2023 hoffnungsvoll in eine Zukunft gestartet – Bild: Bad Wolf/BBC
Mit diesem neuen Logo war „Doctor Who“ 2023 hoffnungsvoll in eine Zukunft gestartet

Die BBC hat der Ankündigung, dass man die Fortsetzung von „Doctor Who“ nach dem Ende der Zusammenarbeit mit Disney+ öffentlich ausschreiben werde, nun Taten folgen lassen: Rahmenbedingungen für Bewerbungen sowie ein Zeitplan zur Entscheidungsfindung wurden nun bestätigt.

2022 hatten die BBC und Serienproduzent BBC Studios eine neue Ära für das seit 1965 bestehende Science-Fiction-Franchise eingeläutet: In Zusammenarbeit mit Disney+ sollte die Serie durch den zurückkehrenden Showrunner Russell T Davies und die Produktionsfirma Bad Wolf in die (Streaming-)Zukunft gebracht werden. Das Projekt konnte aber nie wirklich kommerzielle Erfolge feiern – Disney+ etwa hat die Miniserie „The War Between the Land and the Sea“ seit Ende 2025 im Archiv liegen und soll letzten Informationen von dessen Darsteller Russell Tovey zufolge erst 2027 eine Ausstrahlung planen.

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Nach dem Kollaps der Zusammenarbeit mit Disney+ hatten Davies und Bad Wolf den Weg für einen Neuanfang des Franchises frei gemacht und die BBC mit BBC Studios angekündigt, einen kreativen Reboot offiziell auszuschreiben. Firmen aus aller Welt können nun ihre Ideen mit kreativen und finanziellen Vorstellungen für eine 16. Staffel des 2005 eingeläuteten jüngsten Kapitels einreichen.

Der Zeitplan

Perspektivisch peilt die BBC an, die neue Staffel in der Season 2028/​29 auf den Sender zu bringen. Bis 2. Oktober haben interessierte Firmen nun Zeit, ihre Pitches einzureichen.

Im Januar 2027 sollen die besten Bewerbungen in direkten Gesprächen zwischen den Firmen und BBC Studios gehen, um die Pitches zu verfeinern. Im März 2027 soll die BBC dann den Auftrag für eine 16. Staffel vergeben.

Für den Inhalt der Pitches haben BBC Studios und die BBC diverse Rahmenbedingungen gesetzt.

Flexibel, aber ohne Companion geht es nicht

Grundsätzlich gibt die BBC den Bewerbern zahlreiche Freiheiten: Sowohl der Staffelumfang wie auch die Erzählweise (Geschichte der Woche beziehungsweise fortlaufende Handlung) sind nicht vorgegeben. Allerdings möchte man, dass die Staffel nicht von einem einzelnen Autoren/​Showrunner geschrieben werde, sondern dass nach Bestellung der Staffel die Drehbücher letztendlich von verschiedenen Autoren ausgearbeitet werden.

Nachdem „Doctor Who“ seit 2005 hauptsächlich im walisischen Cardiff hergestellt wurde, ist der Produktionsstandort für Staffel 16 ebenfalls nicht vorgegeben – die BBC würde aber „Wales“ bevorzugen (als öffentlich finanzierte Anstalt versucht die BBC, allen Landesteilen des Vereinigten Königreichs durch Produktionen Arbeitsplätze und Investitionen zu geben).

Die neue Staffel solle sich optisch cinematisch, markant und ambitioniert darstellen und die Fähigkeit haben, im umkämpften globalen Markt konkurrenzfähig sein. Und weiter: Wir ermutigen innovative Herangehensweise in Sachen Produktion, World-Building, visuelle Effekte und Erzählweise, bei der der Umfang und die emotionale Wirkung des im ‚Doctor Who‘-Universum Möglichen maximiert wird.

Die Handlung soll die Zuschauer zu außergewöhnlichen Orten und Zeiten bringen, von der (irdischen) Geschichte über die weit entfernte Zukunft, Alien-Welten und auch die gegenwärtige Erde. Während für die neue Staffel auch „klassische Monster“ verwendet werden können, sollen Bewerber sich bei ihren Ideen nicht übermäßig auf die existierende ‚Doctor Who‘-Geschichte beziehen.

Neben einer neuen Inkarnation des Timelords Doctor soll mindestens ein Companion für die 16. Staffel entwickelt werden: Ein Charakter mit einer eigenen, reichhaltigen Existenz mit eigenen Wünschen, Träumen und Ambitionen.

Weiterhin soll „Doctor Who“ tauglich für die ganze Familie bleiben. ‚Doctor Who‘ geht Themen an, die Neugierde, Mut, Intelligenz und Mitgefühl positiv darstellen, Themen, die das Menschsein beleuchten und vor allem sollte es immer markant britisch sein.

Nach dem Abschied von Disney+ als Geldgeber fordert die BBC Bewerber zudem auf, auch auf die Frage einzugehen, wie und welche weiteren Geldgeber (third party investment) zu ihrem Pitch passen würden.

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